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Über Ramses den Kleinen und Schorsch den Russen

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Hans Well (r.) mit den Wellbappn, seinen Kindern Jonas, Sarah und Tabea.
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Schönau am Königssee – Wie die Biermösl Blosn, aber doch ganz anders, das ist Hans Well mit seinen Wellbappn. Sie treten heute in Schönau am Königssee auf.

Was den Zuhörer erwartet, ob er sich an Schönau am Königssee erinnert und ob die Spießer wirklich immer jünger werden, verrät Hans Well im Interview mit BGLand24.

Im August 2011 waren Sie zusammen mit Gerhard Polt und den Biermösl Blosn das letzte Mal in Schönau am Königssee, erinnern Sie Sich an den Auftritt?

Und was für eine Erinnerung ich an den Auftritt habe. Der war für die Freiwillige Feuerwehr Königssee. Und die musste mit ansehen, wie die Feuerwehr Schönau über den Königssee zu einem Brand nach St. Bartholomä gefahren ist, dabei ist das doch ihr Hoheitsgebiet. Dann hat es auf einmal zu schütten angefangen, da habe ich auf der Bühne gesagt: „Das ist jetzt die Schönauer Feuerwehr, die aufs Zelt spritzt“.

Ein Thema war damals die gescheiterte Olympiabewerbung. Der Sieger für 2014 hieß Russland, jetzt schaut die ganze Welt nach Sochi, nicht an den Königssee. Werden Sie das bei Ihrem Auftritt aufgreifen?

Ich habe gehört, dass Georg Hackl jetzt nach Sochi auswandert, weil dort die Bevölkerung williger ist. Das ist schon noch ein Thema.

Was hat man Ihnen sonst noch aus Schönau am Königssee zugetragen, das Sie bei Ihrem Auftritt verwenden können?

Bis jetzt noch nichts. Vor dem Auftritt unterhalte ich mich immer mit Leuten aus dem Ort, die sich auskennen. Im ersten Lied dreht es sich dann meistens um Themen in der jeweiligen Gemeinde. Den Text für das erste Lied schreibe ich ca. innerhalb von einer Stunde.

Die Wellbappn sind die neue Generation. Was hat sich im Vergleich zur Biermösl-Blosn deshalb verändert?

Vor allem das Alter, wir sind wesentlich jünger geworden. Es gibt natürlich neue Texte, aber da ich sie immer noch schreibe, wie für die Biermösl Blosn auch, sind sie natürlich in dem Stil. "Wie die Biermösl Blosn nach einer Frischzellenkur" hat eine Zeitung geschrieben.

Dieter Hildebrandt hat mal gesagt, 'Spießer werden immer jünger'. Können das ihre Kinder, die mit Ihnen auftreten - Sarah, Tabea und Jonas - bestätigen?

Das ist ein sehr treffender Spruch, aber meine Kinder können das weniger bestätigen. Mir wäre ein bisschen ruhiger und spießiger manchmal fast lieber.

Die Kommunalwahl ist ja gerade das große Thema. Der Sommerwählerschlussverkauf auf Landesebene ist vorbei, aber in den Kommunen geht er erst los. Was ist jetzt anders als bei der Landtagswahl?

Eine Kommunalwahl ist keine Landtagswahl. Aber Versprechen und Wirklichkeit laufen bei beiden manchmal weit auseinander. Es liegt am Wähler, dass er das nicht goutiert.

Sie haben nach der Wahl den 'Roten' und 'Grünen' empfohlen, zur CSU zu gehen. Weil es eh wurscht ist, was die macht, sie wird immer gewählt. Wie sieht es da in den Kommunen aus?

Gott sei dank, sieht es da ganz anders aus. Eine Kommunalwahl sollte eine Persönlichkeitswahl sein und das ist sie in den meisten Gemeinden auch. Es kommt darauf an, wie glaubwürdig jemand im überschaubaren Bereich ist.

Landes- und Bundespolitisch gesehen, haben Sie ja einige Lieblinge. Alexander Dobrindt mit seiner Dumpfheit, Horst Seehofer, den Ingolstädter Wankelmotor oder Ilse Aigner, das Dioxin-Hendl-Luder aus Rosenheim.

Ja, da brechen mir leider immer wieder welche weg. Ramses der Große, ist jetzt Ramses der Kleine. Das war eine Demütigung, da hat er mir fast leid getan.

Hat sich in die Liste im letzten Vierteljahr schon ein neuer Kopf eingeschlichen, der nach den Wahlen auf sich aufmerksam gemacht hat?

Na ja, der Scheuer (CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, Anm. d. Red.) ist schon ziemlich bescheuert, wie er mit seinem Doktortitel umgegangen ist, aber das hat ja offenkundig Tradition in dieser Partei.

Im Berchtesgadener Land ist der Fluglärm ein großes Thema. Die Freilassinger haben mit Peter Ramsauer als Verkehrsminister angefangen, die Salzburger zu ärgern. Seit der Ankündigung einer Durchführungsverordnung ist das Verhältnis schwer getrübt. Was kann Alexander Dobrindt da noch retten?

Ich glaube generell nicht, dass Alexander Dobrindt viel kann. Er ist immer ein Hau-drauf gewesen, jetzt macht er grad einen Imagewandel ins Seriöse. Ich fürchte, dass Alexander Dobrindt und die CSU die Probleme von Fluglärmgeschädigten eher am A... vorbeigehen. Noch dazu wohnt er weiter weg, so dass ihn Demonstrationen am Ort nicht berühren. Das ist ja immer so, dass dort was passiert, wo die Minister zuhause sind. In der Heimat vom Schüttel-Schorsch (Georg Schmid, ehem. CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, Anm. d. Red.) beispielsweise gibt's Straßen wie in Los Angeles.

Hans Well und die Wellbappn spielen auf Einladung der Grünen im Berchtesgadener Land am Freitag, den 31. Januar 2014 um 19.30 Uhr im Gasthaus Unterstein in Schönau am Königssee.

cz

Quelle: BGland24.de

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