Aktuelle Wettermeldung

Bricht der Frühling 2014 nun endgültig durch?

Landkreis - Der Wettertrend sieht mit einem lachenden Auge in die Zukunft: Der Frühling steht vor dem Durchbruch und soll ganz Deutschland angenehme Temperaturen bescheren:

Wie am Freitag angekündigt gab es am Wochenende fast überall tolles Frühlingswetter im Land. Die Sonne schien teilweise bis zu 10 Stunden vom blauen Himmel herab. „Der Winter scheint nun endgültig vom Tisch zu sein. Derzeit ist nicht einmal mehr der sogenannte Märzwinter in Sicht. Die ersten Trends bis Mitte März sehen mildes und weitgehend sogar sehr trockenes Wetter. Zur Monatsmitte rückt sogar schon die 20-Grad-Marke in greifbare Nähe“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Richtung Monatsmitte ist es sogar richtig trocken. Das langjährige Niederschlagssoll wird in diesem Zeitraum wahrscheinlich deutlich unterschritten werden. Auch die kommenden 7 Tage bringen kaum Niederschlag. Der Osten und Norden könnten bis Fastnachtsdienstag gänzlich ohne Niederschlag auskommen. 

Der Trend für die kommenden Tage im Detail: 

Dienstag: 9 bis 16 Grad, im Westen sind erste Wolken unterwegs, nach Osten weiter sonnig 

Mittwoch: bei 6 bis 15 Grad ist der Himmel wechselnd bis stark bewölkt, es ist aber meist noch trocken 

Donnerstag: anfangs freundlich, zum Nachmittag hin aus Westen teils kräftiger Regen, im Osten am längsten schön, 8 bis 11 Grad 

Freitag: Sonne und Wolken im Wechsel und kaum Niederschlag, 6 bis 11 Grad Samstag: mal scheint die Sonne, mal ziehen Wolken vorüber, es bleibt bei 7 bis 14 Grad meist trocken 

Sonntag: zeitweise sind viele Wolken unterwegs, die im Westen auch mal etwas Regen bringen können, sonst ist es trocken, 6 bis 11 Grad 

Rosenmontag: meist ist es den ganzen Tag trocken, auch im Westen stellt sich gutes Wetter für die Rosenmontagsumzüge ein, 6 bis 11 Grad 

Dienstag: meist freundlich mit viel Sonne bei 6 bis 11 Grad 

Trend: Der Frühling kommt in Fahrt:

Auch Richtung Monatsmitte ist kein Wintereinbruch in Sicht. Ganz im Gegenteil: Von der Iberischen Halbinsel scheint sich warme Luft nach Mitteleuropa in Gang zu setzen. Damit würde es auch bei uns in Deutschland immer wärmer werden. „Dann wären sogar Temperaturen zwischen 15 und 20, teilweise sogar etwas über 20 Grad möglich“ so Wetterexperte Jung.“Hier kommt der Frühling“, aber aufgepasst: Trotz der schönen Frühlingsaussichten noch nicht die Winterreifen abmontieren. Gerade in den Nächten wird es meist noch richtig frisch. Auch am Montagmorgen wurden stellenweise Frühwerte bis minus 7 Grad gemessen. Schuld daran war die klare Nacht. Fast überall musste man daher heute Früh die Scheiben an den Autos frei kratzen. Dafür werden wir heute aber wieder mit viel Sonnenschein entschädigt! 

Meteorologischer Winter mit totalem Blackout:

Bereits am 17. Januar hatten wir bei wetter.net über ein totales Blackout beim aktuellen Winter spekuliert und genauso ist es nun auch gekommen. „Der Winter hat sich für alle Freunde von Schnee und Eis zu einem echten Versager entwickelt: Er war viel zu warm und nimmt vermutlich Platz 5 in der Liste der mildesten Winter seit dem Jahr 1881 ein“, so Jung. Deutschlandweit ist der Winter bisher um satte 3 Grad wärmer als normal. Zudem war es deutlich zu trocken. Das Niederschlagsoll ist bisher erst zu 70 Prozent erfüllt. Beim Sonnenschein war er aber sehr fleißig. Schon jetzt gibt es 10 Prozent mehr Sonnenschein als normal in einem durchschnittlichen Winter zu erwarten wäre. Das ist immerhin eine nette Entschädigung für den vorangegangenen Winter. Der brachte nämlich ein Sonnenscheindefizit und war der dunkelste Winter seit 1951! Besonders für die deutschen Mittelgebirge war das ein Frustwinter, denn stellenweise konnten die Skilifte nicht einen einzigen Tag in dieser Saison laufen.

Vorjahr: Der Winter kann auch anders!

Ein Blick ins letzte Jahr zeigt uns, dass der Winter auch anders zuschlagen kann. Damals wurde in Hamburg am 23. Februar 2013 die deutschlandweit maximale Temperatur von 1,5 Grad gemessen. In vielen Regionen herrschte Dauerfrost. Dabei fiel verbreitet Schnee. Die Niederschlagsmengen betrugen an diesem Tag teilweise über 10 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden. Die Sonne konnte sich nur selten zeigen. Am längsten schien sie mit etwa 3 Stunden in Teilen Bayerns. Auch mit Blick auf den ganzen Winter ergeben sich für die Winter 12/13 und 13/14 entgegengesetzte Aussagen. Der Winter 12/13 fiel nämlich deutlich ins Wasser. Gemittelt über das komplette Bundesgebiet wurden 210 Liter pro Quadratmeter notiert. Dies entsprach etwa 116 % des vieljährigen Mittels. Die Sonne konnte sich daher nur selten zeigen und schien durchschnittlich in den Wintermonaten nur ca. 94 Stunden (60 %).

Letztes Jahr mutierte der März in Deutschland zum Gefrierschrank. Mit einer Mitteltemperatur von 0,2 Grad war er deutschlandweit um über 3 Grad zu kalt. An etwa 6 Tagen stieg die Temperatur überhaupt nicht über den Gefrierpunkt (Eistag). Nachtfrost trat im Mittel über alle Stationen an 26 Tagen auf. Der Winter im März 2013 profitierte dabei von einem umfangsreichen Hochdruckgebiet über dem östlichen Nordatlantik. Dieses blockierte die atlantischen Tiefdruckgebiete und ließ rückseitig mit einer mäßigen nördlichen bis östlichen Strömung gleichzeitig sehr kalte Luft aus Skandinavien bzw. Nordwestrussland (Kältepool) einfließen. Anfang März herrschten dort Höchstwerte zwischen -5 bis -20 Grad. Im weiteren Verlauf sanken die maximalen Werte teils sogar auf unter -30 Grad ab. Auf dem Weg über die Nord- und Ostsee konnte die Luft zusätzlich noch Wasser aufnehmen, welches über Deutschland meist als Schnee ausfiel. Zudem pumpten wiederholt Mittelmeertiefs Feuchte um die Alpen herum zu uns. Von solchen Temperaturen sind wir im kommenden Monat wohl weit entfernt.

Quellen: Wetter.net / Deutscher Wetter Dienst

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser