Tochter hatte Mann belastet

Keine Vergewaltigung: Freispruch nach Haft

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Der Angeklagte Matthias G. sitzt am 7. März im Landgericht Kempten. Er wurde vom Vorwurf freigesprochen, seine Tochter über Jahre hinweg sexuell missbraucht zu haben. In einem früheren Verfahren war G. wegen dieses Vorwurfs zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren verurteilt worden.

Kempten - Zweifel an der Täterschaft: Das Landgericht Kempten hat einen dreifachen Vater (47) vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Seine älteste Tochter hatte ihn belastet.

Der Mann saß knapp zwei Jahre in Haft. Seine älteste Tochter hatte ihn belastet, sie als Jugendliche über Jahre hinweg zum Geschlechtsverkehr genötigt zu haben. Deshalb war der Mann aus Lindenberg (Landkreis Lindau) in erster Instanz zu zwölf Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber wegen eines Verfahrensfehlers auf. Eine andere Strafkammer des Kemptener Landgerichts sprach den 47-Jährigen jetzt frei, da es Zweifel an den Aussagen des angeblichen Opfers hat.

Die Schilderungen der Belastungszeugin seien „äußerst dürftig“, zu pauschal und zum Teil auch widersprüchlich, sagte der Vorsitzende Richter am Freitag in der Urteilsbegründung. „Wenn wir Zweifel haben an der Täterschaft des Angeklagten, können wir keine Verurteilung aussprechen.“ Der 47-Jährige nahm das Urteil regungslos entgegen.

dpa

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