Nach Fällen in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein

Ausgesetzte Meerschweinchen gefunden: Das sagen Polizei und Tierheim

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Foto der im Jahr 2015 ausgesetzten Meerschweinchen
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Landkreis Rosenheim - Seit 2015 wurden im Landkreis Rosenheim immer wieder Kartons mit ausgesetzten Meerschweinchen und Kaninchen gefunden. Auch aus Traunstein ist ein Fall bekannt. Wie gehen Tierheim und Polizei in solchen Fällen vor und wie geht es jetzt weiter?

Bereits seit vier Jahren wird im Landkreis Rosenheim fast immer an der gleichen Stelle ein Karton abgestellt, in dem sich Kleintiere - meistens Meerschweinchen - befinden. Die ausgesetzten Vierbeiner landen dann im Tierheim. Der zuletzt bekannt gewordene Fall stammt aus dem Februar 2019. Darüber informierte die Polizeiinspektion Rosenheim in einer Pressemitteilung. rosenheim24.de hat beim Tierheim und auch bei der Polizei nachgefragt, wie es in diesem Fall weitergeht.

Das sagt das Tierheim

Nach aktuellem Erkenntnisstand konnte der bislang unbekannte Täter noch nicht ermittelt werden. Wie ein Mitarbeiter des Tierheims Rosenheim gegenüber der Redaktion mitteilte, gehe er davon aus, dass es sich - zumindest bei den Fällen in Rosenheim - bei dem Täter immer um ein und denselben Züchter handeln muss

Was passiert mit ausgesetzten Tieren?

Der Mitarbeiter erinnert sich noch gut an die Fälle mit ausgesetzten Meerschweinchen, die bis 2015 zurückgehen. Gegenüber rosenheim24.de schildert er, wie es mit ausgesetzten Tieren dann im Tierheim weitergegangen ist.

Im Fall der Meerschweinchen lief das so ab: Zunächst kamen die Tiere auf die Quarantänestation. Dort wurden die Männchen von den Weibchen getrennt und auch die trächtigen Tiere wurden von der Gruppe separiert. Wie lange die einzelnen Tiere in Quarantäne bleiben, hängt immer von deren Gesundheitszustand ab, sagt der Mitarbeiter. Der Gesundheitszustand werde beim Tierarzt abgeklärt. Gesunde Tiere können dann vermittelt werden.

Was können Finder tun?

Wie der Mitarbeiter des Tierheims erklärt, sollten Personen, die ein ausgesetztes Tier finden, zunächst die Polizei und auch den Tierschutzverein Rosenheim informieren. Wie der Tierheimmitarbeiter aber auch betont, sei es bei Fundtieren zunächst schwierig zu sagen, ob es sich tatsächlich um ein ausgesetztes Tier handle. 

Bei den Meerschweinchen, die in einem Karton an Bushaltestellen abgestellt wurden, sei dies offensichtlich gewesen, aber bei Hunden oder Katzen könne nicht sofort von ausgesetzten Tieren ausgegangen werden. 

Das sagt die Polizei Rosenheim 

Wie Polizeihauptkommissar Robert Maurer von der Polizeiinspektion Rosenheim gegenüber der Redaktion angibt, sei es schwierig, in den Fällen zu ermitteln. Er sehe keinen roten Faden, sagt Maurer. Grund dafür sei, dass die Tiere nur einmal pro Jahr und auch zu unterschiedlichen Tages- und Uhrzeiten ausgesetzt worden sind. 

Der einzige Nenner und schon auffällig sei, dass die Meerschweinchen immer auf der Staatsstraße von Bad Endorf in Richtung Rosenheim zwischen Schwabering und dem Ortseingang Prutting aufgefunden wurden. Daher müsse es laut dem Polizeihauptkommissar eine Person sein, die diese Strecke oft passiere und dann in einem unbeobachteten Moment die Tiere aussetze.

Zeugen, die so einen Vorfall beobachten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031/2002200 bei der Polizeiinspektion Rosenheim zu melden.

ics

Quelle: rosenheim24.de

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