Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Schnaitsee

18 Fragen an Thomas Schmidinger (CSU)

Wird Bürgermeister von Schnaitsee bleiben: Thomas Schmidinger (CSU).
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Wird Bürgermeister von Schnaitsee bleiben: Thomas Schmidinger (CSU).

Schnaitsee - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Schnaitsee wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen den einzigen Kandidaten vor: Thomas Schmidinger (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Thomas Schmidinger


2. Partei

offene Liste CSU

3. Alter

53

4. Wohnort

Schnaitsee, seit Geburt

5. Geburtsort

Wasserburg am Inn

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

1 Tochter und 2 Söhne

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Seit 1996 im GR, ab 2008 3. Bürgermeister, seit 2014 1.Bürgermeister

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Alois Glück, Mahatma Gandhi, Barack Obama

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich bin in unserer Gemeinde tief verwurzelt und schon seit jeher in verschiedenen Vereinen aktiv dabei. Sei es als passives Mitglied bis hin zum Vorstand. Durch unseren landw. Betrieb hat man natürlich noch einen ganz besonderen Bezug zu Grund und Boden, der landwirtschaft sowie auch zur Tradition. Besonders zeichnet sich unsere Kommune durch ihre Vielfältigkeit aus. Kulturell sowie auch in gesellschaftlicher oder sportlicher Sicht. Mehr als 50 Vereine geben unseren Bürgern verschiedenste Möglichkeiten, sich in der Freizeit zu betätigen. Durch unsere Höhenlage haben wir eine sehr exponierte Stellung, die den Blick auf das gesamte Alpenpanorama ermöglicht. Ob im Winter mit der tollen Langlaufloipe, oder im Sommer mit unserem schönen Badesee, hier gibt es für jeden was zu entdecken.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ob ich der Richtige bin, das entscheidet der Wähler. Ich werde mich weiterhin mit voller Kraft für die Gemeinde und die Bürger einsetzen und das Beste versuchen. Ich versuche zu verbinden und verschiedene Meinungen zu koordinieren, sowie dann schließlich zu kombinieren. Wichtig ist, dass man jeden Bürger und jede Meinung ernst nimmt und das tue ich.

12. Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht? 

Neben den Pflichtaufgaben in einer Gemeinde gibt es auch die sog. Freiwilligen Leistungen. Hervorzuheben ist auf jeden Fall, dass im Ortsteil Waldhausen ein neues Feuerwehrhaus, bzw. Dorfgemeinschaftshaus entsteht und noch in diesem Jahr fertiggestellt sein wird. Hier ist nicht nur die FFW gut untergebracht, sondern auch die Vereine haben hier die Möglichkeit sich zu treffen und zu versammeln. Zeitgleich geht von der Dorfmitte in Waldhausen auch die Dorferneuerung weiter. Es konnte 30.000 qm Gewerbegrund ausgewiesen werden, wovon nur noch eine Gewerbeparzelle zur Verfügung steht. Der langgehegte Wunsch nach einem Kindergarten in Waldhausen konnte erfüllt werden. Außerdem wurden weitere Bauflächen für junge Familien, bzw. Einheimische ausgewiesen. Es wurden auch schon wieder für 3 Grundstücke Aufstellungsbeschlüsse für BBP gefasst. Wir hoffen noch in diesem Jahr in die Veräußerung gehen zu können. Zur Sicherheit des Verkehrs haben wir es auch geschafft, den Kreisverkehr zusammen mit dem Straßenbauamt zu verwirklichen. In diesem Zuge wurde auch der Radweg von Schnaitsee zur Kreuzstraße gebaut. In 2020 wird auch das Seniorenwohnen in Schnaitsee Wirklichkeit, das mit 33 Wohnungen, bzw. Apartments im Kern Schnaitsees, die Möglichkeit bietet hier im Ort seinen Lebensabend zu verbringen. In Harpfing konnte der Volksfestplatz erworben werden. Wichtig ist und war mir auch immer, dass wir als Gemeinde unseren Beitrag zur Schonung der Umwelt beitragen. Hier ist besonders anzumerken, dass wir die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt haben und somit mehr als 55.000 kWh Storm einsparen können. Außerdem wurde die Gebäudehülle der Schule in Waldhausen energetisch saniert. Einen großen Teil unserer Investitionen machte und macht auch der Breibandausbau aus. Speziell hier sind wir als große Flächengemeinde besonders gefordert, da wir über mehr als 115 Dörfer und Weiler verfügen. Dies ist eine große Herausforderung. Die bisherigen Investitionen belaufen sich auf ca 1.000.000,00 €.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Durch das baykibig hat der Gesetzgeber den Eltern große Rechte und Möglichkeiten, was die Kinderbetreuung betrifft, gegeben. Dies nehmen die Eltern immer mehr in Anspruch. Das bedeutet, dass wir in die Kinderkrippen, Kindergärten und den Hort kräftig investieren müssen. Wir wollen das auch gerne und bestmöglich tun, da Kinder unsere Zukunft sind. Jedoch kommen hier große finanzielle Belastungen auf die Gemeinde zu.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Der Neubau, bzw. Sanierung des Wasserhochbehälters steht an. Wir wollen auch weiterhin heimischen Firmen die Möglichkeit geben sich bei uns zu entwickeln, Daher brauchen wir weiterhin neue Gewerbeflächen, daher werden wir auch hier tätig werden. Der Erhalt der Grund- und Mittelschule ist und bleibt ein wichtiges Thema. Ein nachhaltiges Handeln in vielerlei Hinsicht ist mir auch sehr wichtig.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Wir haben im letzten Jahr zwei Grundstücke in Waldhausen erwerben können und auch bereits jeweils einen Satzungsbeschluss zur Aufstellung eines BBP gefasst. In Schnaitsee konnten wir dies bei einem gemeindeeigenen Grundstück machen. Hier könnte evtl sozialgebundener Wohnraum entstehen. Wie schon in der Vergangenheit wird die Gemeinde vergünstigte Grundstücke im sog. „Einheimischenmodell“ zur Verfügung stellen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Dieses Thema muss uns allen wichtig sein, denn davon hängt unser aller Zukunft ab. Die Gemeinde kann in der Gestaltung in Form von BBP Einfluss nehmen. Die energetische Sanierung gemeindeeigener Immobilien wurde und wird konsequent weitergeführt. Die Heizung beim Feuerwehr-Dorfgemeinschaftshaus wird, durch Pellets, CO² neutral sein. Bei allen Entscheidungen sollte der Klimaschutz immer auch im Hinterkopf verankert sein und in die jeweiligen Entscheidungen bewusst einfließen.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Hier ist das Eingreifen durch die Kommune nur bedingt möglich. Z.b. wollen wir Blühflächen auf gemeindlichen Flächen in Zusammenarbeit mit einigen Vereinen vorantreiben. Festgehalten werden muss, dass sich der jetzige Milchpreis unter dem Niveau von vor 35 Jahren befindet. Die Landwirte wurden dazu getrieben immer größer und größer , sowie effizienter zu werden. Jetzt liegt es an der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen die die Regionalität sowie auch die Umweltverträglichkeit der Produkte fördern und zugleich dem Landwirt einen entsprechenden Preis für seine Produkte sichern kann. Noch mehr liegt es aber am Verbraucher, Nahrungsmittel aus der Region, evtl noch biologisch, zu kaufen und dafür einen entsprechenden Preis zu bezahlen. Umweltschutz sowie Biodiversität gibt’s nicht zum Nulltarif.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich will und werde mich weiterhin für die Bürger unserer Gemeinde mit voller Kraft einsetzen. Allerdings kommen manche Dinge oft nicht so schnell in die Umsetzung wie man sich das wünschen würde. Da geht es dem Bürgermeister nicht anders als vielen Bürgern. D.h. eine gewisse Gelassenheit hilft Nerven zu schonen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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