STRAFTATEN FÜR 2018 AUSGEWERTET

Kriminalstatistik zeigt: 55.485 Straftaten in 2018 in unserer Region 

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Robert Kopp und Eva Schichl vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd präsentieren die Statistik.
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Rosenheim - Wie steht es um die Sicherheit im südlichen Oberbayern? Die Bekanntgabe der Polizeilichen Kriminalstatistik sorgt jedes Jahr wieder für großes Interesse bei Medien und Bevölkerung. Am Mittwoch, den 20. März 2019 wurde der polizeiliche Sicherheitsbericht vorgestellt.

Wichtigste Entwicklungen auf einen Blick:

  • 55.485 Straftaten wurden 2018 polizeilich registriert, das sind 6.368 Straftaten (-10,3 %) weniger als im Vorjahr
  • Die Aufklärungsquote lag 2018 bei 72,7 % und damit über dem Bayerischen Durchschnitt von 66,7 %
  • Das vierte Jahr in Folge wurde im Bereich der Wohnungseinbrüche ein Rückgang (-35,1 %) verzeichnet
  • Positive Entwicklungen sind auch bei der Gewaltkriminalität (-1,4 %), der Straßenkriminalität (-5,7 %), sowie im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte (-5,5 %) festzustellen
  • Diebstahlsdelikte (-7,1 %) sind erneut stark zurückgegangen und befinden sich damit auf dem niedrigsten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd
  • Rauschgiftdelikte (+5,3 %) steigen weiter an
  • Anstieg der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (+8,8 %), wobei die Novellierung des Sexualstrafrechts hier zu berücksichtigen ist.

Die komplette Kriminalstatistik können Sie hier nachlesen.

Polizeipräsident Robert Kopp und die Leitende Polizeidirektorin Eva Schichl stellten am am Mittwoch die wichtigen Eckdaten der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 für das Polizeipräsidium Oberbayern Süd vor.

Lesen Sie hier die Kriminalitätsstatistik aus dem Jahr 2017

Polizeipräsident Robert Kopp: "Im Jahr 2018 konnten wir einen beachtlichen Rückgang von Straftaten feststellen. Gleichzeitig kann sich die hervorragende Aufklärungsquote mit 72,7 Prozent sehen lassen. Besonders freut mich, dass bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs die Erfolge aus den letzten Jahren nochmals deutlich gesteigert wurden - minus 35,1 Prozent weniger Einbrücke in den "eigenen vier Wänden", bei noch höherer Aufklärungsquote, ist eine wirklich vorzeigbare Jahresbilanz. Die statistischen Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik, mit weniger Straftaten als noch vor zehn Jahren, belegen den hohen und etablierten Sicherheitsstandard im südlichen Oberbayern."

Gesamtentwicklung

Im Jahr 2018 wurden 55.485 Straftaten in der Kriminalstatistik erfasst. Dies bedeutet einen deutlichen Rückgang um 6.368 Straftaten bzw. 10,3 %. Im Ergebnis ist die Zahl der registrierten Straftaten niedriger als vor zehn Jahren. Dies beruht nicht nur auf verringerten Fallzahlen in Verbindung mit der Zuwanderung, sondern auf einen generellen Rückgang in verschiedenen Deliktsbereichen. Ohne Ausländerrechtliche Sraftaten wurden 48.495 Delikte - ebenfalls weniger als noch vor 10 Jahren - registriert.

Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote liegt 2018 bei beachtlichen 72,7 %. Ohne ausländerrechtliche Straftaten steigerte sich die Aufklärungsquote kontinuierlich auf 68,8 %, dem besten Wert seit dem 10-jährigen Bestehen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Im südlichen Oberbayern werden damit zwei von drei Straftaten aufgeklärt.

Häufigkeitszahl

Im Jahr 2018 lag die Häufigkeitszahl bei 4.345 Straftaten und sank damit um 529 Delikte. Ohne ausländerrechtliche Straftaten liegt der Wert bei 3.798 Straftaten pro 100.000 Einwohner und damit um 135 Delikte unter dem Vorjahr. 

Tatverdächtige

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 31.558 Tatverdächtige ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 4.498 Tatverdächtigen bzw. 12,5 %. Straftaten werden nach wie vor überwiegend von männlichen Tatverdächtigen begangen, ihr Anteil betrug 78,9 %. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen lag bei 15.563 bzw. 49,3 %. Ohne die ausländerrechtlichen Straftatbestände verringert sich der Anteil ausländischer Tatverdächtiger auf 36,9 %. Dennoch sind die ausländischen Staatsangehörigen stark überrepräsentiert, zumal der Anteil an der Wohnbevölkerung nur 11,6 % beträgt.

Kriminalität im Kontext mit Zuwanderung

Unter den Zuwanderern befinden sich Personen unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Neben der überwiegenden Mehrheit der Migranten, die polizeilich nicht in Erscheinung treten, gibt es auch Personen, die in relativ kurzer Zeit für eine hohe Anzahl an Straftaten verantwortlich sind. Der Anteil der Zuwanderer an den ausländischen Tatverdächtigen lag bei 8.839 Personen. 

Etwa ein Drittel der Straftaten geschehen nach wie vor in den Unterkünften. 2018 betrug der Anteil an tatverdächtigen Personen aus dem Kreis der Zuwanderer, ohne ausländerrechtliche Verstöße, 12,1 % (2017 12,6 %). Durch diesen Personenkreis wurden insgesamt 4.461 Straftaten (2017: 4.242) begangen, was einem Anstieg von 5,2 % entspricht.(Zuwanderer im Sinne der Statistik sind Personen mit dem Aufenthaltsstatus "Asylbewerber", "Duldung", "Kontingentflüchtling", "international/national Schutzberechtigte und Asylberechtigte", sowie "unerlaubter Aufenthalt" - ntsprechend der bundeseinheitlichen Definition.)

Quelle: rosenheim24.de

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