Rosenheimer Tierschutzverein klagt an

Gewissenlos! Meerschweinchen in Schachteln ausgesetzt

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Rosenheim - Seit etwa einem Jahr stellt ein verantwortungsloser Meerschweinchen- und Kaninchenhalter den Tierschutzverein Rosenheim vor eine immense Aufgabe.

Immer wieder stellt dieser "Züchter" überzählige Meerschweinchen und Kaninchen einfach in Pappkartons an Bushaltestellen im östlichen Landkreis Rosenheim ab. Dies bedeutet nicht nur für den Tierschutzverein eine gewaltige organisatorische, pflegerische und finanzielle Mehrbelastung, auch die betroffenen Gemeinden, die für die Fundtierkosten der ersten vier Wochen aufkommen müssen, werden durch dieses Verhalten massiv geschädigt.

Bisher wurden 6 derartige Schachteln gefunden, zwei davon an der Bushaltestelle Sonnen bei Prutting, eine Schachtel in Stephanskirchen, eine in Prutting, eine in Söchtenau und eine im Landkreis Traunstein. In einer einzigen Schachtel befanden sich sage und schreibe 17 Meerschweinchen, insgesamt waren es im Landkreis Rosenheim bisher 48 Meerschweinchen und 5 Kaninchen. Die Mitarbeiter des Tierheims gehen davon aus, dass es sich um Tiere handelt, die auf Kleintiermärkten angeboten wurden und nicht verkauft werden konnten, worauf die überzähligen Tiere kurzerhand entsorgt werden. Leider befinden sich darunter auch immer wieder sehr junge Tiere, die jüngsten so klein, dass sie eigentlich noch dringend auf die Mutter angewiesen sind und mit der Flasche aufgezogen werden müssen.

Aus dem Tierheim-Tagebuch(02.11.2015)So ganz allmählich wissen wir wirklich nicht mehr weiter. Nachdem der...

Posted by Tierschutzverein Rosenheim e.V. on Montag, 2. November 2015

Erschwerend kommt natürlich auch noch dazu, dass so einige der geschlechtsreifen Tiere bereits wieder schwanger sind und innerhalb kurzer Zeit die Anzahl der zu versorgenden Tiere weiter steigt. Auch wenn das Rosenheimer Tierheim bei der Aufnahme der Tiere immer wieder von Kollegen aus anderen Tierschutzorganisationen unterstützt wird, sind die Aufnahmekapazitäten mittlerweile völlig erschöpft. Jedoch machen nicht nur die mangelnden Aufnahmemöglichkeiten den Tierschützern Sorgen, mit Bangen sehen sie auf die kommende kalte Jahreszeit, in der ausgesetzte Tiere in Pappkartons sicher nur sehr kurze Zeit überleben werden. Sie bitten daher alle, die im östlichen Landkreis an Bushaltestellen vorbeikommen oder sie nutzen, die Augen aufzuhalten und bei herumstehenden Schachteln nachzusehen, ob sich womöglich lebende Tiere darin befinden!

Pressemitteilung Tierschutzverein Rosenheim e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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