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Nun ist es offiziell:

Kathrein baut 280 Stellen in Rosenheim ab

Rosenheim - Nun steht es fest: Die Firma Kathrein baut bis zum Sommer 280 Stellen im Raum Rosenheim und Thansau (Gemeinde Rohrdorf) ab.

Das bestätigte das Unternehmen am Mittwoch auf Nachfrage von rosenheim24.de. Zudem werden Arbeitsverträge im Stundenumfang reduziert. Außerdem wurden jüngst die Breitband-Aktivitäten an den Optik-Spezialisten BKtel verkauft.

Nach Angaben der Firma erfolgt der Stellenabbau gänzlich durch ein Freiwilligenprogramm mit Abfindungen, das man mit dem Betriebsrat vereinbart hatte. Rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben demnach Aufhebungsverträge unterzeichnet. Sie werden die Firma spätestens zur Jahresmitte verlassen, hieß es. Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben. 

Weitaus geringerer Stellenabbau erwartet 

Im Januar 2017 ging Jochen Hafner, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Rosenheim, im Gespräch mit unserer Redaktion noch von etwa 160 Stellen aus, die abgebaut werden würden

Der Standort Rosenheim schrumpft damit erneut: Bereits im Jahr 2016 wurden rund 300 Arbeitsplätze in der Produktion in Rosenheim gestrichen. Gleichzeitig wurde vor zwei Jahren das Kathrein-Werk in Nördlingen mit 700 Beschäftigten geschlossen. 

"Wir bedauern die schmerzhaften Einschnitte , aber sie sind für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zwingend erforderlich", so Geschäftsführer Anton Kathrein am Mittwoch. Er erklärte, dass das Unternehmen nun "vielversprechende Perspektiven" habe. "Mit unserer umfassenden Neuausrichtung schaffen wir die Voraussetzungen für künftigen Erfolg", so Kathrein. 

Sofern sich wieder wirtschaftlicher Erfolg einstellt, wurde mit dem Betriebsrat und der IG Metall ein Sonderbonus für alle Mitarbeiter vereinbart. Das Unternehmen wird nach diesen Maßnahmen noch rund 1400 Personen am Standort Rosenheim beschäftigen.

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