Kindergarten-Skandal: Vorwürfe zurückgewiesen!

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Mit einem ganzseitigen Artikel berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe über eine Kolbermoorer Kita

Kolbermoor - Wie der Spiegel berichtet, sollen in einer Kita in Kolbermoor immer wieder Kinder verbal und körperlich grob behandelt worden sein. Jetzt nimmt das Ordinariat Stellung:

Ordinariat weist Vorwürfe zurück

Das Erzbischöfliche Ordinariat München hat jetzt zu dem Spiegel-Artikel über Missstände in der Barbara-Strell Kindertagesstätte in Kolbermoor Stellung bezogen. In einer Pressemitteilung heißt es, der Artikel zeichne ein einseitiges und nicht aktuelles Bild.

Das Ordinariat habe der Autorin des Artikels umfassende Informationen zukommen lassen, die letzte Anfrage sei aber bereits am 11. April eingegangen. Seitdem sei aber ein umfangreicher Maßnahmenkatalog beschlossen worden. So werde bis zum 31. August ein anderer katholischer Träger die Kita übernehmen. Zudem erhalte die Kita ein Leitungs-Coaching, dann soll ebenfalls bis zum 31. August entschieden werden, ob ein Leitungswechsel nötig ist. Zudem soll eine Supervisorin zusammen mit dem Leitungsteam und Trägervertretern weitere Maßnahmen entwickeln. Zudem sollen alle Krippenmitarbeiter schrittweise die Weiterbildung zur Fachkraft für Krippenpädagogik absolvieren.

Das Ordinariat nehme die Vorwürfe sehr ernst und wehrt sich gegen den Vorwurf, es würde seiner Verantwortung nicht gerecht.

Quelle: Radio Charivari

Was der Spiegel berichtet:

In einer Gruppe einer Kindertagesstätte in Kolbermoor sollen immer wieder Kleinkinder verbal und körperlich grob behandelt sowie vernachlässigt worden sein. Das schreibt der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe.

Wie Spiegel-Redakteurin Ann-Katrin Müller sagte, habe sie für ihren Artikel mit mehreren Erzieherinnen der Kita gesprochen. Der Spiegel berichtet darüber, dass Kinder grob am Arm gezogen, in dunklen Räumen eingeschlossen oder auch mit dem harten Strahl eines Gartenschlauches ins Gesicht gespritzt werden, wenn sie zu laut sind. Fäkalsprache und Schimpfereien seien an der Tagesordnung, sagt Müller.

Eine Erzieherin, die auf die Missstände aufmerksam machte, wurde vom Dienst frei gestellt, zwei weitere sollen versetzt werden. Die Leiterin der Einrichtung und auch die beschuldigten Kinderpflegerinnen arbeiten dagegen weiterhin in der Einrichtung. Wirkliche Konsequenzen habe es bisher nicht gegeben, obwohl Träger, Jugendamt und das bayerische Familienministerium informiert wurden, sagte Müller.

Quelle: Radio Charivari

In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz meldeten sich am Nachmittag die Stadt und der Landkreis, der Träger und die betroffenen Eltern zu Wort.

Quelle: rosenheim24.de

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