15 Kilo Kokain: "Fast" perfekt versteckt

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Hohlräume im Fahrzeug dienten dem Schmuggel von 15 kg Kokain

Irschenberg - Was eigentlich nur eine Routinekontrolle auf der A8 werden sollte, entpuppte sich als Glücksgriff für die Schleierfahnder: Sie stellten rund 15 kg Kokain sicher.

In der Nacht von Montag, 28. Juli auf 29. Juli kontrollierten bayerische Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim gegen 3.40 Uhr auf der A8 in Höhe Irschenberg einen Citroen, der in Richtung Süden unterwegs war.

In dem mit zwei albanischen Staatsangehörigen besetzten Fahrzeug befand sich im rechten und linken vorderen Radkasten jeweils ein Versteck, in dem zwanzig mit braunem Klebeband umwickelte Pakete aufgefunden wurden.

Ein durchgeführter Schnelltest ergab, dass es sich um rund 15 kg Kokain handelt.

Die Ermittlungen wurden noch vor Ort von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER Südbayern) des Bayerischen Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes München zusammen mit der Staatsanwaltschaft Traunstein übernommen.

Die beiden Insassen des Citroen, ein 35-jähriger Verputzer (Fahrer) und ein 22-jähriger Gerüstbauer (Beifahrer), beide in Nordrhein-Westfalen wohnhaft und mit dem Reiseziel Italien unterwegs, wurden vorläufig festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein beantragte gegen beide Tatverdächtige Haftbefehl, die der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Rosenheim erließ.

Pressemeldung Bayerisches Landeskriminalamt

Ergänzung des Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim:

Für die Fahndungsspezialisten handelte es sich zunächst um eine Routinekontrolle ohne Auffälligkeiten. Die 22 und 35 Jahre alten Albaner verfügten über ordnungsgemäße Reisepässe und Führerschein. Auch für das Fahrzeug, welches angeblich einem Verwandten in Deutschland gehörte, konnten sie die Fahrzeugpapiere vorweisen.

Letztendlich waren es nur kleinste und kaum merkliche Beobachtungen am Verhalten der Männern und dem Zustand des Fahrzeugs, die den Fahndungsspezialisten signalisierten: „Hier wird etwas verheimlicht.“ Bei der Erstdurchsuchung des Fahrzeugs gaben sich die Albaner noch betont freundlich, zeitweise gelangweilt.

Dies änderte sich, als sie erkannten, dass die bayerischen Schleierfahnder ihren Beruf bestens verstanden. So war den Polizisten aufgrund langjähriger Kontrollerfahrung bekannt, wo sich bei welchem Fahrzeugtyp bauartbedingte Hohlräume befinden, die sich zum Verstecken von Rauschgift, Waffen oder Diebesgut eignen. Und sie wussten auch, wie diese Verstecke ohne Beschädigung der Karosserie kontrollierbar sind und die kleinen, aber aufschlussreichen Fehler der Täter zu entdecken waren.

So konnten sie binnen weniger Minuten sichere Indizien sammeln, die auf einen aufwändigen Einbau von großen Mengen Schmuggelgutes hinwiesen, was sich bei eingehenderer Zerlegung des Fahrzeugs bestätigte. Es kamen 15 kg Kokain zum Vorschein. Da half es den Tätern nicht, dass sie beim Verbauen mit viel handwerklichem Geschick die Hohlräume nach dem Befüllen wieder schlossen.

Quelle: rosenheim24.de

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