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Sorge wegen Virus-Variante

Corona-Lage in der Region Rosenheim: 4. Welle vorbei - aber Omikron treibt Zahlen nach oben

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.
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Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.

Auch wenn nach Angaben von Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, die vierte Corona-Welle hinter der Region liegt: Derzeit sei nach Angaben des Amtschefs nur „eine kurze Phase des Luftholens, bevor die Meldezahlen wieder in die Höhe schnellen“. Schuld habe daran vor allem Omikron.

Rosenheim – Und die nackten Zahlen geben ihm wohl recht: So steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Stadt und Landkreis Rosenheim seit Jahresbeginn wieder an. Seit dem Wochenbericht am Mittwoch, 29. Dezember 2021, sind dem Gesundheitsamt in der Region 656 Fälle (Vorwoche: 657) gemeldet worden, bei 263 Fällen besteht laut Behörde der Verdacht auf eine Infektion mit der Omikron-Variante.

In den vergangenen Tagen wurden dem Gesundheitsamt täglich zwischen 59 und 185 neue Corona-Infektionen gemeldet. Stand Mittwoch gab das Robert-Koch-Institut (RKI) die Sieben-Tage-Indzidenz für die Stadt Rosenheim mit 250,0 für den Landkreis Rosenheim mit 243,4 an. Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte der tiefste Wert für die Stadt noch bei 162,0 für den Landkreis bei 201,7 gelegen.

Mutante bereitet Experten Sorge

„Wir befinden uns derzeit in einer Talsohle“, so die Einschätzung von Hierl, „ein weiteres Abfallen der Infektionsfälle ist nicht mehr zu erwarten.“ Sorge bereitet dem Leiter des Gesundheitsamtes die schnelle Ausbreitung der sogenannten Omikron-Variante. „Diese Entwicklung zeigt, dass diese hochansteckende Variante bald die noch vorherrschende Delta-Variante ablösen wird.“

Die Entwicklung der Corona-Lage in der Region Rosenheim im Wochenverlauf (seit 30. Dezember).

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Seine Befürchtungen: eine Zunahme von schweren Krankheitsverläufen und in der Folge ein „dramatisches Überlaufen der Intensivstationen jenseits der Kapazitätsgrenzen“. Hierl: „Die Sorge ist umso mehr für unsere Region berechtigt, da die Impflücke in unserer Bevölkerung viel zu groß ist, als dass wir einen nennenswerten Einfluss auf die Hospitalisierung erwarten können.“

Um derartige Schreckensszenarien zu verhindern, appelliert der Leiter des Gesundheitsamtes an die Bürger, Kontakte zu reduzieren und Reisen zu vermeiden sowie mit einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus die Impfrate zu steigern: „Die Impfung ist für mich persönlich absolut ethische Verpflichtung. Da hilft kein Schönreden und kein Beharren auf der persönlichen Freiheit.“

So ist die Lage an den Kliniken

Doch wie sieht es aktuell in den Kliniken der Region aus? Nach Aussagen des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordination, Dr. Michael Städtler, seien die Belegungszahlen in puncto Covid-19 sowohl auf den Normal- als auch auf den Intensivstationen „etwas zurückgegangen“. Insgesamt werden aktuell 114 Personen in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär aufgrund einer Corona-Infektion behandelt, 25 davon auf der Intensivstation. Abverlegungen seien derzeit nicht erforderlich. Dennoch kann nach Einschätzung der Romed-Geschäftsführung keine Rede von normalen Zuständen sein. Die Kapazitäten der Covid-Intensivbetten seien ausgeschöpft, das Personal befinde sich „an der absoluten Belastungsgrenze“. Auch weiterhin würden planbare Eingriffe verschoben werden.

Insgesamt wurden dem Rosenheimer Gesundheitsamt seit Beginn der Pandemie rund 29 000 Infektionen in Stadt und Landkreis gemeldet, wovon mindestens 28 196 Infizierte als Genesen gelten. 732 Menschen (Stand 29. Dezember: 728) sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. In den vergangenen Tagen wurden dem Gesundheitsamt vier neue Todesopfer gemeldet – zwei davon waren über 80 Jahre alt.

Die Impfquote in der Region.

Stichwort Impfung: Region hinkt weiter hinterher

Beim Thema Corona-Schutzimpfung hinken Stadt und Landkreis Rosenheim im Vergleich zum Bund weiter deutlich hinterher. Während laut Bundesgesundheitsministerium deutschlandweit rund 71,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft und rund 40,1 Prozent zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, beträgt die Quote der vollständig – also zweimal –Geimpften in der Region laut Gesundheitsamt Rosenheim nur 62,7 Prozent. Rund 31,5 Prozent haben einen sogenannten Booster erhalten. Eine Trendumkehr zeichnet sich laut Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, nicht ab: „Die wöchentlichen Zuwächse bewegen sich nur im Zehntelprozentbereich. Das ist für einen nennenswerten Einfluss der Impfquote auf das Infektionsgeschehen viel zu gering.“

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