Helft Martin Mitterer!

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Martin Mitterer kämpft mit Unterstützung seiner Freundin Julia zum zweiten Mal gegen den Krebs. Er braucht dringend einen Knochenmarkspender.

Weißbach an der Alpenstraße - Im Januar bekam Martin Mitterer aus Weißbach an der Alpenstraße die Diagnose "sekundäre Leukämie". Seitdem kämpft er um sein Leben und Sie können helfen!

Den 10. Januar 2011 wird Johann Mitterer wohl so schnell nicht vergessen. Gerade spazierte er gemütlich mit seiner Frau durch Klagenfurt, da klingelt sein Handy. Der jüngere von zwei Söhnen, Markus, war am Apparat und überbrachte schlechte Neuigkeiten: "Bei Martin ist Leukämie diagnostiziert worden."

"Ich bin in ein Loch gefallen", gibt der Vater zu. "Seine Chemotherapie wegen eines Tumors in der Lymphbahn war vier Jahre her und ich begann zuversichtlich zu werden, dass Martin, der selbst Medizin studiert hat, den Krebs besiegt hatte." Den ersten Krebs hatte der 30-Jährige auch mit Hilfe der Chemotherapie besiegt. Doch die hat sein Knochenmark beschädigt. "Es produziert zu wenig rote Blutkörperchen", versucht Johann Mitterer als Laie das Problem zu erklären. "Martin bekommt deshalb einmal in der Woche eine Bluttransfusion. Das frische Blut soll ihn stabil halten, um mehr Zeit für die Spendersuche zu haben."

Johann Mitterer hilft seinem Sohn im Kampf gegen den Krebs: "Martin ist so positiv, da muss ich mindestens genauso positiv sein."

Die Stammzellen von Martins kleinem Bruder Markus stimmen nur zu 50 Prozent mit denen seines großen Bruders überein. Zu wenig für die Ärzte. Deshalb versuchen Markus und seine Eltern jetzt über Typisierungsaktionen einen möglichen Spender zu finden. "Die Stammzellenspende wird nicht aus dem Rückenmark entnommen", versucht der Mediziner Martin zu erklären. "In 80 Prozent der Fälle reicht es, wenn sich der Spender nach Stimulation mit einem Medikament für einige Stunden an ein Gerät anschließen lässt", ergänzt Vater Johann. "Das Blut wird aus der Armvene entnommen und nachdem die Stammzellen isoliert sind, wieder in die andere Armvene zurückgeführt. In 20 Prozent der Spenden muss das Knochenmark des Spenders aus dem Beckenkamm entnommen werden - unter Vollnarkose." Für die Typisierung werden lediglich 2,5 Milliliter Blut benötigt. Die Gewebemerkmale des potentiellen Spenders werden anonymisiert an das weltweit vernetzte Stammzellenregister gemeldet. Die persönlichen Daten bleiben geschützt in der Datenbank der Stiftung AKB (Aktion Knochenmarkspende Bayern).

Martin weiß, die Diagnose Leukämie ist furchtbar, aber kein Todesurteil. Er hat während seiner ersten Krebsbehandlung sein Medizinstudium fortgesetzt und danach erfolgreich abgeschlossen. "Teilweise hat er vormittags Bluttransfusionen bekommen und nachmittags eine Prüfung geschrieben", erzählt der Vater stolz. Ein Jahr lang konnte der heute 30-Jährige als Assistenzarzt am Ebersberger Krankenhaus arbeiten, dann kam die niederschmetternde Diagnose.

"Er war nur einen Tag richtig unten", erinnert sich Johann Mitterer. "Dann schien er einen Schalter umgelegt zu haben." Hilfe bekommt er dabei vor allem von seiner langjährigen Freundin Julia. "Es ist sensationell wie sie Martin unterstützt", freut sich der Vater. "Sie hat bereits bei der ersten Krebsbehandlung ihr Studium in Heilbronn aufgegeben, um bei Martin zu sein." Jetzt liegt sie in den letzten Zügen ihres Deutsch- und Französisch-Studiums und ist gleichzeitig immer an Martins Seite.

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Dankeschön für Unterstützung bei Typisierung

"Martin mag nicht, wenn jemand zweifelt. Nach der zweiten Krebs-Diagnose hat er den Arm um mich gelegt und gesagt: 'Papa, des mach ma scho!'". Und Johann teilt die Zuversicht seines Sohnes. "Er hat schon so viel durchgemacht. Seine Geburt war schwierig, zweimal hat er sich das Schien- und Wadenbein gebrochen, er hatte einen offenen Oberschenkelbruch und einen offenen Schädelbasisbruch. Er ist ein Kämpfer."

Um ihn zu unterstützen ruft Johann so viele Freunde, Bekannte, Verwandte zur Typisierung auf. "Martin gegenüber sind wir hilflos, aber wenn wir die Spenderdatei füllen hilft das vielleicht ihm, aber vielleicht auch anderen." Sie haben die Möglichkeit, sich am 26. Februar von 11 bis 16 Uhr im Inzeller Rathaus typisieren zu lassen. Eine zweite Aktion findet am 19. März im Ebersberger Krankenhaus statt.

Bis ein Spender gefunden ist, trainiert Martin, dass er den schwierigen Vorgang der Knochenmarkspende übersteht. "Vorgestern ist er mit dem Moutainbike auf den Olympiaberg geradelt", weiß Vater Johann. "Außerdem hilft ihm sein Hobby Fotografieren, ab und zu die Krankheit auszublenden und mal nicht über Chancen und Riskien nachzudenken."

Christine Zigon

Quelle: rosenheim24.de

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