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„Ich bin für die Bürger gewählt“

Aschaus Bürgermeister Simon Frank lässt sein erstes Amtsjahr Revue passieren

Bürgermeister Simon Frank vor dem Rathaus in Aschau.
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Bürgermeister Simon Frank vor dem Rathaus in Aschau.

Aschau - Der Beginn der Amtszeit von Bürgermeister Simon Frank (Zukunft für Aschau) war alles andere als leicht. Die Kostenschätzung für die geplante Sporthalle hatte sich plötzlich verdoppelt, die Planungen des Gewerbegebiets in Außerkoy lagen auf Eis und die Corona-Pandemie brach aus. In einem Interview mit den OVB-Heimatzeitungen erzählt Frank von seinem Krisenmanagement und den geplanten Projekten.

von Katharina Koppetsch

Wie haben Sie das erste Jahr als Bürgermeister empfunden?

Simon Frank: Ich war in den ersten Monaten sehr eingespannt. Das erste Amtsjahr verging wie im Flug. Es gab viel zu tun und ich bin täglich bis zum späten Abend im Rathaus geblieben. Es war vor allem Krisenmanagement gefragt. Das habe ich zusammen mit meinen beiden Stellvertretern, dem Gemeinderat und den Mitarbeitern gut gemeistert.

Woran sind Sie während Ihrem ersten Jahr als Bürgermeister am meisten gewachsen?

Frank: Wir mussten beim Sporthallenprojekt einen neuen Weg eingeschlagen. Finanziell lief das Projekt aus dem Ruder. Die Kursänderung hat mir ein paar schlaflose Nächte bereitet. Wir haben nun eine neue Entwurfsplanung, hinter der auch der Gemeinderat steht. Wir haben hier sehr verantwortungsbewusst gehandelt.

Der Baubeginn ist voraussichtlich 2022. Meine Motivation ist, dass ich für die Bürgerinnen und Bürger Aschaus einen Treffpunkt baue – nicht nur für den Sport. Wir haben auch Räume für eine Mehrzwecknutzung eingeplant. Hier sollen sich Vereine treffen und soziale Kontakte pflegen können. Das ist eine Investition für die kommenden 50 Jahre.

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Was hat Sie nach dem Amtsantritt am meisten überrascht?

Frank: Der Planungsstand beim Gewerbegebiet Außerkoy. Hier habe ich vonseiten des Landratsamtes erfahren, dass die Planungen eingestellt worden waren. Ich hoffe, dass demnächst die Erschließung stattfinden kann und sich im kommenden Jahr hier zehn mittelständige Unternehmen ansiedeln können. Der Mittelstand ist, neben dem Tourismus, eine tragende Säule der Gemeinde.

Sie haben das Leitbild „Aschau 2035“ entwickelt. Inwieweit hilft das in der Gemeindearbeit?

Frank: Der Gemeinderat hat das Leitbild unter der Leitung von Katharina Gasteiger, der Geschäftsführerin von „Allianz in den Alpen“ entwickelt. Die Maßnahmen haben wir mit Bürgerbeteiligung in „Experten-Workshops“ erarbeitet. Das Leitbild ist als Handlungshilfe für Bürger, Vereine und Entscheidungsträger gedacht.

Wir können immer wieder nachschauen: Passt das zu dem, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben dabei bewusst auf Etappenziele verzichtet, denn die Weiterverfolgung konkreter Maßnahmen ist natürlich immer abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen und der finanziellen Lage der Gemeinde.

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In Ihrem Wahlkampf haben Sie gesagt, dass Sie Wohnraum für junge Familien schaffen wollen. Konnten Sie hier im ersten Jahr bereits einen Erfolg verbuchen?

Frank: Wir erschließen derzeit vier Bauparzellen im Bereich Fellerer. Sie werden nach dem Ansiedlungsmodell in der kommenden Gemeinderatssitzung vergeben. Für die vier Bauparzellen hatten wir 40 Bewerber. Die Gemeinde versucht immer wieder, Möglichkeiten zu schaffen, Grundstücke zu akquirieren. Es sollen in Aschau nicht nur Einfamilienhäuser entstehen, sondern auch Mehrfamilienhäuser. Aber das geht nicht von heute auf morgen.

In wieweit hat Corona Ihr erstes Amtsjahr beeinflusst?

Frank: Es ist eine schlimme Zeit gewesen. Gleich am Anfang meiner Amtszeit kam ein so großes Leid über uns. Das gemeindeeigene Seniorenheim hat es besonders stark erwischt. Es gibt kein Thema, das Corona nicht betrifft. Ein großes Absinken der Gewerbesteuer hatten wir nicht.

Die Umsetzung der Coroanaregeln ist nicht immer leicht. Da bekommen wir am Freitagnachmittag Beschlüsse, die gleich am Montag umgesetzt werden sollen. Gleichzeitig haben wir viele tolle freiwillige Helfer, die beim Einkaufen geholfen haben. Der Helferkreis organisiert den Seniorenbus und derzeit auch die Impffahrten.

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Welche Themenschwerpunkte werden Sie im kommenden Jahr begleiten?

Frank: Wir wollen eine engere Taktung der Buslinie 9502. Sie fährt von Bernau über Sachrang nach Tirol. Wir merken den Ansturm auf die Berge. Der Nahverkehr muss gestärkt werden, denn wenn ich kein Angebot habe, dann weiß ich nicht, ob es angenommen wird.

Außerdem überlegen wir einen „Park and Ride“ Parkplatz im Ortsteil Heindorf zu schaffen. Am Geigelsteinparkplatz wollen wir eine Sport-Service Station mit einer Luftpumpe für Mountainbiker errichten. Die Straßenbeleuchtung der Gemeinde wird auf LED-Technik umgestellt.

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