Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Seeon-Seebruck

18 Fragen an Bernd Ruth (CSU)

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Will sein Amt behalten: Bernd Ruth (CSU), Bürgermeister von Seeon-Seebruck.

Seeon-Seebruck - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Seeon-Seebruck wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Bernd Ruth (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name: 

Bernd Ruth


2. Partei/Liste: 

CSU Seeon-Seebruck-Truchtlaching

3. Alter: 

54

4. Wohnort (seit wann?): 

Roitham, Gemeinde Seeon-Seebruck (seit 54 Jahren)

5. Geburtsort: 

Traunstein

6. Familienstand: 

getrennt lebend

7. Kinder: 

Ein Sohn (15 Jahre)

8. Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere? 

Ich bin seit jeher politisch interessiert und engagiert. Vor 6 Jahren wurde ich dann zum 1. Bürgermeister von Seeon-Seebruck gewählt und darf seither mit großer Freude die Geschicke unserer Gemeinde leiten.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder? 

Unser Landtagspräsident a.D. Alois Glück. Seine vorausschauende, vermittelnde und soziale Art hat mich, persönlich wie politisch, wirklich tief beeindruckt.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune? 

Seeon-Seebruck ist meine Heimat. Hier bin ich geboren und aufgewachsen, hier bin ich mit meiner Familie fest verwurzelt. Und das macht Seeon-Seebruck nicht nur für mich so besonders, sondern für alle, die hier leben und hier “dahoam“ sein dürfen.

11. Warum sind genau Sie der Richtige? 

Weil ich mich, wie bereits in den vergangenen 6 Jahren, wieder mit vollem Einsatz und all meiner Kraft für unsere Gemeinde einsetzen werde und auch weiterhin das Beste für unsere Bürgerinnen und Bürger erreichen möchte.

12. Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht? 

Mein Herzensprojekt ist die Einführung des Quartierskonzepts. Daher hat mich die hohe Auszeichnung mit dem Innovationspreis „Zu Hause daheim“ durch das bayerische Sozialministerium auch besonders gefreut. Aber natürlich konnten auch viele bauliche Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Hier gilt es natürlich das neue Rathaus in Seebruck zu nennen, welches innerhalb des Zeit- und Kostenrahmen vollendet werden konnte. Aber auch das inzwischen fast vollständig bebaute Neubaugebiet Truchtlaching-Kobelreut ist eine wichtige Errungenschaft, insbesondere für viele unserer jungen Familien. Des Weiteren ist es gelungen durch Informationsveranstaltungen und frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu intensivieren, vor allem zu den vielen schwierigen Themen in unserer Gemeinde. Darauf bin ich stolz!

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun? 

Neben dem sehr schwierigen Thema des Brückenneubaus in Seebruck haben auch wir die große Herausforderung in Zukunft ausreichend bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Hieran arbeiten wir bereits intensiv, wie auch das innovative Konzept des Wohnprojekts in Ischl zeigt.

14. Was sind - neben der größten Herausforderung (Punkt 13) - Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahren? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen? 

Zunächst müssen wir die sehr gut funktionierenden Sozialstrukturen in unserer Gemeinde erhalten. Dazu gehört es auch, sich für unsere Kindergärten und die Grundschule einzusetzen und unsere Vereine weiterhin mit ganzer Kraft zu unterstützen. Zum Zweiten ist mir die Erhaltung und der Ausbau unseres Quartiersmanagements äußerst wichtig. Und nicht zuletzt gilt es, die Nahversorgung in allen drei Ortsteilen zu erhalten und so dazu beizutragen, unser lebenswertes Umfeld zu erhalten. Das Projekt „Lebensqualität durch Nähe“ hilft uns hierbei.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun? 

Stimmt, die Verfügbarkeit von Bauland ist derzeit auch bei uns sehr beschränkt. Insofern müssen wir neue Wege gehen. Dazu gehört es, ganzheitliche und nachhaltige Konzepte zu entwickeln, die in einem Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie sehr gut funktionieren. Die bestmögliche Nutzung von bereits vorhandenem Wohnraum spielt hierbei eine Rolle, aber auch neuen Wohnraum werden wir schaffen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun? 

Der Klimaschutz ist das Thema, dem die Zukunft gehört. Die Politik muss handeln, aber auch jeder Einzelne ist gefordert sein Verhalten auf “Klimatauglichkeit“ hin zu überprüfen. Aus meiner Sicht ist ein gesamtgesellschaftliches Umdenken nötig, die Politik alleine wird nichts Zählbares erreichen. Hier sind wir alle gefordert.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie? 

Das Volksbegehren hat gezeigt, wie gespalten unsere Gesellschaft diesbezüglich ist. Die Proteste unserer Bauern habe ich im Januar am Kloster Seeon selbst intensiv miterlebt. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass wir mehr Anwälte für unsere Landwirte brauchen. Aber nicht, um den bisher beschrittenen Weg weiterzugehen, sondern um im Schulterschluss zwischen Bevölkerung und Landwirtschaft gemeinsame Lösungen zu erreichen. Wir müssen unseren Bauern eine Zukunft geben. Dabei kann jeder mithelfen, dies fängt schon bei den täglichen Einkaufsentscheidungen an.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches? 

Ich möchte unsere Gemeinde wie bisher auch weiterhin positiv und zukunftstauglich gestalten: Weil mir meine Heimatgemeinde sehr viel bedeutet! Weil ich von je her sehr gerne Verantwortung übernehme! Und weil ich Dinge nicht nur verspreche, sondern diese auch umsetze, im sozialen, ökologischen und auch im wirtschaftlichen Bereich. Daher bitte ich Sie herzliche um Ihre Stimme!

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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