Bundeswehr teilt mit: Außeneinsatz Frühling 2021

„Train as you Fight“ - Struber Jager trainieren für Außeneinsatz in Mali

Außeneinsatz Bundeswehr Soldaten
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Realität im Auslandseinsatz, die „Struber Jager“ sind sehr einsatzerfahren. Bereits 2019 befanden sie sich mit der 4. Kompanie im MINUSMA-Einsatz.

Freyung/Bischofswiesen - Im kommenden Frühjahr werden ca. 100 Soldaten der 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 in den Auslandseinsatz nach Mali gehen. Im Rahmen der UN-Mission MINUSMA (Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali) werden sie zusammen mit den Kräften der Luftwaffensicherungstruppe aus Schortens die Objektschutzkompanie im Einsatz stellen, welche für den Schutz des gesamten deutschen Einsatzkontingentes MINUSMA zuständig ist. Hierzu fand im Oktober die Übung „ALLIED RECON“ im Großraum Freyung statt.

Die Pressemitteilung der Bundeswehr im Wortlaut:

Unter der Führung des Aufklärungsbataillon 8 aus Freyung konnte sich die 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillon 232 gemeinsam mit den Soldaten der Luftwaffe im Rahmen einer freilaufenden Übung auf die bevorstehende Mission in Mali ab April 2021 vorbereiten. Auch etwa 120 Struber Jager aus der 3. Kompanie werden im Frühjahr 2021 die Ausbildungsmission der Europäischen Union EUTM (European Union Training Mission) in Mali für ein halbes Jahr verstärken.

Multinationale Übung unter strengen Hygieneregeln

Die Übung „ALLIED RECON“ wurde unter strengen Hygieneregeln durchgeführt .So wurden feste Ausbildungs- und Übungskohorten gebildet, welche separat untergebracht und streng von anderen Kohorten getrennt wurden. Mund und Nasenbedeckung waren jederzeit obligatorisch. Dies galt während den Übungsphasen, ebenso wie für den Aufenthalt in der Kaserne in Freyung.

Fast 500 Soldaten trainierten in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Passau ,Regen, Deggendorf, Straubing und Cham im Rahmen der freilaufenden Übung "Allied Recon", um sich für den anstehende UN-Mission in Mali vorzubereiten. Neben den Soldaten der 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 nahmen unter anderem auch US-Einheiten an dieser Übung teil. Ziel der Übung war es, die einsatzspezifischen Fähigkeiten der designierten Einsatzsoldaten zu verbessern und das Zusammenwirken mit den Unterstützungskräften zu festigen.

Eine Prüfung auf Herz und Nieren

Tag und Nacht trainierten die Soldaten über zwei Wochen im bayrischen Wald. In mehreren unterschiedlichen, einsatznahen Szenarien wurden die Soldaten auf Herz und Nieren geprüft. Denn der Hauptauftrag der eingesetzten Soldaten im Rahmen der UN-Mission MINUSMA ist die Unterstützung der Umsetzung des Friedensvertrages von Algier aus dem Jahr 2015 und die Sicherung des Friedens in Mali. Also dafür zu sorgen, dass die Waffenruhe in Mali eingehalten und das Abkommen für Frieden und Aussöhnung umgesetzt wird. Dafür sammeln die Soldaten Informationen und stellen die Aufklärungsergebnisse dem UN- Hauptquartier zur Verfügung. Diesen Auftrag stellen die Kräfte des Aufklärungsbataillons 8 aus Freyung ab April 2021 sicher.

Die Objektschutzkompanie, welche die Struber Jager ab dem kommenden Frühjahr stellen, unterstützt sie dabei und wird zugleich für den Schutz des gesamten deutschen Kontingentes zuständig sein. So mussten während der Übung zum Beispiel Patrouillen und Aufklärungsoperationen durchgeführt werden. Die Intensität der Übungsmissionen ging von einfacher Gesprächsaufklärung bis hin zu komplexen Hinterhalts-Szenarien.

Ein Highlight der Übung war die Zusammenarbeit der Gebirgsjäger mit den Soldaten des Aufklärungsbataillons 8 im Rahmen einer mehrtägigen Aufklärungsoperation. Fern ab vom simulierten Feldlager sicherten die Gebirgsjäger aus der Strub unterschiedlichste Aufklärungsmissionen und mussten bei Hinterhalts-Szenarien ihre infanteristische Kernfähigkeit unter Beweis stellen.

Zum Abschluss der Übung in Freyung stellte der Kompaniechef der 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232, Major Rudolf Hofmann fest: „Die Übung bot meinen Soldaten perfekte Rahmenbedingungen um das gemeinsame Arbeiten mit Kräften, welche auch im Einsatz vorhanden sind, zu beüben und so das erlernte Wissen zu festigen“.

Übung „ALLIED RECON“ - Die Force Protection Kompanie (ab April 2021 die Struber Jager aus der 2. Kompanie) auf einer „Routine“-Patrouille.

Nicht nur MINUSMA, sondern auch EUTM

Auch etwa 120 Soldaten der 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 werden gemeinsam mit den Gebirgspionieren aus Ingolstadt sowie den Gebirgsversorgern aus Füssen im Frühjahr 2021 im Rahmen der multinationalen Ausbildungsmission der Europäischen Union EUTM (European Union Training Mission) in den Auslandseinsatz nach Mali gehen. Ziel dieser Mission ist es, die malischen Streitkräfte mittels militärischer Grundlagenausbildung und Beratung dazu zu befähigen, die territoriale Integrität des Landes zu gewährleisten und ein sicheres Umfeld zu garantieren, um somit selbst Verantwortung für die Sicherheit ihres Landes übernehmen zu können. Hierfür übten die Struber Jager der 3. Kompanie ebenfalls im Oktober gemeinsam mit den Gebirgspionieren im Rahmen eines Gefechtsparcours auf dem Standortübungsplatz Kammer und Kirchholz für den bevorstehenden halbjährigen Einsatz im April 2021

Ausblick

Im Januar und Februar 2021 werden die Einsatzsoldaten im Gefechtsübungszentrum in der Letzlinger Heide (Sachsen-Anhalt) sowie im Übungszentrum Infanterie in Altengrabow (Sachsen-Anhalt) – ebenfalls unter strengen Hygieneauflagen - die finale Übungsphase im Verbund mit weiteren. Truppenteilen der kommenden Einsatzkontingente durchlaufen, um hierfür offiziell zertifiziert zu werden.

Die Pressemitteilung der Bundeswehr

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