Keine Spur vom Wolf

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Ein Wolf läuft in seinem Gehege im Wildpark Schorfheide.

Landkreis – Der Wolf scheint unsere Region verlassen zu haben. Mit einem Nachfolger muss aber jederzeit gerechnet werden.

„Den letzten Hinweis auf den Wolf gab es im Januar 2011. Seitdem gibt es keine Spuren mehr“, erklärt Sandra Brandt vom Bayerischen Landesamt für Umwelt. Auch die regionale Wildtiermanagerin Giulia Kriegel ist nicht auf der Fährte des Wolfes: „Es gab keine Risse, die Almsaison verlief sehr ruhig.“

Zwei Schafe seien einem Blitz zum Opfer gefallen, Wolfsspuren gab es dagegen keine, erklärt die Wildtier-Expertin auf Anfrage von rosenheim24. Ob der aus Italien zugewanderte Wolf einfach weitergezogen ist oder gar einem illegalen Abschuss zum Opfer fiel, lässt sich nicht sagen.

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Aber was macht eine Wolfsexpertin ohne Wolf? „Machen Sie sich keine Sorgen, ich sitz` nicht auf der Alm und trinke Kaffee. Ich habe die Betroffenen in der Region kennengelernt und wir haben Sofortschutzmaßnahmen getestet“, so Kriegel. Die wichtigste Schutzmaßnahme sind hohe Netzzäune, die den Almbauern der Region kostenlos zum Versuch angeboten wurden. Unter anderem wurde getestet, wie sich die Absperrungen im unwegsamen Gelände machen. So soll im Ernstfall zum Beispiel auch ein Pferch zum Schutz von Schafen gebildet werden können. Jetzt im Winter sollen die Versuche ausgewertet werden.

Auch wenn der heiß diskutierte Wolf verschwunden ist, kann laut Kriegel jederzeit wieder ein Beutegreifer in unsere Region kommen: „Die Populationen in unserer Nachbarschaft wachsen. Wir sind sozusagen ein Wolf-Erwartungsland.“

red/cs

Quelle: rosenheim24.de

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