Main: Havariertes Güterschiff wieder frei

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Kreuzwertheim - Der im Main auf Grund gelaufene Frachter ist wieder frei. Zuvor hatten Regenschauer für zunehmendes Hochwasser gesorgt. Eisbrecher und Schubschiff taten dann das Übrige.

Ein bei Kreuzwertheim (Landkreis Main-Spessart) auf Grund gelaufenes Güterschiff ist dank des zunehmenden Hochwassers wieder frei. Wegen des um etwa 40 Zentimeter gestiegenen Wasserpegels habe sich das am Vortag havarierte Schiff am frühen Morgen gedreht und sei am Mainufer zum Liegen gekommen, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg am Freitag mit.

Mehrere Eisbrecher und ein niederländisches Schubschiff konnten das 85 Meter lange Güterschiff schließlich vom Ufer befreien und in den nächsten Hafen schleppen. In der Nacht hatte es in Nordbayern zum Teil heftig geregnet, jeder zweite Fluss führt dem Hochwassernachrichtendienst zufolge derzeit leichtes Hochwasser.

Experten untersuchten das Schiff am Freitag auf Schäden am Motor und an der Ruderanlage. “Damit wird überprüft, ob ein technischer Defekt oder ein Fahrfehler zu dem Unfall geführt hat“, sagte der stellvertretende Amtsleiter, Paul Marcus Schäfer. Dem Wasser- und Schifffahrtsamt zufolge sind keine Flüssigkeiten wie Öl oder Benzin in den Fluss gelaufen. “Ein Leck ist nicht aufgetreten“, sagte Schäfer. Die Unfallstelle wurde am Mittag wieder für die Schifffahrt freigegeben. Sieben Schiffe warteten am Morgen auf ihre Weiterfahrt.

Der 50 Jahre alte Kapitän war mit dem Güterschiff aus Ungarn kommend in Richtung Aschaffenburg unterwegs, als er am Donnerstag aus noch ungeklärter Ursache auf ein sogenanntes Längsbauwerk auffuhr. Das mit rund 1000 Tonnen Stahlrollen beladene Schiff stellte sich daraufhin quer und hing mit Bug und Heck fest. Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Die Wasserschutzpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Für die nächsten Tage erwarten Meteorologen weiterhin teils heftige Regenfälle. “Wir haben aber die Hoffnung, dass wir die Schifffahrt am Wochenende nicht einstellen müssen“, sagte Schäfer. Von den erhöhten Pegelständen werde dem Amt zufolge vor allem der obere Main, zwischen Schweinfurt und Würzburg, betroffen sein.

Rubriklistenbild: © dpa

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