Ladungssicherung? (K)ein Thema...!

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Landkreis - In letzter Zeit mussten Beamten der Autobahnpolizei Holzkirchen vermehrt feststellen, dass viele Fahrer das Thema Ladungssicherung immer mehr vernachlässigen.

Immer wieder müssen verlorene Gegenstände von der Fahrbahn entfernt, oder Unfälle, welche auf verlorene Ladung zurückzuführen sind, aufgenommen werden. Da in diesen Fällen der Verursacher nur schwer zu ermitteln ist, bleiben die meisten Geschädigten selbst auf ihrem Schaden sitzen.

Falsch gesicherte Ladungen

Um diesem Trend entgegenzuwirken und die damit verbundenen Gefahren aufzuzeigen, führte die Autobahnpolizei Holzkirchen unter der Leitung von EPHK Horst Hablowetz am 08.06.2011 und 09.06.2011 Großkontrollen im Bereich des Schwerverkehrs mit dem Hauptaugenmerk Ladungssicherung durch. Trotz teilweise widrigsten Wetterverhältnissen mit Starkregen kam breite Unterstützung von der Verkehrspolizei Weilheim, den Polizeiinspektionen Bad Tölz und Bad Wiessee sowie mehreren Beauftragten für Gefahrgut und Ladungssicherung der 1. Luftwaffendivision aus Fürstenfeldbruck.

Schon der erste Tag machte deutlich, wie notwendig derartige Kontrollen sind. Besonders beunruhigend war, dass fast jeder zweite Lkw nicht ohne Weiteres weiterfahren durfte. Von 71 Kontrollierten Lkw wurden 49 beanstandet. Bei 33 musste die Weiterfahrt untersagt werden. Sieben mussten sogar in eine Fachwerkstatt verbracht werden um gravierende technische Mängel zu beheben, oder die Ladung nachzusichern bzw. umzuladen.

Auch am zweiten Tag endete für viele Lkws die Weiterfahrt an der Kontrollstelle. Von 69 angehaltenen Fahrzeugen mussten 40 beanstandet werden. 25 konnten erst nach erfolgter Nachsicherung weiterfahren. Für sechs war jedoch das Ende der Fahrt angesagt. Sie wurden zur Behebung gravierender Mängel in eine Fachwerkstatt verbracht.

Demnach wurde etwa bei jedem zweiten Lkw die Weiterfahrt unterbunden, jeder zehnte landete in einer Fachwerkstätte.

Viele Fahrer scheinen sich den Gefahren, welche von ihrer Ladung ausgeht, nicht bewusst zu sein. So darf man nicht vergessen, dass z.B. ein 20 kg leichter Gegenstand bei einer Vollbremsung aus 50 km/h beim Aufprall eine Gewichtskraft von knapp zwei Tonnen entwickelt. So kann sich auch ein einfaches Holzbrett von der Ladefläche aus, wie ein Messer durch die Butter, durch das Führerhaus schneiden. Die daraus resultierenden Folgen für die Insassen, aber auch für Unbeteiligte, sind verheerend.

So kann sich jeder selbst ausmalen, welche „Durchschlagskraft“ ungesicherte, 25000 kg schwere, Papierrollen bei Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver entwickeln.

Wie auf den folgenden Bildern zu sehen, zeigt ein Blick hinter die Plane eines Sattelaufliegers oft ganz genau, wie die Ladungssicherung aufgrund von Zeitmangel oder Bequemlichkeit durchgeführt, bzw. nicht durchgeführt wird.

Auch Militärtransporter wurden angehalten und genau unter die Lupe genommen. So hieß es auch für zwei Fahrer, ab in die Fachwerkstatt und fachmännisch nachsichern.

Wie auf dem folgenden Bild deutlich zu erkennen, wurde so manch übergewichtiger Transporter festgestellt. Da sich eine Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts sehr negativ auf das Fahrverhalten auswirkt und damit die Fahrsicherheit erheblich beeinträchtigt wird, musste auch in solchen Fällen die Weiterfahrt unterbunden werden.

Aufgrund der Häufigkeit der bei den Kontrollen festgestellten, gravierenden, Verstöße, legt die Autobahnpolizei Holzkirchen auch zukünftig weiterhin gesteigerten Wert auf intensive Schwerlastkontrollen.

Pressemitteilung Autobahnpolizeistation Holzkirchen

Quelle: rosenheim24.de

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