Pidinger Schleierfahnder decken viele Delikte auf

Kontrollen auf der A8 - Betäubungsmittel, gefälschte Dokumente und einiges mehr

A8/Anger - Die Pidinger Schleierfahnder stellten mehrere Gramm Haschisch, Marihuana und Ecstasy sicher. Im Rahmen der Kontrollen beschlagnahmten die Beamten auch gefälschte Urkunden und hatten mit allerlei anderen Delikten zu arbeiten.

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Am Montag, den 7. Dezember, gegen 11 Uhr, kontrollierte eine Streife der Grenzpolizeiinspektion Piding bei der Ausreise auf der A8 einen Pkw mit niederländischer Zulassung. Nachdem die Anhaltung des Pkw am Parkplatz Angerer Berg vollzogen war, händigte der Pkw-Lenker, ein 40-jähriger türkischer Staatsangehöriger, die von den Beamten verlangten Dokumente von sich und seiner 30-jährigen italienischen Beifahrerin zur Prüfung aus.

Bereits beim ersten Herantreten an das Fahrzeug bemerkten die Beamten das sehr auffällige und nervöse Verhalten beider Fahrzeuginsassen. Eine daraufhin durchgeführte Durchsuchung des Pkw brachte ziemlich schnell zu Tage, warum dies so war. Im gesamten Pkw verteilt wurden unerlaubte Betäubungsmittel aufgefunden.

Es handelte sich hierbei insgesamt um 18 Gramm Haschisch, 11 Gramm Marihuana und einer Ecstasy-Tablette. Nach Anzeigenaufnahme bei der Grenzpolizeiinspektion Piding wurden die beiden Beschuldigten wieder entlassen. Sie erwartet nun jeweils ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Sichtlich unbeeindruckt aller rechtlichen Vorschriften zeigte sich ein 28-jähriger tschechischer Staatsangehöriger, welcher mit seinem Pkw am Montag gegen 22 Uhr die A8 in Richtung München befuhr. Zunächst stellten die Beamten fest, dass der mit einem amtlichen deutschen Kfz-Kennzeichen versehene Pkw zur Zwangsentstempelung wegen fehlender Haftpflichtversicherung ausgeschrieben war.

Sein Führerschein war zur Sicherstellung (Aberkennung des Rechts, von einer ausländischen Fahrerlaubnis Gebrauch zu machen) ebenfalls ausgeschrieben. Beide Ausschreibungen wurden von den zuständigen Behörden in Thüringen erlassen. Er führte den Pkw somit im Bundesgebiet, ohne im Besitz einer dafür erforderlichen Fahrerlaubnis zu sein.

Die am Pkw angebrachten Kennzeichen wurden noch am Kontrollort in Anger entstempelt und der Fahrzeugschein sichergestellt. Zur Anzeigenaufnahme wegen eines Vergehens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz und eines Vergehens nach der Abgabenordnung, wurde er mit zur Polizeidienststelle genommen.

Kurzer Ausflug nach Wien, mit Betäubungsmitteln im Gepäck

Am Montag, den 7. Dezember, gegen 23.30 Uhr, stoppte eine Streifenbesatzung der Grenzpolizeiinspektion Piding, auf der A8 bei Anger, einen in Richtung München fahrenden Pkw Fiat mit österreichischer Zulassung. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Pkw von einem 27-jährigen Österreicher gelenkt wurde, der ganz offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Er räumte nach einer Belehrung sofort ein, dass er vor Fahrtantritt in Wien einen Joint mit Marihuana geraucht hatte. Danach setzte er sich hinters Steuer um mit seinen Begleitern zurück nach Schwaz in Österreich zu fahren. Bei den zwei sehr nervösen Mitfahrern, konnten die Beamten bei der Durchsuchung bei dem 19-Jährigen und der 22-jährigen Österreicherin, gut versteckt am Körper, Betäubungsmittel auffinden.

Die drei jungen Erwachsenen wurden zur weiteren Anzeigenaufnahme mit auf die Dienststelle verbracht. Dort wurde von den Beamten eine Anzeige wegen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetzt und das Straßenverkehrsgesetzt gefertigt. Die Weiterfahrt der drei wurde vorerst unterbunden.

Pidinger Grenzpolizisten finden falschen Parkausweis für Behinderte im Handschuhfach

Am Dienstagvormittag, den 8. Dezember, wurde auf der Autobahn A8 in Richtung Salzburg ein Fahrzeug mit deutschen roten Händlerkennzeichen festgestellt und an der Anschlussstelle Piding Süd kontrolliert. Der reisende Kosovare händigte neben seiner Reisedokumente noch die Zulassungsbescheinigung für die roten Kennzeichen aus. Die Überprüfung dieser ergab, dass angeblich keine Versicherung seit Mitte November dieses Jahres bestehe.

Da der Fahrer während der Kontrolle sehr nervös reagierte, wurde das Fahrzeug näher durchsucht. Dabei fanden die Pidinger Grenzpolizisten im Handschuhfach einen österreichischen Parkausweis für Behinderte auf. Der Ausweis stellte sich jedoch als eine Totalfälschung heraus. Auf die Fragen der Beamten woher er das Dokument habe, machte der 40-jährige Kosovare widersprüchliche Angaben. Einmal gehörte das Falsifikat einem Verwandten und im nächsten Moment wäre es schon im Fahrzeug gewesen, als er es gekauft hatte.

Zur Sachbearbeitung wegen eines Deliktes der Urkundenfälschung und Abklärung des Versicherungsstatus des Pkw, wurde der Mann schließlich zur Dienststelle verbracht. Während der Vernehmung wurde zeitgleich mit der zuständigen Zulassungsstelle telefoniert. Der Sachbearbeiter teilte dabei mit, dass seit gestern wieder eine Versicherung bestand. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen und Sicherstellung der Fälschung konnte die Reise in Richtung Österreich wieder fortgesetzt werden.

Pressemitteilung Grenzpolizeiinspektion Piding

Rubriklistenbild: © dpa/Lino Mirgeler

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