115 beantwortet alle Behördenfragen

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Kempten - Als erste Kommunen in Bayern haben die Stadt Kempten und die Gemeinden im Landkreis Oberallgäu die einheitliche Behördennummer 115 eingeführt.

Sie soll eine zentrale Hotline für alle Fragen rund um Behörden sein. Anrufer sollen hier schnelle Antworten erhalten zu Zuständigkeiten der verschiedenen Ämter, Öffnungszeiten, Gebühren oder benötigten Unterlagen - ohne mühselig nach dem richtigen Ansprechpartner suchen zu müssen. Nach einer mehrwöchigen Probephase wurde der Service am Montag offiziell gestartet. “Die 115 ist eine echte Optimierung unseres Bürgerservices“, sagte der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser (CSU) bei der Vorstellung in Kempten.

Wer aus den Kemptener und Oberallgäuer Vorwahlgebieten die 115 wählt, wird mit einem Mitarbeiter des nächstgelegenen Service-Centers verbunden. Dieser soll auf alle Fragen möglichst sofort eine Antwort haben - egal, ob sie die eigene Kommune, das Land oder den Bund betrifft. Die geschulten Mitarbeiter können dabei auf eine bundesweite 115-Wissensdatenbank zurückgreifen. “Die 115 ist kein Call-Center mit anstrengenden Warteschleifen und endlosen automatischen Ansagen“, sagte Kemptens Oberbürgermeister Ulrich Netzer (CSU). “Hier sind Menschen erreichbar, die vor Ort sind.“ Den direkten Draht in die Verwaltung gibt es von montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Bundesweit erreichen bereits 19 Millionen Menschen die zentrale Behördenauskunft. Bis Endes des Jahres sollen es 23 Millionen sein, sagte Henrik Jörgens von der Geschäfts- und Koordinierungsstelle 115 im Bundesinnenministerium. In Bayern stehe auch die Landeshauptstadt in den Startlöchern. “Die Stadt und der Landkreis München starten die 115 Anfang Juli.“ Weitere Planungen zur Einführung der Hotline gebe es unter anderem in Nürnberg, Regensburg, Hof und im Landkreis Augsburg. In den nächsten Jahren soll die einheitliche Behördennummer in ganz Deutschland eingeführt werden.

lby

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