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Statt BGLT jetzt Stadt-„Organisator“ - Name wird geheim gehalten

60.000 Euro für besseren Außenauftritt: Hiebl hat Favoriten für „Organisator“

Bürgermeister Freilassing Markus Hiebl
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Im Wahlkampf versprach Bürgermeister Markus Hiebl unter anderem sich für eine lebenswertere Innenstadt einzusetzen, jetzt soll ein „Organisator“ darum kümmern.

Das Ende der Landkreis-BGLT und der Austritt der Stadt bringt jetzt Schwung in das lange geforderte, eigene Stadtmarkteting. Der Stadtrat beschloss am Dienstagabend einstimmig, dass rund 60.000 Euro pro Jahr für das Stadtmarketing bereitgestellt werden, unter anderem für eine Person, einen „Organisator“.

Freilassing - Wer das sein wird wissen offensichtlich der Bürgermeister und die Stadtmitarbeiter schon, der Rest darf rätseln. „Ich habe da nach den Bewerbungsgesprächen ein sehr gutes Bauchgefühl, da war schon wer sehr Guter dabei“.

Bereits 2012 wurde in den Gesprächen rund um die Stadtentwicklung von allen Beteiligten ein Stadtmarketing gefordert, mit zahlreichen Beteiligten wie zum Beispiel Jugend- und Seniorenvertretern wurden bereits entsprechende Konzepte erarbeitet. Mitte 2019 beschloss der Stadtrat dann das Gerüst, wie ein Stadtmarketing aussehen könnte. Im Mai 2020 sollte ein genauerer Fahrplan dem Stadtrat vorgelegt werden, „die Corona-Pandemie ließ das Thema allerdings im vergangenen Jahr in den Hintergrund rücken“, so Daniel Beutel von der Stadtverwaltung.

Im Fahrplan an oberster Stelle steht ein „Organisator“, dessen Vollzeitstelle und ein Budget in Höhe von 20.000 Euro pro Jahr bereits im Haushalt 2020 vorgesehen waren. Nach dem Zerfall der BGLT für den gesamten Landkreis „kann dem Stadtmarketing nun wieder eine zentrale Rolle gegeben werden“, meint Daniel Beutel. Bürgermeister Markus Hiebl ergänzte, dass sich die Stadt durch den Austritt bei der BGLT nunmehr rund 40.000 Euro pro Jahre spare, insgesamt habe man daher 60.000 Euro pro Jahr zur Verfügung, „wobei ich gleich sage, dass das Stadtmarketing keine Tourismus-Plattform sein wird sondern eine Darstellung der Stärken der Stadt“.

Es fehlt ein „Willkommen“

In diesem Zusammenhang übte Hiebl auch harsche Kritik am Außenauftritt der Stadt, „der ist nicht der Beste, da ist einiges aufzuholen, auch wegen den Corona-Folgen muss sich die Stadt verstärkt nach außen zeigen und ihre Stärken darstellen“. Robert Judl von ‚Pro Freilassing‘ nutzte die Gelegenheit um die seiner Meinung nach schlecht gestaltete Website der Stadt „freilassing.de“ zu kritisieren, man würde keine Ansprechpartner finden und es gebe kein „Willkommen“, also kein Grußwort des Bürgermeisters oder ähnliches.

Diese in den Anfängen der kommunalen Websites üblichen „Grußworte“ sind allerdings mittlerweile old-school und werden bei neu gestalteten Homepages nirgends mehr angewandt. Dass das Aus der touristischen Vermarktung durch die alte BGLT nun auch mehr Arbeit für Freilassing bedeute merkte FWG-Stadtrat Daniel Längst an, „alles was wir an der BGLT kritisiert haben können wir als Stadt jetzt umsetzen“. Bester Laune zeigte sich Grünen-Stadtrat Wolfgang Hartmann, „endlich kommt das Stadtmarketing, über das wir ja jahrelang diskutiert haben“.

Geheimer „Organisator“

Einen großen Mantel der Verschwiegenheit hüllte der Bürgermeister über den Namen des Wunder-Wuzzi, der in Zukunft all das bewerkstelligen soll was die Stadt alleine bisher offensichtlich nicht geschafft hat. „Wir haben für das Stadtmarketing schon jemand im Auge, beim Vorstellungsgespräch waren die zwei Bürgermeister-Stellvertreter dabei“, und dann noch geheimnisvoller „da war was Gutes mit dabei, ich habe ein gutes Bauchgefühl“. Fortsetzung vermutlich im nächsten Stadtrat.

hud

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