Inzell sucht Lebensretter

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Der 30-jährige Arzt Martin Mitterer ist zum zweiten Mal an Blutkrebs erkrankt. Nur eine Knochenmarkspende kann ihm das Leben retten.

Inzell - Ein großes Schild neben der Bundesstraße weist auf die Typisierungsaktion am Samstag, 26. Februar, im Rathaus hin. Anlass hierfür ist die schwere Erkrankung von Martin Mitterer aus Weißbach.

Dem 30-jährigen Arzt kann nur eine Knochenmarkspende das Leben retten.

Deshalb organisiert die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) zusammen mit dem Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und der Familie Mitterer diese Typisierungsaktion.

Die BRK-Bereitschaft Inzell hat die Aufgabe übernommen, den Besuchern eine kleine Menge Blut abzunehmen, dessen Daten dann mit denen von Martin Mitterer verglichen werden - ein kleiner Hoffnungsfunke, auf diese Weise einen geeigneten Spender zu finden.

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Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ist Martin Mitterer aus Weißbach an der Alpenstraße an Krebs erkrankt. Bei dem 30-jährigen Arzt, der im Kreiskrankenhaus Ebersberg arbeitet, wurde Anfang des Jahres Leukämie festgestellt. Nach Ansicht der Ärzte hat der Weißbacher nur eine einzige Überlebenschance: mit der Übertragung von Stammzellen eines gesunden Spenders.

Für den Vater von Martin, Johann Mitterer, dreht sich seit einigen Wochen alles um die Typisierungsaktion in Inzell. 5000 Broschüren und 300 Plakate versucht er an möglichst vielen Orten zu verteilen. Inzwischen ist er überzeugt, dass am Samstag an die 1500 Besucher ins Rathaus kommen werden, um ihr Blut registrieren zu lassen. "Hoffentlich reichen uns die Plätze aus, um Blut abzunehmen und die Daten der Besucher aufzunehmen", sorgt er sich.

Da seit mehreren Jahren zwischen der AKB und dem BRK eine Kooperation besteht, war BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer sofort bereit, die Aktion in Inzell zu unterstützen. "Martin Mitterer hat als Arzt immer versucht, Menschen zu helfen", so Stemmer. "Jetzt braucht er selbst Hilfe und wir unterstützen diese Aktion mit all unseren Möglichkeiten." Manuela Ortmann: "Wir haben schon öfters mit BRK-Kreisverbänden zusammengearbeitet und sind froh, mit dem Traunsteiner BRK einen so starken Partner an unserer Seite zu haben."

Den Spendern, die zwischen 11 und 16 Uhr ins Inzeller Rathaus kommen können, werden von 13 Arzthelferinnen genau 2,7 Milliliter Blut abgenommen - nur ein Bruchteil von den 500 Millilitern einer Blutspende.

Martin Mitterer, so sein Vater, befindet sich im Moment in einem Münchener Krankenhaus, wo er jede Woche eine Bluttransfusion erhält, um die Blutwerte zu stabilisieren. "Obwohl er zuletzt Fieber hatte, ist er kampfbereit "Martin kennt ja die Heimtücke dieser Krankheit. Er schwankt zwischen Angst und Hoffnung, ist aber meist sehr positiv eingestellt."

Die Kosten für die Typisierung werden von der AKB getragen: 40 Euro müssen für jeden Blutspender ans Labor überwiesen werden. Da diese Summe nur aus Spenden finanziert wird, gibt es ein Spendenkonto: Kreissparkasse München Starnberg, Bankleitzahl 702 501 50, Aktionskonto 223 94 571, Kennwort "Martin".

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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