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Bronze-Olympiasieger beteiligt sich und begeistert Schüler

Bewusstsein früh schärfen – Was hinter der „Bio-Brotzeitbox-Aktion“ in Feilnbach steckt

Auf dem Foto von links nach rechts: Kirsten Widmann (Rektorin Leo-von-Welden Schule), Bürgermeister Anton Wallner, Markus Porath (Team WUNSCHSTOFF), Bernhard Bock (Abfallwirtschaft Landkreis Rosenheim), Andreas Heidenreich (Team WUNSCHSTOFF), Stefanie Adeili (ÖMR), Christoph Hafer (Bobfahrer), Eva Barta (Team WUNSCHSTOFF), Stephanie Wimmer (ÖMR), Margit Benda (Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling).
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Auf dem Foto von links nach rechts: Kirsten Widmann (Rektorin Leo-von-Welden Schule), Bürgermeister Anton Wallner, Markus Porath (Team WUNSCHSTOFF), Bernhard Bock (Abfallwirtschaft Landkreis Rosenheim), Andreas Heidenreich (Team WUNSCHSTOFF), Stefanie Adeili (ÖMR), Christoph Hafer (Bobfahrer), Eva Barta (Team WUNSCHSTOFF), Stephanie Wimmer (ÖMR), Margit Benda (Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling).

Gesunde, reichhaltige Ernährung und regionale Wertschöpfung sind wichtige Aspekte, die eng miteinander zusammenhängen. Dieses Bewusstsein soll schon von frühauf geschärft werden. Wie das die Managerinnen der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein (ÖMR) mit der Bio-Brotzeitbox-Aktion bewirken wollen.

Bad Feilnbach – Bewusstseinsbildung zum Thema regionale Bio-Lebensmittel stellt eine Säule der staatliche anerkannten ÖMR dar. Sie erstreckt sich über die acht Gemeinden Frasdorf, Aschau, Samerberg, Rohrdorf, Neubeuern, Raubling, Bad Feilnbach und Bad Aibling. Deshalb erhalten alle Erstklässler der Schulen innerhalb der ÖMR zu ihrem ersten Schuljahr eine Brotzeitbox, gefüllt mit einer regionalen Bio-Brotzeit.

Die Bio-Brotzeitbox-Aktion wird zum zweiten Mal in der Öko-Modellregion ausgerichtet. Dieses Jahr sind die Boxen sogar aus 100 Prozent biologisch abbaubarem Material. Sie wurden von einem Projektteam der Staatlichen Berufsschule Wasserburg entwickelt.

500 Boxen für die Aktion

Der sogenannte „Wunschstoff“ (www.wunschstoff.de), aus dem die Boxen bestehen, kann in allen Bereichen, von Hosenknöpfen, über Blumentöpfe, bis hin zu Arbeitsmaterialien eingesetzt werden. Als Vorreiterobjekt wurde die Brotzeit-Box entwickelt. Die Produktion der 500 Boxen für die Aktion wurde von der Abfallwirtschaft und der Wirtschaftsförderstelle des Landkreises Rosenheim sowie von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling mit einer Spende unterstützt.

In Bad Feilnbach fand die Aktion nun kürzlich an der Leo-von-Welden-Schule in einem ganz besonderen Rahmen statt. Neben Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner, der die Kinder herzlich begrüßte, und den Managerinnen der Öko-Modellregion, Stefanie Adeili und Stephanie Wimmer, war auch die Abfallwirtschaft des Landkreises vor Ort, vertreten durch Bernhard Bock.

„Welcher Müll ist der beste Müll?“ fragte er die Kinder zum Einstieg. „Gar kein Müll“, tönte es kurz darauf aus den Reihen der ersten Klasse. So brachte er den Kindern im Frage-Antwort-Spiel den Umgang mit Müll und Recycling näher und stellte ihnen zuletzt die Wunschstoff-Box vor. Sie bestehe aus einem „besseren Kunststoff, der unbedenklich für die Umwelt ist und keine schädlichen Rückstände hinterlässt“, so die kindgerechte Erklärung. Außerdem war das Team von Wunschstoff, Markus Porath, Andreas Heidenreich und Eva Barta, sowie Margit Benda von der Sparkasse Rosenheim Bad-Aibling an der Aktion beteiligt.

Höhepunkt: Christoph Hafer

Ein absoluter Höhepunkt für die Kleinen war der Besuch des Bronze-Olympiasiegers im Bobfahren, Christoph Hafer. Im Zusammenspiel mit Stefanie Adeili, die auf die Bedeutung von ökologisch erzeugten Lebensmitteln einging, erklärte er, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist. „Auch wenn ihr es nicht gern hört, Süßigkeiten sind nicht so gut“, lautete eine Aussage.

„Es ist erstaunlich, wie viel die Kinder in diesem Alter schon über Müllvermeidung, Plastik und dessen Konsequenzen für die Umwelt sowie über gesunde Ernährung wissen“, stellt ÖMR-Managerin Stephanie Wimmer am Ende der Aktion zufrieden fest. Mit dem Projekt sollen die Erstklässler und deren Familien angehalten werden, weniger Abfall zu produzieren, den Verbrauch von Plastiktüten während des Schuljahres zu reduzieren und das Bewusstsein für regionale Bio-Lebensmittel zu stärken.

Denn der Ökolandbau leistet einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz. Bio-Landwirte fördern die Bodenfruchtbarkeit, halten Tiere artgerecht und durch den Genuss von regionalen Lebensmitteln werden Transportwege und somit CO2 eingespart. Außerdem sind bei der Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln viele Zusatzstoffe verboten.

Sie stehen im Einklang mit dem Naturschutz, der Umweltbildung, dem ökologischen Landbau und besonders der Zukunft aller kommenden Generationen. In einem beiliegenden Booklet für Erstklässler und deren Eltern wird besonders auf eine abwechslungsreiche Brotzeit hingewiesen, damit das Schulkind ausreichend Energie für den ganzen Schultag hat und gut lernen kann.

Bio von regionalen Betrieben

Die Erstklässler bekommen bei ihrer Bio-Brotzeit eine Auswahl verschiedener regionaler Bio-Lebensmittel von Betrieben aus der Region geschenkt. Etwa frische Brezen vom Bäcker Bauer aus Neubeuern, Karotten vom Biohof Schlarb aus Kolbermoor sowie Äpfel vom Schuasdahof aus Neubeuern. Von der Andechser Molkerei Scheitz gibt es ein Pixi-Buch. Zudem hat die Firma Herbaria zwei ihrer Kinderteesorten für die Aktion gespendet.

re

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