Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zahl der Neuinfizierten geht zurück

Hat Region Rosenheim den Durchbruch geschafft? Kontaktverfolgung im Kreis Traunstein jetzt digital

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim ist angespannt.
+
Die Corona-Lage in der Region Rosenheim ist angespannt.

Sind das die guten Nachrichten, auf die alle gewartet haben? Die Corona-Fallzahlen in der Region Rosenheim gehen auch in der neuen Woche weiter zurück. Stadt und Landkreis bewegen sich stabil unter der Hotspot-Marke 1000, Tendenz fallend. Wo noch kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht ist: in den Kliniken.

Rosenheim – Stand Dienstag, 7. Dezember, lag die Stadt Rosenheim bei einer 7-Tage-Inzidenz von 706, der Landkreis bei 809 (7. Dezember, 0 Uhr). Die Zahl der Neuinfizierten hat sich gegenüber Mittwoch vergangener Woche nahezu halbiert. Lagen im Landkreis am 1. Dezember noch 473 Neumeldungen vor, waren es am Dienstag nur noch 241. Ähnliches Bild in der kreisfreien Stadt Rosenheim: mit zuletzt 53 Neumeldungen gegenüber 106 am vergangenen Mittwoch, 1. Dezember.

Ob das bereits das Durchbrechen der vierten Welle bedeutet, bleibt weiter abzuwarten. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hatte sich zuletzt zurückhaltend geäußert. Die Lage in der Region sei nach wie vor dramatisch, hieß es von Behördenleiter Dr. Wolfgang Hierl. Eine Entwarnung angesichts der sinkenden Zahlen wollte er noch nicht geben.

Mehr Kitas als Schulen betroffen

Verändert hat sich das Bild an Schulen und Kitas: Seit geraumer Zeit sind in der Region deutlich mehr Kindergärten und Krippen als Schulen von Positiv-Fällen betroffen. Wobei Corona-Infektionen nach wie vor auch an Schulen Thema ist, wie aktuell mit sechs Neumeldungen an der Grundschule Reitmehring (Wasserburg) und drei Fällen an der Grundschule Feldkirchen-Westerham.

Lesen Sie auch: Die Corona-Lage in der Region Rosenheim

Hinzu kommen Einzelfälle und Folgeinfektionen in zahlreichen Kitas in Stadt und Landkreis, darunter der Integrationskindergarten Gänseblümchen Wasserburg und der Kindergarten Arche Noah Rosenheim (je zwei Fälle). Weitere aktuell betroffene Kitas sind: Kindergarten Samerberg, Kindergarten Mariä Himmelfahrt Prutting, Haus für Kinder Villa Kunterbunt Rosenheim und das Haus für Kinder St. Margaretha Frasdorf (Stand 7. Dezember).

Ausbruch in Reha-Klinik

Sorgen bereiten nach wie vor Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Kliniken. Insgesamt 14 Positiv-Fälle ist in diesem Zusammenhang unter anderem die Bilanz eines Ausbruchs in der Ghersburg-Klinik Bad Aibling. Dort gilt nun ein Besuchsverbot. Allein vergangene Woche waren 32 Heime in Stadt und Landkreis von Ausbrüchen betroffen.

Kliniken extrem belastet

Extrem belastet bleiben auch nach Ende des Hotspot-Lockdowns die Kliniken in der Region. In den Romed-Kliniken befinden sich aktuell 124 Covid-Patienten (inklusive 20 Verdachtsfälle) in stationärer Behandlung, davon 20 auf Intensivstation, von denen wiederum acht beatmet werden müssen. 94 Covid-Patienten werden Stand Dienstag, 7. Dezember, in den Romed-Kliniken in Stadt und Landkreis auf Normalstation behandelt. Hinzu kommen 19 Verdachtsfälle auf Normalstation. Mit den aktuell 20 Covid-Intensivpatienten sind etwa zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Romed-Intensivplätze mit Corona-Fällen belegt, was den Klinikverbund weiter an seine Kapazitätsgrenze bringt.

Kreis Traunstein: Kontaktverfolgung digital

Eine weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung macht im Übrigen das Gesundheitsamt Traunstein: Die Behörde wird künftig alle, die mittels PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet wurden, nach Eingang im Gesundheitsamt automatisch auf digitalem Weg kontaktieren. Hierzu erhält die betroffene Person per E-Mail oder SMS einen Link, über den alle Vorgaben zur Isolationspflicht sowie weitere Informationen abrufbar sind. Die Indexperson kann darüber hinaus weitergehende Angaben, wie beispielsweise die engen Kontaktpersonen, über diesen Link erfassen.

Die angegebenen Kontaktpersonen werden dann ebenfalls umgehend per E-Mail oder SMS kontaktiert. Nachdem die Kontaktpersonen den Onlineassistenten ausgefüllt haben, werden sie dann über das Portal über ihre geltende Quarantänepflicht informiert und erhalten das persönliche Quarantäneanschreiben erheblich schneller. Für die digitale Kontaktaufnahme muss sichergestellt sein, dass die E-Mailadresse oder Mobilnummer mit dem Abstrich an das Labor weitergeleitet wird. Es wird darum gebeten, dies bei der Teststelle (z. B. in der Arztpraxis) zu erfragen.

Kommentare