Nach brutaler Vergewaltigung in Höhenkirchen

Jetzt auch dritter mutmaßlicher Täter (18) verhaftet

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Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Nach der schrecklichen Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen durch drei Afghanen am Freitagabend ist nun auch der dritte mutmaßliche Täter, ein 18-Jähriger, in Untersuchungshaft genommen worden.

UPDATE, 12.10 Uhr - Auch dritter Täter nun in U-Haft

Wie das Polizeipräsidium München am Donnerstagmittag mitteilte, war der 18-Jährige nach seiner Festnahme am Freitagabend zunächst vom Ermittlungsrichter entlassen worden. Aufgrund der in den Folgetagen durchgeführten Vernehmungen sowie weiterer polizeilicher Ermittlungen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I nachträglich auch gegen den 18-Jährigen Haftbefehl erlassen. Dieser konnte am Donnerstag, um 9.45 Uhr, vollzogen werden, so die Polizei

Die Erstmeldung:

Auch bei der Politik ist das Thema nun offenbar ganz oben auf der Agenda. Die Regierung von Oberbayern hatte bereits am Montag "konkrete Maßnahmen" angekündigt. Höhenkirchens Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) hatte sich währenddessen bestürzt gezeigt, mehr Kontrollen gefordert, aber auch erklärt, dass es in der Unterkunft, die bereits seit 15 Jahren existiert, bislang keine größeren Probleme gegeben hätte. Der Umgang zwischen Bevölkerung und Asylbewerbern sei eigentlich gut, dennoch sagte sie der Süddeutschen Zeitung: "Ich sage es mal auf gut Bairisch: Da kommen ein paar Grattler und zerschießen uns alles."

Auch bei der Polizei in Ottobrunn, in deren Dienstbereich die Vergewaltigung passierte, betont man, dass Höhenkirchen kein Schwerpunkt der Kriminalität sei. "Es ist mir wichtig, dass wir da differenzieren: Die Straftaten wurden zwar von Migranten begangen, aber nicht von Bewohnern der Unterkunft", sagte Dienststellenleiter Armin Ganserer.

Landrat: "Schockierender Vorfall"

Auch im Kreistag war die Vergewaltigung bereits Thema. Münchens Landrat Christoph Göbel (CSU) sprach laut Süddeutscher Zeitung von "einem schockierenden Vorfall". Als erste Maßnahme sollen die Unterkünfte nun 24 Stunden am Tag betreut werden und außerdem sollen Integrationsberatungsstellen helfen. Zwei der Täter waren übrigens 2015 nach Deutschland gekommen, einer bereits 2014. Über ihre Asylverfahren gab es laut des Berichtes bis dato angeblich keine Entscheidung.

Auch in Großkarolinenfeld, wo einer der Haupttäter, ein 27-Jähriger, zuletzt gemeldet war, ist die Bestürzung groß. Bürgermeister Bernd Fessler verwies im Oberbayerischen Volksblatt allerdings darauf, dass es in seiner Gemeinde - bis auf eine Ruhestörung - bisher keine Schwierigkeiten mit Flüchtlingen gegeben hätte. Fessler hält enge Kontakte zu den Asyl-Betreuern und sagt: "Die übrigen Asylbewerber haben große Befürchtungen, dass nun ein Kesseltreiben losgeht."

Drei Afghanen waren am Freitagabend gegen 20.15 Uhr über ein 16-jähriges Mädchen hergefallen. Zwei der Männer (27, 17) vergewaltigten das Mädchen. Bevor der dritte Afghane (18) den Geschlechtsverkehr ausüben konnte, wurde das Trio durch Zeugen gestört und ergriff die Flucht. Die Männer wurden kurz darauf nach einer Großfahndung von der Polizei gefasst.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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