Oma Trudi: Warum wurde sie so gequält?

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München - Was muss mit einem Kind passiert sein, dass es zum erbarmungslosen Folterer wird? Darüber rätselt München nach dem Folterangriff von zwei Buben auf eine 83-Jährige.

Was war der Auslöser für diesen Exzess? Und hatten sie diese grauenhaften Misshandlungen der betagten Nachbarin (83) etwa von vorneherein geplant? - fragt heute tz-online.de.

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Und berichtet, dass die zwei Buben sich von der Hauptschule kennen. Die Mutter des einen trinke häufig zu viel, weswegen sich der Sohn nichts mehr von ihr sagen lasse. Nachbarn berichteten RTL-Reporter Andreas Becker, dass die heftigen Streitereien der beiden zuweilen im ganzen Haus zu hören waren.

Der andere Bub soll aus "einer relativ normalen Familie" stammen.

Wie jetzt bekannt wurde, hatte einer der 13-Jährigen Edeltraud B. bereits am Rosenmontag angegriffen. Er soll der alten Dame so fest ans Schienbein getreten haben, dass sie noch tagelang humpelte. Die Seniorin kündigte dem Buben daraufhin seinen "Einkaufsservice". Der Schüler hatte sich mit Besorgungen für die 83-Jährige sein Taschengeld aufgebessert.

Edeltraud B. (83) war nach Informationen von BILD München früher Violinistin. Sie soll die Erste Geige im Orchester des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz gespielt haben. Heute leidet sie unter Demenz.

Ihre Schwägerin (82) zu Bild München: „Wie können Kinder nur so grausam und brutal sein? Sie hätten sie auch umbringen können.“

Die Folter-Kids werden vermutlich straffrei davon kommen: Keine Anklage, kein Prozess, schreibt die Abendzeitung München. Nach dem Jugendstrafrecht sind Kinder unter 14 Jahren nicht strafmündig.

Immerhin: Die Buben kommen auf die so genannte „Proper-Liste“ (Projekt Personenbezogene Ermittlungen und Recherche). Rund 90 Namen von Münchner Kindern und Jugendlichen stehen zur Zeit auf der Liste.

Das Jugendamt entscheidet, welche Erziehungs-Maßnahmen getroffen werden: Soziale Trainingskurse, Täter-Opfer-Ausgleich, intensive und beratende Begleitung, erzieherisch und jugendgemäß ausgestaltete Arbeitsleistungen, erlebnispädagogische Aktivitäten („Bootcamps“) sowie Werkstattprojekte könnten durchgeführt werden, so die Abendzeitung.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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