Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Monobob-Sieg geht an Jung-Mama aus den USA

„The same procedure“: Friedrich schlägt Lochner auf dessen Heimbahn

Tauwetter brachte diese Bilder im Ziel zutage: Die Franzosen Romain Heinrich und Dorian Hauterville landeten auf Platz 12.
+
Tauwetter brachte diese Bilder im Ziel zutage: Die Franzosen Romain Heinrich und Dorian Hauterville landeten auf Platz 12.

„Jetzt taut‘s“ – der zweite Tag des großen Weltcup-Wochenendes am Königssee brachte Plusgrade ins Berchtesgadener Land. Zum Start der Herren-Zweierbobs regnete es ein wenig im Ziel, während 170 Höhenmeter weiter oben am Start dicke Schneeflocken fielen. Echte Herausforderungen also für die 24 Piloten aus 14 Nationen und ihre Anschieber.

Königssee - Am Ende war‘s mal wieder ein „same precedure“: Mit zweimal Start- und Laufbestzeit präsentierten sich Francesco Friedrich und Thorsten Margis einmal mehr in einer eigenen Liga. Obwohl er die Bahn am Königssee normalerweise so gar nicht mag, stahl der Sachse seinem Spezl und Lokalmatador Hansi Lochner – mit Eric Franke unterwegs – erneut die Show. Zwei Zehntel legte der Olympiasieger zwischen sich und den zweitplatzierten Teamkollegen vor allem aufgrund sagenhafter Startzeiten. Denn Lochner fuhr optisch keinen Deut schlechter: „Wir müssen brutal an der Athletik arbeiten“, gab der 30-Jährige schließlich zu: „Ich kann hier fast nicht besser fahren. Darum ist es natürlich schade, dass ich am Start vom Franz so eine vor den Latz geknallt bekomme.“ Auf Platz 3 rauschten die Österreicher Benjamin Maier und Kristian Huber mit einem bereits gewaltigen Rückstand von 96 Hundertstel. Der dritte deutsche Pilot, Christoph Hafer aus Bad Feilnbach, wurde Christian Hammers Siebter (+ 1,30).

Premiere am Königssee

Nachdem dreimal die deutsche Hymne ertönt war, durfte Bahn-DJ Wasti Rasp nach der Monobob-Weltcup-Premiere am Königssee auch mal „eine andere Platte auflegen“: Jene der USA. Denn Kaillie Humphries hatte wie vor einer Woche in St. Moritz das „Einer“-Rennen gewonnen, diesmal mit deutlichen 62 Hundertstel Vorsprung auf ihre Teamkollegin Elana Meyers Taylor. Die frischgebackene Mama brachte Sohn Nico, der bald 1. Geburtstag feiert, mit an die Bahn und präsentierte ihn den vielen Fans daheim an den TV-Bildschirmen.

Monobob-Sieg geht an Jung-Mama aus den USA - Franz vor Hans Friedrich schlägt Lochner

Bei Cynthia Appiah aus Kanada ist es fast die größere Kunst, die umfangreiche zweifarbige Haarpracht unterm Helm zu verstauen, als den Monobob sicher ins Ziel zu bringen.
Bei Cynthia Appiah aus Kanada ist es fast die größere Kunst, die umfangreiche zweifarbige Haarpracht unterm Helm zu verstauen, als den Monobob sicher ins Ziel zu bringen. © bit
Tauwetter brachte diese Bilder im Ziel zutage: Die Franzosen Romain Heinrich und Dorian Hauterville landeten auf Platz 12.
Tauwetter brachte diese Bilder im Ziel zutage: Die Franzosen Romain Heinrich und Dorian Hauterville landeten auf Platz 12. © bit
Die Nummer 1 auf dem Bob, die Nummer 1 im Eiskanal: Voller Power präsentierte sich Olympiasieger Francesco Friedrich mit Thorsten Margis wie gewohnt auch am Königssee und erzielte zweimal Start- und Laufbestzeit.
Die Nummer 1 auf dem Bob, die Nummer 1 im Eiskanal: Voller Power präsentierte sich Olympiasieger Francesco Friedrich mit Thorsten Margis wie gewohnt auch am Königssee und erzielte zweimal Start- und Laufbestzeit. © bit
Daumen hoch vor dem Zweier-Start: Mit Platz 2 in seinem „Wohnzimmer“ zeigte sich Lokalmatador Hansi Lochner hinterher nur semi-zufrieden.
Daumen hoch vor dem Zweier-Start: Mit Platz 2 in seinem „Wohnzimmer“ zeigte sich Lokalmatador Hansi Lochner hinterher nur semi-zufrieden. © bit
Die Kanadierin Kaillie Humphries, die seit 2019 für die USA startet, gewann souverän die Königssee-Premiere im Monobob.
Die Kanadierin Kaillie Humphries, die seit 2019 für die USA startet, gewann souverän die Königssee-Premiere im Monobob. © bit
Die frischgebackene Mama Elana Meyers Taylor (USA) brachte Sohnemann Nico mit an die Bahn und freute sich über Silber im Monobob.
Die frischgebackene Mama Elana Meyers Taylor (USA) brachte Sohnemann Nico mit an die Bahn und freute sich über Silber im Monobob. © bit

Bronze ergatterte Stephanie Schneider aus Sachsen, die zur Halbzeit noch auf Rang 2 gelegen hatte – ein heftiger Quersteher in der Echowand kostete die entscheidenden Hundertstel auf den Silberplatz: „Freunde sind der Monobob und ich noch nicht, das Gerät ist schon sehr speziell“, gab die 30-jährige Zweier-Weltmeisterin von „Königssee 2011“ zu.

Damit drückte Steffi Schneider die großen Probleme fast aller Pilotinnen aus, den hinten so instabilen Monobob halbwegs in der Spur zu halten. „Wenn er einmal ausbricht, hat man keine Chance mehr“, erklärte sie die Komplexität des kleinsten Schlittens im Weltcup-Zirkus.

Kim Kalicki lag nach Lauf eins auf Platz 6 und viel noch an die 10. Stelle zurück. Olympiasiegerin Mariama Jamanka kam erneut überhaupt nicht mit dem Solo-Bob zurecht, nur Platz 14 unter 15 Schlitten.

bit

Kommentare