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Wünsche für Planungsfortgang zusammengefasst

Brenner-Nordzulauf: Kreistag verabschiedet gemeinsame Resolution der betroffenen Gemeinden

Der Bahnhof in Ostermünchen vermittelt derzeit kein ansehnliches Bild, soll nach dem Willen der Befürworter der Resolution aber erhalten werden.
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Der Bahnhof in Ostermünchen vermittelt derzeit kein ansehnliches Bild, soll nach dem Willen der Befürworter der Resolution aber erhalten werden.

Der Kreistag hat am Mittwoch (23. Juni) eine Resolution zum Brenner-Nordzulauf mit sechs Gegenstimmen verabschiedet. Darin äußern die betroffenen Gemeinden ihre Wünsche für den Planungsfortgang. Das Papier soll Signalwirkung haben.

Update, 23. Juni - Kreistag nimmt Resolution an

Rosenheim – Es war ein länger andauernder Prozess mit einer Reihe von Gesprächen vor Ort, die die Abgeordnete und der Landrat in jüngster Zeit führten. An dessen Ende steht ein Paket mit Forderungen, die der Politik abgerungen werden sollen. Für die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU) als Initiatorin war entscheidend, eine möglichst große Einigkeit in der Region zu erzielen, damit die Resolution die erhoffte „Signalwirkung“ entfaltet.

Ein Anfang ist gemacht. Dieser Tage stellte sich bereits der Riederinger Gemeinderat hinter das Papier, der Kreistag befasste sich am Mittwochvormittag (23. Juni) mit dem Thema. Die Resolution wurde schließlich mit sechs Gegenstimmen angenommen.

Erstmeldung:

„Wir wollen die Interessen bündeln, ehe der Vorplaner die Arbeit aufnimmt“, sagt die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU). Dies dürfte im September oder Oktober der Fall sein. Was die Abgeordnete positiv stimmt, ist die große Einhelligkeit in den Gemeinden, die sie in den Vorgesprächen erkannt hat. Die Bürgermeister der Kommunen, die an der sogenannten violetten Trasse liegen, hätten ein „sehr konstruktives Verhalten“ gezeigt.

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Wenn die zuständigen Gremien vor Ort das Papier mittragen, möchte es Ludwig Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer überreichen und darauf dringen, dass die Forderungen im weiteren Verlauf des Planungsverfahrens berücksichtig werden. „Da steht noch ein hartes Stück Arbeit an, prophezeit die Parlamentarierin. Dennoch ist sie über das bisher Erreichte sehr froh. „Wir haben bereits jetzt einen Tunnelanteil für dass Projekt, der einzigartig in ganz Deutschland ist.“

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Landrat Otto Lederer erinnert in einer Stellungnahme daran, dass nach wie vor viele Gemeinden und Menschen in der Region von den Planungen „massiv betroffen“ seien und es noch „deutlichen Verbesserungsbedarf“ gebe. Ziel müsse sein, die „bestmögliche und raumverträglichste Lösung“ zu erzielen. „Es ist wichtig, dies frühzeitig zu kommunizieren sowie klar und deutlich zu äußern, was wir wollen.“

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Hoffnung auf Geschlossenheit

Lederer hofft darauf, dass der Landkreis weiterhin mit einer Stimme spricht, egal ob es eine persönliche Betroffenheit gebe oder nicht. „Wenn wir alle an einem Strang ziehen, ist dies ein starkes Signal an die Deutsche Bahn und den Bund, unsere Forderungen ernstzunehmen und uns auf Augenhöhe in die Planungen einzubeziehen“, so der Rosenheimer Landrat.

Das sind die Kernforderungen in der Resolution:

Neubaustrecke:

Die erste Kernforderung, die die Resolution enthält, ist der eindeutige Bedarfsnachweis für zusätzliche Gleise auf einer neuen Trasse. „Ohne Bedarf keine Neubaustrecke!“, heißt es in dem Papier.

Weitere Punkte sind :

  • Inn-Unterquerung nördlich von Rosenheim.
  • Durchgängig unterirdische Schienenführung im Bereich zwischen Riedering und Rohrodrf (Untervariante V 2).
  • Verschiebung der Verknüpfungsstelle Ostermünchen nach Norden mit Erhalt des Bahnhofs Ostermünchen. Verschiebung der Verknüpfungsstelle Niederaudorf nach Westen in den Bereich des Wildbarrens.
  • Weitestgehend unterirdische Streckenplanung nördlich von Rosenheim. Insbesondere unterirdische Querungen von bestehenden Bahntrassen, Bundes- oder Staatsstraßen sowie Gewässern.

Bestandsstrecke :

  • Lärmsanierung nach Neubaustandard.
  • Einführung des Halbstundentaktes im Schienenpersonennahverkehr auf den Strecken München-Salzburg und München-Kufstein sowie Ausbau des Angebots im Schienenpersonenfernverkehr.
  • Zügiger barrierefreier Ausbau aller Bahnhöfe und Haltestellen im Landkreis Rosenheim.

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