Umfangreiche Kontrollen - Bilanz ernüchternd

Landkreis - Letzte Woche führte die Verkehrspolizei auf der A8 und A93 umfangreiche Kontrollen durch. Die Sünder mussten dabei nicht nur fast 20.000 Euro an Bußgeldern entrichten.

In der letzten Oktoberwoche führte die Verkehrspolizei Rosenheim und Holzkirchen zusammen mit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus dem Standort München tägliche und gezielte Kontrollen auf den Autobahnen A8 und A93 sowie in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach durch. Durch die Aktion wurde auch das bayerische Verkehrssicherheitsprogramm 2020 „Bayern mobil - sicher ans Ziel“ umgesetzt. Hier soll unter anderem die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht und Verkehrsunfälle mit getöteten und verletzten Personen durch Bekämpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, Sicherheitsabstand und Fahruntüchtigkeit durch Alkohol, Drogen und Übermüdung reduziert werden.

Die jungen Beamten der Münchner Bereitschaftspolizei mussten gemeinsam mit ihren Kollegen aus Rosenheim und Holzkirchen eine Vielzahl von Rasern, Dränglern, verkehrsuntüchtigen Personen am Steuer und mangelhaften Fahrzeugen „aus dem Verkehr ziehen“.

Bilanz liest sich erschreckend

Die Bilanz der umfangreichen Kontrollen fällt erschreckend aus: 1.168 beanstandete Verkehrsteilnehmer innerhalb von nur fünf Tagen. Von ausländischen Fahrzeugführern wurden zur Sicherung des Straf- bzw. Bußgeldverfahrens insgesamt 146 Sicherheitsleistungen mit einem Gesamtbetrag von über 20.000 Euro noch an Ort und Stelle einbehalten.

Viele Tempo- und Abstandssünder bezahlen ihr unvernünftiges Fahrverhalten zudem mit Punkten in Flensburg und Fahrverboten. Für eine 46-jährige Pkw-Lenkerin aus München war die Fahrt kurz hinter dem Irschenberg zu Ende. Sie war mit einem unterschlagenen Mercedes auf der A8 in Richtung Süden unterwegs. Bei der Kontrolle stellte sich außerdem heraus, dass für den Wagen kein Versicherungsschutz mehr bestand.

Ein in Berlin lebender Spanier und eine Krankenschwester aus dem Raum Erfurt führten jeweils verbotene Substanzen mit, die dem Betäubungsmittelrecht unterliegen. Die beiden Verkehrsteilnehmer mussten ebenfalls ihre Reise abbrechen.

Mit 160 Sachen durch die Baustelle

Trauriger Spitzenreiter bei den Geschwindigkeitskontrollen war ein 25-jähriger Slowene, der im Baustellenbereich der A8 bei Frasdorf gemessen wurde. Auf Höhe einer gefährlichen Einfahrt war er mit seinem Audi bei erlaubten 80 km/h mit über 160 km/h unterwegs. Noch vor Ort musste er über 600 Euro hinterlegen. Außerdem erwartet ihn ein mehrmonatiges Fahrverbot.

Auch viele Fernfahrer im Schwerlast- und Gefahrgutverkehr bekamen von der Polizei schlechte Noten ausgestellt: Allein hier waren 178 Anzeigen und 47 Sicherheitsleistungen zu verzeichnen. An mehreren Tagen wurden speziell Kleintransporter, sogenannte Sprinter, genauer unter die Lupe genommen. Die meisten Beanstandungen bezogen sich hierbei auf eine zu schnelle und riskante Fahrweise, erhebliche Überladungen, unzureichende Ladungssicherungen und technische Mängel an den Fahrzeugen. Insgesamt wurde bei 51 Fahrzeugen die Weiterfahrt unterbunden.

Die Polizei dankt der Bevölkerung für das Verständnis und die überwiegend positive Resonanz bei den Kontrollen und appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich defensiv, vorausschauend und rücksichtsvoll auf unseren Straßen zu verhalten.

Pressemeldung Verkehrspolizei Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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