Ein Licht der Hoffnung zur Osternacht

„Licht am Horizont“ fand auch in Surheim großen Anklang

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Musikpavillon in Surheim.

Ein „Licht am Horizont“ – wie sehr wünschen es sich viele Menschen in diesen grauen Tagen der schier endlos anmutenden Pandemie. Licht ist auch das österliche Symbol für Hoffnung und Zuversicht.

Saaldorf-Surheim - Da passte es gut, dass just in der Osternacht das bunt leuchtende Dorfzentrum von Surheim zu einem meditativen Spaziergang anregte.

Wie schon vor Wochenfrist in Saaldorf ließen es sich viele Gemeindebürger auch diesmal nicht nehmen, ihr Dorf in bunte Farben getaucht zu erleben und zu genießen. Großflächige Bildimpressionen, untermalt mit leisen Klängen verstärkten den anheimelnden Eindruck. Nebenan in der Pfarrkirche St. Stephan war gerade die Segnungsfeier zur Osternacht zu Ende gegangen und viele Gläubige rundeten ihren Heimweg mit einem Besuch des Lichterdorfes ab.

Murat Deneri war es zusammen mit seinem Team auch diesmal wieder eindrucksvoll gelungen, das Dorfzentrum rund um Schule und Musikpavillon ins rechte Licht zu rücken. Neben der großflächigen Beleuchtung von Gebäuden rücken dabei auch unscheinbare, oft nicht sonderlich beachtete Objekte ins Blickfeld, wie beispielsweise Brunnen, Schwemmholzskulptur und ‚Insektenhotel‘ im Schulgarten, ein Obstspalier an der Schulhauswand oder die Kletterfelsen am Sportgelände. Bunt illuminierte Bäume und Sträucher lassen das Gelände fast surrealistisch wirken.

„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht

„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht © nh
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht © nh
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht © nh
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht © nh
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht © nh
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht
„Licht am Horizont“ in Surheim zu Osternacht © nh

Ein echter Hingucker: Das dicht umrankte Eingangsportal zur Schule, ausgeleuchtet in verschiedenen Farbabstufungen vom hellen Gelb, über verschiedene Rottöne in Blau übergehend. Als Zentrum im Hintergrund der Musikpavillon, ebenfalls künstlerisch anspruchsvoll in Szene gesetzt. Skulpturen der Kunstschlosser-Werkstätte Unterreiner, dazu Bild- und Tonimpressionen laden zum stillen Verweilen ein. Zwei Lichtspots ziehen ihre Kreise durch den Nachthimmel und verlieren sich in der Unendlichkeit: „Licht am Horizont“.

Wie schon in Saaldorf, laufen an verschiedenen Orten Großbildprojektionen mit Motiven örtlicher Künstler und Fotografen. Besonders angetan sind die Besucher von den Videoimpressionen ‚ihrer‘ Sur, die Murat Deneri mit einer fliegenden Kamera eingefangen hat. Obwohl ein Vergleich mit der Moldau etwas hinkt, schafft die musikalische Untermalung mit der Smetana-Symphonie den stimmigen Hintergrund. Stimmig auch die gesamte Kunstaktion, da sind sich alle ‚Spaziergänger‘ einig, die man unterwegs trifft.

Und wie könnte man ein besseres Fazit ziehen, als es Murat Deneri der Heimatzeitung gegenüber tut: „Ich hoffe, ich konnte mit meiner Umsetzung vielen Menschen aus unserer Region ein paar zauberhafte Momente schaffen, ihnen ein kleines Stückchen Heiterkeit und Staunen schenken und die Sorgen des tristen Corona-Alltags mal kurz vergessen lassen. Es sollte ein Hoffnungsschimmer sein, ein „Licht am Horizont“ , welches möglichst schnell immer näher rückt und wir bald wieder in einer strahlenden und bunten Gemeinschaft leben dürfen.“

Unter keinem glücklichen Stern stand die Kunstaktion bei ihrer letzten Inszenierung am Ostermontag. Heftig Windböen ließen während des Aufbaus zwei große Monitore zu Bruch gehen. Trotzdem schafften es die Techniker so weit zu improvisieren, dass die Licht-Aktion wie geplant stattfinden konnte. Leider war es dann der angekündigte Wintereinbruch, der die Besucher vorzeitig in die warme Stube nach Hause lockte.

Norbert Höhn

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