Hunderte bei Ostermärschen: "Nein zum Krieg"

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Eine Demonstrantin hält am Samstag in München am Rande des Ostermarschs ein Plakat mit der Aufschrift "Bombenrisiko Atomkraft !". Mit der Protestveranstaltung wurde auch die Abschaffung von Atomwaffen und das Abschalten von Atomkraftwerken gefordert.

München - An Themen mangelt es nicht: Atomkatastrophe in Japan, Krieg in Libyen, Bundeswehr im Kampfeinsatz in Afghanistan. Bayernweit waren mehrere hundert Menschen auf den Straßen unterwegs.

Hunderte Menschen haben am Samstag in Bayern bei den traditionellen Ostermärschen gegen Krieg und Atomenergie demonstriert. Auf bunten Plakaten forderten sie: “Nein zum Krieg“ und “Atomwaffen abschaffen - Atomkraftwerke abschalten“.

Zur größten Kundgebung in München versammelten sich nach Angaben des Veranstalters etwa 900 Menschen. Die Polizei ging aber nur von 450 Teilnehmern aus. Auch in Ansbach, Augsburg, Erlangen, Traunstein und Würzburg gingen mehrere hundert Aktivisten auf die Straße. Alles verlief friedlich.

Die Protestaktionen in München hatten am Vormittag mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer Auftaktkundgebung am Ostbahnhof begonnen. Rund 450 Demonstranten zogen anschließend bei sommerlichen Temperaturen durch die Innenstadt. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautete: “Politikwechsel für Frieden und eine gerechte Weltordnung!“

In Ansbach protestierten die Ostermarschierer vor der US-Kaserne Katterbach unter dem Leitspruch “Lautstark für den Frieden“. An der Abschlusskundgebung am Nachmittag in der Innenstadt beteiligten sich nach Angaben des Veranstalters etwa 400 Aktivisten. Die Polizei sprach von 250 Demonstranten.

In Augsburg versammelten sich nach einem Friedensgebet am Morgen rund 200 Menschen auf dem Königsplatz. Auch in Erlangen, Traunstein und Würzburg gab es Märsche mit mehreren hundert Teilnehmern.

Die diesjährigen Demonstrationen richteten sich nicht nur gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan, sondern auch den Libyen-Krieg und die Atompolitik nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima. Für Ostermontag sind weitere Aktionen etwa in München und Landshut geplant. In Nürnberg gehen die Friedensaktivisten unter dem Motto “Wir bleiben dabei: Krieg löst keine Probleme!“ auf die Straße.

Ihre Wurzeln haben die Ostermärsche im Widerstand gegen das atomare Wettrüsten im Kalten Krieg. Im vergangenen Jahr waren in Bayern mehr als tausend Menschen bei den Protestaktionen unterwegs. Ihren Höhepunkt hatten die Ostermärsche in den frühen 1980er Jahren, als mehrere hunderttausend Menschen für den Frieden demonstrierten.

dpa

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