Kriminalstatistik: Die Zahl der Straftaten steigt!

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Landkreis - Immer mehr alkoholisierte Jugendliche, ein Boom bei der Cyberkriminalität, viele Diebstähle und insgesamt 56.076 Straftaten! Die Kriminalstatistik 2012:

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Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine Zusammenstellung aller bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte (Verstöße gegen das Strafgesetzbuch und strafrechtliche Nebengesetze ohne Verkehrs- und Staatsschutzdelikte). Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd umfasst die neun Landkreise Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen sowie die kreisfreie Stadt Rosenheim.

Die wichtigsten Entwicklungen im Jahr 2012:

  • Gesamtzahl der Straftaten ist leicht gestiegen
  • Spürbare Steigerung der Aufklärungsquote
  • Häufigkeitszahl deutlich unter dem Durchschnittswert Bayerns
  • Sexualstraftaten stark rückläufig, Gewaltkriminalität und Rauschgiftdelikte dagegen ansteigend
  • Diebstahlsdelikte leicht gesunken, machen aber weiterhin mehr als ein Viertel der Straftaten aus

Gesamtentwicklung

Im Jahr 2012 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 56.076 Straftaten statistisch erfasst. Im Vergleich zu 2011 bedeutet dies eine Steigerung um 676 Delikte oder 1,2 %.

Vergleicht man die Entwicklung der letzten sieben Jahre, so ist – trotz der leichten Steigerung im letzten Jahr – insgesamt eine rückläufige Tendenz der Gesamtstraftaten seit 2005 zu erkennen. Trotz des Anstiegs gegenüber dem Vorjahr liegen die Zahlen damit weiter auf niedrigem Niveau.

Polizeiliches Fazit

Der Rückblick auf das Jahr 2012 fällt insgesamt erfreulich aus. Entsprechend dem bayernweiten Trend musste zwar ein leichter Anstieg der Gesamtzahlen verzeichnet werden, insgesamt befinden wir uns aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Bei uns in der Region können sich die Bürgerinnen und Bürger nicht nur sicher fühlen, sondern auch sicher leben. Dies ist auch dem vertrauensvollen Umgang der Bevölkerung mit „ihrer Polizei“ geschuldet.

Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote lag mit 66,8 % spürbar über dem Vorjahr (65,0 %) und um 3,6 % über dem Landesschnitt Bayerns (63,2 %). Von den insgesamt 56.076 Straftaten wurden 37.483 Fälle aufgeklärt.

Kriminalitätsbelastung

Die Häufigkeitszahl bezeichnet die Anzahl der polizeilich erfassten Straftaten auf jeweils 100.000 Einwohner.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd lag die Häufigkeitszahl 2012 bei 4.518 Straftaten pro 100.000 Einwohner, was einen Anstieg zum Vorjahr um 0,8 % bedeutet. Die Belastung liegt aber dennoch etwa 10 % unter dem Landesdurchschnitt Bayerns von 4.977 Straftaten. Berücksichtigt man dabei, dass nur die amtlich gemeldeten Einwohner zur Berechnung herangezogen werden können, also nicht z.B. Touristen, Durchreisende, Personen mit ausländischem Wohnsitz oder Ausländer, welche sich illegal aufhalten, dann bedeutet das erst recht ein gutes Ergebnis.

Tatverdächtigenstruktur

2012 wurden 28.396 Tatverdächtige ermittelt (2011: 28.703), von denen 17.347 und damit 61,1 % mit Wohnsitz im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gemeldet waren.

Darunter befanden sich 9.541 nichtdeutsche Personen. Dies entspricht einem Anteil von 33,6 % (Vorjahr 33,1 %). Diese leichte Steigerung ist mit dem Anstieg der Aufgriffe im Zusammenhang mit illegaler Migration begründet.

Zieht man die spezifischen Verstöße gegen das Aufenthalts- oder Asylverfahrensgesetz ab, die nur durch Nichtdeutsche begangen werden können, so stieg der Ausländeranteil an allen Tatverdächtigen im Vergleich zum Vorjahr von 19,6 % auf 25,3 %.

Im Hinblick auf die Geschlechterverteilung zeigt sich, dass Straftaten weiterhin vorwiegend von Männern begangen werden. So beträgt deren Anteil an den Tatverdächtigen 77,8 %. Dies zieht sich durch sämtliche Deliktsbereiche. Lediglich bei den Diebstählen und den Vermögens- und Fälschungsdelikten ist ein geringfügig höherer Anteil von weiblichen Tatverdächtigen festzustellen.

Von allen ermittelten Tatverdächtigen waren 6.381 und damit 22,5 % jünger als 21 Jahre. Knapp jeder vierte Tatverdächtige war ein Kind, Jugendlicher oder Heranwachsender. Nach wie vor ist eine deutliche Überrepräsentation dieser Altersgruppe bei den Tatverdächtigen im Vergleich zu ihrem Anteil an der Wohnbevölkerung zu erkennen, auch wenn die Tendenz hier seit 5 Jahren rückläufig ist. Insbesondere Jugendliche und Heranwachsende waren besonders häufig an Diebstahls-, Sachbeschädigungs- und Körperverletzungsdelikten beteiligt.

Geschädigte/ Opfer

Bei allen Straftaten im Jahr 2012 wurden insgesamt 44.186 Personen als Geschädigte erfasst und damit um 2,1 % mehr als im Jahr zuvor.

Die speziellen Opferzahlen in der Polizeilichen Kriminalstatistik müssen vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass statistische Daten hier nur bei Gewalt- und Sexualdelikten, Nötigung und Bedrohung sowie Freiheitsberaubung und Widerstandshandlungen erhoben werden.

Hierbei wurden insgesamt 10.609 Opfer registriert, was einen Anstieg um 5,6 % darstellt. Sie waren überwiegend (63,4 %) männlichen Geschlechts.

Dem Opferschutz wird beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd ein hoher Stellenwert beigemessen. Bereits bei der Sachbearbeitung durch die zuständige Dienststelle wird das Opfer auf seine Rechte und Möglichkeiten hingewiesen.

Kriminalitätsstruktur Oberbayern Süd gesamt

Die Diebstahlsdelikte haben weiterhin den höchsten Anteil an der Gesamtkriminalität. Eine gravierende Verschiebung der Kriminalitätsstruktur ist nicht festzustellen.

Ausgewählte Delikts- und Phänomenbereiche:

Bei der Gewaltkriminalität setzte sich die rückläufige Tendenz aus dem Vorjahr nicht fort. Die Delikte stiegen um 81 (+ 6,0 %) gegenüber dem Vorjahr auf 1.437 an. Die Aufklärungsquote ging dabei zwar leicht um 1,9 % zurück, konnte aber auf hohem Niveau von 83,4 % gehalten werden (Vorjahr 85,3 %). Auffällig in diesem Deliktsbereich ist der hohe Anteil von alkoholisierten Tatverdächtigen (42,3 %).

Straßenkriminalität

Die Delikte der Straßenkriminalitä sind im Jahr 2012 um 103 Fälle auf 10.322 Straftaten leicht angestiegen (+ 1,0 %). Die Aufklärungsquote bei der Straßenkriminalität liegt bei 20,1 % (Vorjahr: 17,6 %) und sie steigt mit der Qualität der Delikte. Während z.B. bei Fahrraddiebstählen aufgrund kaum vorhandener Ermittlungsansätze lediglich 9,5 % (Vorjahr 8,5 %) der Fälle aufgeklärt werden konnten, liegt die Aufklärungsquote von Raubdelikten bei 72,0 % (Vorjahr 75,0 %).

Die Anteile der einzelnen Delikte innerhalb der Straßenkriminalität haben sich im Vergleich zu 2011 auch nur geringfügig verschoben. Auswirkungen auf die Gesamtzahlen hatte eine Änderung bei den Erfassungsmodalitäten der Bundespolizei.

Sexualdelikte

Die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ging im Berichtszeitraum 2012 um 124 Fälle auf 530 Delikte (- 19,0 %) zurück und liegt damit, nach der Zunahme im letzten Jahr, wieder im rückläufigen Trend der letzten Jahre. Die Aufklärungsquote konnte von 84,1 % auf 87,4 % gesteigert werden.

Diebstahlskriminalität

Die Zahl der Diebstahlsdelikte sank von 16.038 auf 15.633 Fälle im Jahr 2012. Dies entspricht einem spürbaren Rückgang um 405 Fälle oder um 2,5 %. Die Fallzahlen erreichen damit ein noch niedrigeres Niveau als in den Vorjahren. Die Aufklärungsquote bei den Diebstählen stieg leicht auf 34,7 % (Vorjahr 34,5 %).

Sowohl die Fälle des einfachen Diebstahls (Anteil: 19,3 %), als auch die Fälle des schweren Diebstahls (Anteil: 8,6 %; hier bricht der Täter z.B. in ein Objekt/Gebäude ein oder überwindet eine Sicherungseinrichtung) gingen im Vergleichszeitraum zurück.

Bei den Pkw-Diebstählen konnten die im Vorjahr deutlich gesunkenen Fallzahlen erneut gesenkt werden. So wurden 179 Fälle registriert, wovon 124 Delikte aufgeklärt werden konnten. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 69,3 %, die damit nach der leichten Steigerung im Vorjahr um weitere 0,3 % erhöht werden konnte.

Die Einbruchsdiebstähle in Wohnungen stiegen um 85 Fälle auf 373 und damit um 29,5 % an. Die Aufklärungsquote stieg ebenfalls um 6,4 Prozentpunkte auf 27,6 %.

Vermögens- und Fälschungsdelikte

Die Vermögens- und Fälschungsdelikte3 nahmen in 2012 von 9.634 auf 10.057 Fälle zu. Dies entspricht einer Steigerung um 423 Fälle bzw. um 4,4 %. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich liegt bei 83,4 % (Vorjahr 79,4 %).

Internetkriminalität

Die Fallzahlen rund um die Kriminalität im Netz gingen abermals deutlich in die Höhe. Hierzu zählen beispielsweise sämtliche Angriffe auf heimische PC/Netzwerke und der nachfolgende Missbrauch von Passwörtern, Kontodaten oder sonstigen vertraulichen Informationen ebenso wie auch die einfache Beleidigung innerhalb sozialer Netzwerke, wie z.B. „facebook“, oder der Betrug bei Onlinegeschäften oder Auktionsplattformen. So wurden 2012 1.520 Fälle registriert, was einem Anstieg von 24,1 % oder 295 Fällen entspricht. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich konnte von 59,4 % auf 83,4 % ganz erheblich gesteigert werden (+ 24,0 %).

Weil aber bei diesem Deliktsbereich Auslandsstraftaten oder Straftaten mit ungeklärtem Tatort bislang nicht wiedergegeben werden, spiegeln diese Zahlen noch längst nicht den tatsächlichen Sachstand wider. Denn gerade bei der sogenannten "Cyber"-Kriminalität sitzen die Täter sehr häufig im Ausland oder agieren von einem unbekannten Tatort aus.

Sowohl im repressiven Bereich, als auch in der Prävention wird diesen Umständen Rechnung getragen. So wurde neben der Einstellung neuer, fachkompetenter Beschäftigter im Bereich der Kriminalpolizei auch die Schulung und Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen auf diese speziellen Anforderungen hin weiter angepasst („Cyber-Cops“).

Rauschgiftkriminalität

Wurden 2011 beim Phänomenbereich Rauschgiftkriminalität4 noch 2.874 Delikte festgestellt, so stieg diese Zahl im vergangenen Jahr um 10,6 % auf 3.178 Fälle an. Die Aufklärungsquote bei der Rauschgiftkriminalität lag dabei bei 97,3 % (Vorjahr 97,1 %).

Die positive Entwicklung bei den Drogentoten setzte sich 2012 nicht fort. War im Vorjahr noch ein markanter Rückgang von 30 auf 11 Tote zu verzeichnen, so wurden im Jahr 2012 insgesamt 29 Drogentote registriert. Bemerkenswert ist, dass von diesen Opfern mehr als die Hälfte auf den Missbrauch von Schmerzmitteln (Fentanyl-Pflaster) zurückzuführen sind.

Sowohl im Bund als auch in Bayern (2012: 213 Tote / 2011: 177 Tote) ist für das Jahr 2012 ein Anstieg der Zahlen bei den Rauschgifttoten festzustellen.

Alkohol

Im Jahr 2012 begingen 4.159 Tatverdächtige die Straftaten unter Alkoholeinfluss (Vorjahr 3.948). Ihr Anteil an allen Tatverdächtigen stieg damit von 13,9 % im Vorjahr auf 14,6 %.

Auffällig hierbei ist jedoch nach wie vor der hohe Anteil der Jugendlichen und Heranwachsenden, die alkoholisiert Straftaten begehen. Bei den Erwachsenen standen 12,7 % bei der Tatausführung unter Alkoholeinfluss (+ 0,3 %), bei den Heranwachsenden traf dies bei 29,9 % der Tatverdächtigen zu (+ 3,6 %). 18,8 % der Jugendlichen und 1,0 % der Kinder waren bei Tatausführung nicht nüchtern (+ 0,5 % bzw. +/- 0 %).

Bei den Gewaltdelikten ist der Anteil alkoholisierter Täter allgemein sehr hoch. Hier begingen mit 42,3 % (Vorjahr: 40,4 %) der Tatverdächtigen 1,9 % mehr als im Jahr 2011 ihre Tat(en) unter dem Einfluss von Alkohol.

Ein Schwerpunkt des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd war auch im Jahr 2012 die Bekämpfung des Alkoholmissbrauches bei Minderjährigen.

Bei polizeilichen Kontrollen wurden insgesamt 1.139 unter 18-Jährige festgestellt, die mehr oder weniger stark alkoholisiert waren (2011: 1.178). Im Rahmen dieser Kontrollen wurden die Minderjährigen den Umständen nach in Gewahrsam genommen bzw. den Eltern übergeben. Das zuständige Jugendamt wurde je nach Einzelfall im Nachgang über den Vorfall informiert.

Beim Alkoholkonsum in diesen Altersgruppen sind männliche Personen mit 72,0 % überrepräsentiert.

Polizeilicher Staatsschutz „rechts“

In die hier nachfolgend dargestellte Staatsschutzlage „rechts“ fließen Staatsschutzdelikte5, aber auch Delikte der allgemeinen Kriminalität, wie z. B. Körperverletzung, Beleidigung, Hausfriedensbruch, Nötigung oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein, sofern ein politisch motivierter Tathintergrund vorliegt. Zusammen mit den Staatsschutzdelikten bilden sie den Phänomenbereich der Politisch motivierten Kriminalität (PMK).

Bei der Mehrzahl der 108 Fälle (2011: 140) von rechtsgerichteter Kriminalität handelt es sich um Propagandadelikte, wie politisch motivierte Schmierereien, das öffentliche Zeigen/Verwenden von Nazisymbolen oder das Abspielen indizierter Tonträger. Die Aufklärungsquote bei der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) rechts lag dabei bei 41,6 %. Nachdem die Fallzahlen ab dem Jahr 2007 (176 Fälle) zunächst zurückgingen (2008: 157; 2009: 115), musste ab 2010 wieder eine Steigerung festgestellt werden.

Die Bekämpfung des Rechtsextremismus - das Ausschöpfen aller repressiven und präventiven Möglichkeiten - war eines der erklärten Jahresziele 2012 des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Bedeutende Fallbeispiele 2012

Umfangreicher Internet-Betrug aufgeklärt

Die Ermittlungsgruppe „Packstation“ der Kriminalpolizei Rosenheim hat im März das bisher umfangreichste Verfahren im Bereich „Cybercrime“ erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden einem Tätertrio in über 200 Fällen das Ausspähen von Kreditkarten und anderen Zahlungsdaten sowie der betrügerische Handel mit unrechtmäßig erlangten Waren zur Last gelegt. Gegen den 29-jährigen Hauptverdächtigen wurde die Untersuchungshaft angeordnet. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten hochwertige Computeranlagen und Zusatzgeräte mit einem Zeitwert von über 20.000 Euro.

Schusswaffengebrauch durch Polizei in Altötting

Am Nachmittag des 13. März hatte ein 32-jähriger Altöttinger seinen Suizid gegenüber einem Bekannten angekündigt. Während der Kontaktaufnahme durch die Verhandlungsgruppe griff der Mann mit zwei Messern bewaffnet im Hausgang einen der Beamten an. Der Sicherungsbeamte musste zwei Schüsse abgeben, um den lebensgefährdenden Messerangriff auf seinen unbewaffneten Kollegen abzuwehren. Der Angreifer überlebte die Schussverletzungen.

Schlag gegen die regionale Rauschgiftszene in Rosenheim

Den Rauschgiftfahndern der Rosenheimer Kriminalpolizei gelang am 14. Juni mit einer groß angelegten Durchsuchungsaktion ein erfolgreicher Schlag gegen den regionalen Drogenhandel. Erhebliche Mengen an Betäubungsmitteln, darunter 700 Gramm Kokain und 100 Gramm Amfetamin sowie 35.000 Euro Bargeld und weitere Vermögenswerte, wie zwei hochwertige Fahrzeuge, konnten sichergestellt werden. Gegen elf Tatverdächtige ergingen Haftbefehle.

Brutaler Raubüberfall auf Juwelier in Bad Endorf

Zwei unbekannte Täter haben am Abend des 18. Juni den Inhaber eines Schmuckgeschäftes brutal niedergeschlagen, gefesselt und sind anschließend mit Schmuck und Bargeld geflüchtet. Der Juwelier musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zur Klärung des Verbrechens wurde von der Kriminalpolizei Rosenheim die Ermittlungsgruppe „Juwelier“ eingerichtet, der Fall konnte bislang noch nicht gelöst werden.

Frauenleiche in Vachendorf aufgefunden

Am 9. Juli wurde in einem Waldstück vor Wimpasing im Landkreis Traunstein die Leiche einer 35-jährigen Rumänin aufgefunden. Der Tatverdacht richtete sich bald gegen den 47-jährigen Lebensgefährten der Frau, einen österreichischen Staatsangehörigen mit türkischer Herkunft. Dieser war nach der Tat offenbar in die Schweiz gefahren, um sich von dort über Italien in die Türkei abzusetzen. Er konnte drei Tage nach der Tat im Stadtzentrum von Rom festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Traunstein hatte zur Klärung des Verbrechens die Ermittlungsgruppe „Rahela“ eingerichtet.

68-Jähriger erschießt erst Ehefrau und dann sich selbst

Die Polizeiinspektion Spezialeinheiten Südbayern (SEK) wurde am 1. August zu einem groß angelegten Polizeieinsatz in Bad Feilnbach gerufen. Im Außenbereich eines Einfamilienhauses konnten zwei Personen im Alter von 66 und 68 Jahren tot aufgefunden werden. Die Ehefrau war von ihrem Mann erschossen worden, der sich dann selbst gerichtet hat. Der Ehemann hatte die Tat zuvor über den Polizeinotruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums mitgeteilt.

Einbrüche in Pfarrhäuser und Raubüberfälle auf Pfarrer aufgeklärt

Die Ermittlungsgruppe „Pfarrheime“ bei der Kriminalpolizei Mühldorf konnte ihre Arbeit erfolgreich abschließen und damit eine überregionale Einbruchsserie im Grenzgebiet zwischen Ober- und Niederbayern aufklären. Mindestens 40 Einbrüche in Pfarrheime, der Überfall auf den Pfarrer in Tuntenhausen vom 17. Juni und der Überfall auf den Pfarrer von Böbing am 20. Juli gingen auf das Konto von zwei Männern aus Eggenfelden, die bereits am 27. Juli durch die Polizeiinspektion Spezialeinheiten Südbayern (SEK) in ihren Wohnungen festgenommen werden konnten.

Geschäftsfrau wird Opfer eines Gewaltverbrechens

Die Inhaberin eines Bekleidungsgeschäftes in Rottach-Egern am Tegernsee wurde am 6. November durch eine Angestellte leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Obduktion beim Institut für Rechtsmedizin bestätigte am Tag darauf den gewaltsamen Tod der 65-jährigen Geschäftsfrau. Zur Klärung des Verbrechens wurde bei der Kriminalpolizei Miesbach die Ermittlungsgruppe „Seeblick“ eingerichtet, die nach sehr aufwändigen Ermittlungen die mutmaßliche Täterin festnehmen konnte.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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