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Nachgefragt in Altötting, BGL, Mühldorf, Rosenheim und Traunstein

Impfstoffknappheit im Januar? - Das sagen die Behörden in der Region

Eine junge Frau lässt sich im Impfzentrum des Landkreises Mühldorf am Inn mit Astra Zeneca impfen. (Archivbild)
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Eine junge Frau lässt sich im Impfzentrum des Landkreises Mühldorf am Inn mit Astra Zeneca impfen. (Archivbild)

Ist der von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) prognostizierte Impfstoffmangel Anfang des kommenden Jahres in der Region schon absehbar? Wir haben uns in Altötting, dem Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Traunstein umgehört.

Altötting/Berchtesgadener Land/Mühldorf am Inn/Rosenheim/Traunstein - „Bisher ist der von Herrn Bundesgesundheitsminister Lauterbach befürchtete Impfstoffmangel Anfang 2022 noch nicht zu spüren. Ob die von uns angeforderte Menge an Impfstoff im Januar tatsächlich geliefert wird, stellt sich erst zu gegebener Zeit heraus“, berichtet Wolfgang Haserer, Pressesprecher des Landratsamts Mühldorf am Inn. „Für das Impfzentrum steht aktuell genügend Impfstoff von BioNTech und Moderna zur Verfügung. Soweit jeweils vorhanden kann der Impfstoff im Impfzentrum frei gewählt werden“, ergänzt Alexander Fendt, DLRG-Veranstaltungsleiter des Impfzentrums Mühldorf. „Auch die niedergelassenen Ärzte im Landkreis können wir im Dezember mit Impfstoff der beiden Hersteller versorgen, sofern sie diesen bei uns anfordern und jeweils ausreichend Dosen vorhanden sind.“

Auch im Kreis Altötting scheint die Lage aktuell noch entspannt zu sein. „In den nächsten Wochen steht ausreichend Impfstoff für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen zur Verfügung“, berichtet Markus Huber, Sprecher des dortigen Landratsamts. „Aufgrund steigender Nachfrage nach Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen wurden die Terminangebote für Impfungen im Impfzentrum des Landkreises Altötting deutlich erweitert. Das Impfzentrum ist täglich und auch am Wochenende geöffnet. Die täglichen Kapazitäten werden dabei der Nachfrage flexibel angepasst.“ Der Landkreis Altötting biete allen Personen über 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung an, unter-18-Jährige könnten bei bestehenden Vorerkrankungen oder besonderen Kontaktsituation, beispielsweise Arbeit in der Pflege, ebenfalls geboostert werden.

Bundesgesundheitsminister schlägt wegen möglichem Impfstoffmangel Alarm - Wie sieht die Lage in der Region aus?

Für die weitere Booster-Impfkampagne Anfang des kommenden Jahres fehlen nach Angaben des neuen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach ausreichende Mengen an Impfstoff. „Wir haben einen Impfstoffmangel für das erste Quartal“, so der SPD-Politiker. Dies habe in einer vorgenommenen Impfstoff-Inventur viele überrascht. „Mich auch“, sagte Lauterbach. Der Minister arbeitet nach eigenen Worten bereits daran, den Mangel zu beseitigen. „Ich hoffe, dass ich da in den nächsten Tagen eine positive Botschaft übermitteln kann.“ Bemühungen liefen über alle Kanäle, auch direkt zu den Unternehmen, es müsse aber alles EU-konform sein. „Wir müssen hier Geschwindigkeit gewinnen.“

Für diese Aussagen gab es bald Gegenwind. Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, kritisierte Lauterbachs Öffentlichkeitsarbeit. „Die einen bekommen Angst, dass sie nicht mehr geboostert werden können“, sagte Weigeldt der Funke-Mediengruppe. „Die anderen nehmen Abstand von der Impfung, weil sie das Gefühl haben, es bringt nichts, sich darum zu bemühen.“ Das helfe nicht. Der Sozialverband VdK forderte, bei einem absehbaren Mangel an Impfstoffen jetzt schon Risikogruppen bei der Booster-Impfung vorzuziehen.

Landkreise der Region sehen momentan noch keine Anzeichen für Impfstoff-Mangel

Unterdessen scheint die Lage in der Region aktuell unproblematisch zu sein. Dem Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim stehen nach Angaben der Stadt Rosenheim, zuständig für die Einrichtung, etwa 22.000 Dosen des Impfstoffs Moderna und rund 8000 Dosen Biontech zur Verfügung. „Damit ist davon auszugehen, dass die Impfstoffversorgung bis einschließlich Weihnachten bereits jetzt gesichert ist“, erklärt Stadt-Sprecher Christian Schwalm auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen. Zudem betont die Stadt auf Anfrage, dass trotz der gestiegenen Nachfrage nach Anmeldung zeitnah Impftermine verfügbar seien, wobei die Terminvergabe weiter zentral über die Software „BayImco“ erfolgt. Der Stadt-Sprecher ergänzt in diesem Zusammenhang: „Soweit zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung stehen, werden auch zusätzliche Zeitfenster für Impftermine geöffnet.“

„Für die Bevölkerung im Berchtesgadener Land steht derzeit ausreichend Impfstoff zur Verfügung“, berichtet von dort auch Alexandra Rothenbuchner vom Landratsamt in Bad Reichenhall. „Das Impfzentrum Ainring erhielt dieser Woche 4.908 Impfstoffdosen Biontech/Pfizer sowie 3.000 Impfstoffdosen des Vakzins von Moderna. Mit den zugelieferten Mengen und den kommenden Lieferungen wird die Bevölkerung im Landkreis Berchtesgadener Land weiterhin gut mit Impfstoff versorgt.“ Auch im Kreis Traunstein ist genug Impfstoff vorhanden, wie Landratsamts-Sprecher Michael Reithmeier berichtet. „Aktuell werden in den Impfzentren des Landkreises Traunstein täglich rund 1000 Impfungen durchgeführt. Damit ist auch in den kommenden Wochen zu rechnen“, so Reithmeier. „Im Vergleich zur oben genannten Anzahl täglicher Impfungen erkennen wir noch keinen zusätzlichen Anstieg der Impfbereitschaft.“

hs

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