Pressemitteilung SPD Piding 

SPD Piding will Bundesmittel für bessere Radwege nützen

Die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler im Online-Gespräch mit Mitgliedern der SPD Piding
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Die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler (oben) im Online-Gespräch mit Mitgliedern der SPD Piding.

Piding - Bei einer Videokonferenz informierte vor kurzem die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler den SPD-Ortsverein Piding über neue Fördermöglichkeiten des Bundes zur Verbesserung des Radwegenetzes in der Region.

Die Pidinger Sozialdemokraten wollen die Gelegenheit nutzen, um den geplanten schnellen Radweg zwischen Bad Reichenhall und Freilassing deutlich attraktiver zu gestalten. „Durch die aktuelle Corona-Situation fahren auch in unserer Gemeinde mehr Menschen mit dem Fahrrad. Mit den Fördermöglichkeiten des Bundes wollen wir ein attraktives, gemeindeübergreifendes Radwegenetz erstellen, damit das Fahrrad noch stärker Alltagsverkehrsmittel wird“, erklärte der SPD-Ortsvorsitzende Dieter Schaefer in seiner Begrüßung zu dem Online-Treffen. Gerade die Gemeinde Piding, die stark vom Individualverkehr belastet ist, würde davon profitieren.


„Der Bund stellt mit dem Sonderprogramm ‚Stadt und Land‘ erstmalig eigene Fördermittel zur Weiterentwicklung des Radverkehrs vor Ort für die Städte und Gemeinden zur Verfügung. Die Fördersätze sind dabei großzügig gefasst: der Regelsatz beträgt 75 Prozent; bei Beginn der Maßnahme bis 31. Dezember 2021 sogar 80 Prozent. Bis 2023 stehen bundesweit über 600 Millionen Euro zur Verfügung“, erläuterte Bärbel Kofler. Voraussetzung für eine Förderung ist ein eigenes örtliches Radverkehrswegekonzept, wobei auch landkreisweite Planungen berücksichtigt werden können.

Kreisrat Roman Niederberger erinnerte an die Planungen für einen schnellen Radweg zwischen Bad Reichenhall und Freilassing im Rahmen des Mobilitätskonzepts des Berchtesgadener Landes. „Nachdem ‚echte‘ Radschnellwege in unserer Region aufgrund der hohen Anforderungen kaum machbar sind, gibt uns das Programm ‚Stadt und Land‘ eine auch für ländliche Regionen gut umsetzbare Alternative“, machte er deutlich. Man solle die Chance auch nutzen, um den in der ersten Studie vorgeschlagenen Streckenverlauf zu überdenken.


Dem stimmte Gemeinderat Michael Leirer zu: die geplante Streckenführung über zu einem großen Teil nicht geteerte Wege erfülle nicht die Voraussetzungen für einen attraktiven Alltagsradweg auch für Pendler und Einkäufer. Nachdem das Programm ‚Stadt und Land‘ sowohl Neubauten als auch Maßnahmen zum Umbau und Erweiterung fördert, könne man hier neu ansetzen.

Einen weiteren Vorschlag zur Verbesserung der nachhaltigen Mobilität in Piding brachte der stellvertretende Ortsvorsitzende Helmut Grünäugl ein: auch die Einrichtung von Leihstationen für E-Bikes wird derzeit durch Förderungen unterstützt. Insbesondere im Bereich der relativ teuren Lastenbikes könne man hier ein zusätzliches Angebot für die Pidinger Bürgerinnen und Bürger schaffen.

„Der Umstieg auf nachhaltige Formen der Mobilität ist ein elementarer Bestandteil des Klimaschutzes. Ich würde mich sehr freuen, wenn viele Städte und Gemeinden in unserer Region das Angebot des Bundes aktiv aufgreifen und den Radverkehr im Berchtesgadener Land damit stärken“, erklärte Bärbel Kofler zum Abschluss des Gesprächs.

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