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Hochwertiges Bio-Braugetreide für die Hoamat-Biere

Produzenten und Brauerei aus der Region ziehen positive Bilanz bei Ernte 2022

Braumeister Bernhard Löw (links) bespricht mit Landwirt Erich Mayer die Ernetergebnisse von diesem Jahr.
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Braumeister Bernhard Löw (links) bespricht mit Landwirt Erich Mayer die Ernetergebnisse von diesem Jahr.

Nachdem die Ernte eingefahren ist, haben sich die Landwirte, die dem Erzeugerkreis für Bio-Braugetreide in der Region angehören – wie jedes Jahr – bei dem Abnehmer, der Brauerei Wieninger, getroffen, um die Ernteergebnisse 2022 zu analysieren und die Anbaumengen und -konditionen für das nächste Jahr festzumachen.

Teisendorf – Mit dabei war Projektmanagerin Karin Heinrich von der Biosphärenregion, die den Erzeugerkreis gemeinsam mit der Brauerei Wieninger ins Leben gerufen hat und ihn weiterhin begleitet. Braumeister Bernhard Löw begrüßte die Teilnehmer und freute sich, dass wieder so viele gekommen sind.

Mit Mathias Auer (Freilassing), Josef Berger (Fridolfing), Max Ehinger (Laufen), Konrad Hogger (Freilassing), Philipp Lindner (Teisendorf), Georg Maier (Truchtlaching), Erich Mayer (Neukirchen/Österreich), Josef Mitiska (Freilassing), Thomas Neumaier (Gstadt am Chiemsee), Franz Obermayer (Kirchweihdach), Josef Probst (Chieming), Martin Öttl (Laufen), Bernhard Rehrl (Saaldorf), Stefan Rehrl (Saaldorf-Surheim), Wolfgang Lamminger (Teisendorf), Hans Wolfgruber (Ainring) und Veronika Niederstrasser (Steinbrünning) gehören jetzt bereits 17 Landwirte dem Erzeugerkreis an, ein weiterer Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

202 Tonnen Gerste geerntet

Sie haben in diesem Jahr insgesamt rund 104 Hektar Bio-Braugerste angebaut, davon sind knapp 18 Hektar Sommergerste der Sorte Planet und 86 Hektar Wintergerste der Sorten KWS-Donau und KWS-Liga. Dazu kamen noch fünf Hektar des Laufener Landweizens. Insgesamt betrug die Ernte in diesem Jahr bei der Gerste 202 Tonnen, von denen rund 160 Tonnen braufähige Ware waren. Davon waren 150 Tonnen Wintergerste, deren Durchschnittseiweißgehalt bei 10,2 Prozent lag, und rund zehn Tonnen Sommergerste, mit einem durchschnittlichen Eiweißgehalt von 9,8 Prozent.

Der optimale Eiweißgehalt für die Vermälzung wird mit zwölf Prozent angegeben. Der Anbau der Wintergerste wird im Erzeugerkreis immer beliebter, die Flächen mit Wintergerste nehmen zu, da ihr Anbau in unserer Region aufgrund der Witterungsverhältnisse unproblematischer ist. Durch die längere Vegetationsperiode ist auch der Ertrag bei der Wintergerste meist höher. Dennoch gingen die Meinungen, ob Winter- oder Sommergerste besser ist, bei den beteilgten Landwirten auseinander.

Qualität als wichtigstes Merkmal

Für den Brauprozess sei es unerheblich, ob Sommer- oder Wintergerste als Rohstoff verwendet wird, wusste der Braumeister. Wichtig sei jedoch die Qualität und mit dieser sei nicht nur er, sondern auch der Mälzer in Riedenburg sehr zufrieden gewesen. Die Landwirte, die diese Gerste anbauen, würden ihr Handwerk verstehen, so die Aussage aus Riedenburg.

Ein kleines Problem habe es in diesem Jahr mit der Feuchtigkeit mancher Chargen gegeben, die zu trocken waren, berichtete Philipp Strohmeier von der Surmühle. Dorthin wird das Getreide nach der Ernte angeliefert, gereinigt und zwischengelagert. Liegt die Feuchtigkeit nämlich unter zehn Prozent, ist das Getreide also zu trocken, könnten die Enzyme die Stärke im Milchkörper nicht mehr in kleinere Moleküle zerlegen, erklärte Braumeister Löw den Landwirten.

Deshalb müsse man darauf achten, dass das Getreide nicht zu schnell und zu stark trocknet. Die zum Mälzen gewünschte Feuchtigkeit liegt bei 14,5 Prozent. Andererseits darf der Wassergehalt diesen Wert auch nicht wesentlich überschreiten, weil dann Schimmelbildung auftreten kann. Darauf hingewiesen wurde auch, dass die Absiebung mit dem 2,5 Millimetersieb erfolgen muss, damit zu kleine Körner entfernt werden, die die Qualität des Malzes negativ beeinflussen.

Planung läuft auch Hochtouren

Ein weiteres Thema des Treffens waren die Planungen der Flächen und Sorten, die die einzelnen Bio-Landwirte in 2022 anbauen werden. Im Wesentlichen zeichnete sich eine Größenordnung ähnlich wie in diesem Jahr ab. Zwischen Brauerei und Landwirten neu verhandelt wurden die Abnahmekonditionen, auch vor dem Hintergrund der deutlichen Preissteigerungen, die auch die Rohstoffe für die Bierproduktion erreicht haben.

Letztendlich fand man eine für beide Seiten akzeptable Lösung. Damit ist ein wichtiger Rohstoff für die Bio-Hoamat Biere, ein ausgezeichnetes Biosphärenprodukt, seit Kurzem auch Naturland zertifiziert, auch für das kommende Jahr gesichert.

kon

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