Das Inntaldreieck wurde in alle Richtungen gesperrt

So lief die abenteuerliche Suche nach der Anhalterin

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Das Inntaldreieck musste gesperrt werden.
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Rosenheim/Raubling - Am Montag musste das Inntaldreieck gesperrt werden - wegen einer Anhalterin. Die Feuerwehr schilderte nun den genauen Ablauf der abenteuerlichen Suche:

UPDATE, 15.45 Uhr:

Am frühen Montagabend gegen 22 Uhr wurde die Feuerwehr der Stadt Bad Aibling auf die BAB Richtung Rosenheim alarmiert. Eine Anhalterin wurde von der Polizei im Bereich Inntaldreieck kontrolliert und ist über die Autobahn geflohen. Daraufhin forderte die Polizei Inspektion Verkehr Rosenheim die Feuerwehren mit Verkehrssicherungsanhänger an.

Der Auftrag war äußerst ungewöhnlich und nicht einfach durchzuführen: Die Autobahn A8 und A93 mussten um das Inntaldreieck in allen Richtungen komplett gesperrt werden. Der Rüstzug der Feuerwehr der Stadt Bad Aibling wurde vom Einsatzleiter Kreisbrandrat Richard Schrank auf die A93 beordert, dort sollte die erste Ausfahrt genommen werden und dann wieder Richtung Rosenheim eingefahren werden.

Nach dem Turnaround stellten sich die Fahrzeuge der Aiblinger Feuerwehr am Standstreifen auf. Der Verkehrssicherungsanhänger (VSA) wurde aufgestellt und zunächst nur die Standspur gesperrt. Nach Auftrag des Einsatzleiters fuhren die Fahrzeuge ab, belegten mit dem Rüstwagen und VSA den Mittelstreifen, die beiden Löschfahrzeuge belegten links und rechts vom VSA die restlichen Spuren. Etwa 2000 Meter vor dem Inntaldreieck wurde die Kolonne langsamer um etwa 100 Meter vor dem Dreieck zu stoppen.

Das gleiche Manöver wurde gleichzeitig in allen Richtungen durchgeführt. Nach 15 Minuten erfolgloser Suche durch die Polizei wurde die BAB wieder freigegeben. Die gesucht Person war offenbar inzwischen mit einem anderen Auto weitergefahren. Unterstützt wurde diese Aktion von einem Polizeihubschrauber.

Pressemeldung Feuerwehr Stadt Bad Aibling

Erstmeldung:

Zusätzlich zu der drückenden Hitze, hielt auch das Rotorengeräusch eines Polizeihubschraubers viele Anwohner im Süden von Rosenheim, in Pfraundorf und Raubling gegen 22.30 Uhr vom Schlaf ab. Zeugen beobachteten, wie ein Polizeihubschrauber in der Luft stand und mit Schweinwerfern in die Tiefe leuchtete.

Was war da los? 

Auf Anfrage bei der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim erfuhr unsere Redaktion, dass zu dieser Zeit eine auffällige Anhalterin gesucht wurde.

Normalerweise werden Anhalter, die am Inntaldreieck von einer Polizeistreife entdeckt werden, kontrolliert und mit zur nächsten Raststätte genommen, damit sie dort gefahrloser eine neue Mitfahrgelegenheit finden können.

Als Polizeibeamte aber am Montagabend die Anhalterin kontrollieren wollten, wirkte die Frau sehr nervös, verwirrt und flüchtete über die Fahrbahn. Aufgrund des dichten Verkehrs konnten die Polizisten nicht direkt die Verfolgung aufnehmen, so dass die Frau spurlos verschwand.

Daraufhin setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, um die Frau zu finden. Die Befürchtung war, dass sie sich ansonsten erneut selbst in Gefahr bringt. Besonders ein kleines Waldstück am Inntaldreieck wurde abgesucht - jedoch erfolglos.

Bei der Verkehrspolizeiinspektion geht man deshalb davon aus, dass die Anhalterin in der Zwischenzeit recht schnell eine neue Mitfahrgelegenheit fand.

mg

 

Quelle: rosenheim24.de

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