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Besucher äußern Kritik - Stadträte machen sich Bild der Lage

Stützheizung defekt - ist das Wasser im Freilassinger Schwimmbad zu kalt?

badylon
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Die Stadträte waren am Dienstagnachmittag im Freibad Freilassing fast unter sich, das Wetter war noch zu launisch, das Wasser hatte zwischen 22 und 26 Grad.

Obwohl die Badesaison 2021 eigentlich noch keine wirklich sonnig-heißen Tage zu bieten hatte kam doch von Besuchern des Freibades erste Kritik auf, das Wasser im Sportbecken heuer sei irgendwie zu kalt.

Freilassing - Der Freilassinger Bürgermeister lud daher am Dienstagnachmittag Stadträte in das Freibad ein um die derzeitige Beheizung des Wassers über die Solaranlage augenscheinlich erklären zu können. Ein Badegast skizzierte gegenüber BGLand24.de überhaupt eine ganze andere Lösung.

Fakt ist, und darüber berichtete BGLand24.de ausführlich, dass der Gasbrenner für die sogenannte Stützheizung, also das Wasser bei kalter Außenluft trotzdem warm zu halten, defekt ist und nicht mehr repariert werden kann. „Wir fassen das Ding nicht mehr an“, so Boris Tempelin in der Stadtratssitzung Ende Januar.

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Nach einigem Hin und Her stimmten die Stadträte – bei sieben Gegenstimmen - damals dafür, es zwei Jahre lang ohne Stützheizung zu versuchen, die vorhandenen Solaranlagen reichten bei Sonnenschein für das Planschbecken und das Nichtschwimmerbecken, bei Schlechtwetter würden diese beiden Becken ohnehin nicht gebraucht. 

Egon Tempelin erklärte den erschienenen Stadtratsmitgliedern, dass derzeit mit den Solaranlagen am Dach und Vordach des Haupthauses sowohl das Planschbecken, als auch das Nichtschwimmerbecken gut geheizt werden könnten, „heute haben wir im Nichtschwimmerbecken zum Beispiel 26 Grad“.

Eine Solaranlage beheizt das Planschbecken und das Nichtschwimmerbecken. 

Die Solaranlage auf den Umkleidekabinen sei als Zusatzheizung im Sommer für das Sportbecken gedacht gewesen, jetzt, ohne Gasheizung, bringe sie naturgemäß zu wenig Leistung um das Wasser im großen Becken auch nur einigermaßen aufzuwärmen. „Das heißt, wenn es einige kalte Tage oder Nächte gibt sinkt die Wassertemperatur auf 18 bis 15 Grad ab, und das ist den Schwimmern dann zu kalt“.

Würde es also Sinn machen die Solaranlage zu erweitern, fragte ein Stadtrat? „Nun, das werden wir uns im Herbst anschauen“ meinte Bürgermeister Markus Hiebl, bis dahin wolle man Erfahrungswerte sammeln. Wenn sich der Stadtrat dann doch für eine neue Stützheizung entscheide müsse auch der CO²-Fußabdruck mit einer Verbrennungsanlage berücksichtigt werden, „allerdings müsse man dann auch die große Anlage mit den vielen Grünflächen und Bepflanzungen in die Berechnungen mit einbeziehen können“.

Betroffen vom kalten Wasser im Sportbecken sind vor allem tägliche Morgenschwimmer, „das sind etwa 20 bis 30 Personen“, so Tempelin, aber auch am Abend seien es noch einmal rund 30 Personen wenn Schwimmvereine kommen. Tagsüber habe er von Müttern gehört, dass sie jetzt doch lieber nach Ainring gehen würden weil dort eine konstant hohe Wassertemperatur geboten wird, weil eben beheizt.

Einen Sprung ins (kalte) Wasser wagte kein Stadtrat, aber im Herbst wollen sie noch einmal beraten, ob es ohne Stützheizung weitergehen soll.

Ob sich Freilassing doch wieder eine Stützheizung für wenige Schwimmer an Schlechtwettertagen leisten will soll also im Herbst im Stadtrat noch einmal beraten werden, im Januar war die Stimmung eher dagegen. Immerhin habe man mit dem Badylon eine Alternative, die vor Corona auch im Sommer bis auf wenige Wochen immer geöffnet hatte.

Bäderverbund mit Ainring?

Die wenigen Besucher am Dienstagnachmittag waren mit der Temperatur zufrieden, ein Badegast regte gegenüber BGLand24.de eine Art Bäderverbund mit Ainring an. „Wenn das Wasser im Mai noch oder im September in Freilassing schon wieder zu kalt ist sollte man mit den Freilassing-Tickets auch in Ainring schwimmen können“, so der Badegast. Außerdem verstehe er nicht, warum in Ainring Kinder bis 18 freien Eintritt hätten und in Freilassing nicht?

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Hiebl konnte der Idee nicht viel abgewinnen, „die Bürger haben doch ohnehin die freie Wahl, wohin sie gehen wollen“. Jede Gemeinde habe da ihre eigene Kalkulation, Freilassing müsse immerhin auch ein Schul-Hallenbad stemmen und finanzieren, das müssten andere Kommunen nicht.

Am Ende des Ortstermins waren die anwesenden Stadträte um technische Eindrücke und Fachwissen reicher, das Wasser hatte sich nebenbei bei strahlendem Sonnenschein weiter aufgeheizt, sodass bei einer längeren Sommerperiode dann keiner mehr über zu kaltes Wasser im Sportbecken klagen wird sondern dort eher wieder eine Abkühlung suchen wird. 

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