Missgeschicke mit dem Handy

Echt jetzt? Handys fallen "gern" ins Klo

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Eine Wasserburgerin hat uns im Zuge einer Umfrage in der Altstadt sogar das Beweisfoto gezeigt: Ihr ist das Handy in die Kloschüssel gefallen, es funktioniert aber immer noch.
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Landkreis – Laut einer Umfrage leben Handys gefährlich. Alltagstauglich sind sie, doch ungestüm sollte man damit nicht umgehen. Wir haben nachgefragt, welche Handy-Missgeschicke in der Region passiert sind.

Knallharte Ergebnisse einer deutschlandweiten Umfrage: Ein Fünftel der Deutschen hat das Handy schon einmal in die Toilette fallen lassen. Insbesondere durch die immer größer werdenden Geräte komme es vor, dass die Handys nicht mehr so leicht in den Hosentaschen Platz hätten, heißt es von den Analytikern. Auch die überschätzte Multitasking-Fähigkeit der Frauen lasse das Handy versehentlich in die Kloschüsssel fallen, sind sich die Umfragebetreuer einig.

Selbst herumgefragt

wasserburg24.de-Reporterin Regina Mittermair wollte wissen, ob den Wasserburgern auch schon Handy-Pannen passiert sind und platzierte sich für die Umfrage mitten auf der Hofstatt.

„Ja, da gibt es was zu erzählen“ zeigt sich eine junge Mutter, die mit Kinderwagen und Handy vorbeizieht, einsichtig. „Mir ist das Handy schon mal versehentlich mit in die Waschmaschine geraten“ verrät die 29-Jährige gegenüber wasserburg24.de. Der 30-minütige Waschgang hätte dem Gerät nicht gut getan, lediglich die SIM-Karte hätte sie noch benutzen können. „Das Gerät hatte Totalschaden“.

Ein paar Schülerinnen schlendern vorbei, zeigen sich neugierig, was denn hier gefragt werde und erzählen freudig, dass das eigene Smartphone noch nie wirklich in Gefahr geraten sei. „Das ist mir heilig, da passe ich echt krass gut auf“, gibt sich Klara selbstbewusst. Auch ihre Freundin berichtet, dass ihr das Handy zwar schon einmal runter gefallen sei, aber noch nie großer Schaden entstanden wäre.

Wir ziehen weiter, fragen die Nächsten. Eine 42-jährige Frau tippt gerade an ihrem Smartphone herum, und zeigt sich erschrocken: „Ob mein Handy schon mal im Klo gelandet ist?“, kommt es der Wasserburgerin über die Lippen. „Nein, das wäre ja schrecklich“.

Allerdings hätte sie sehr wohl schon eine Handy-Panne gehabt, nämlich das Handy nach dem Einkaufen auf dem Autodach vergessen. „Ich bin losgefahren und dachte mir schon, warum die Menschen am Supermarkt-Parkplatz winken“. Irgendwann sei es ihr dann eingefallen, dass sich das Handy noch oben auf dem Dach befinden könnte und sie hätte gebremst. „Das war mein Fehler, denn während der Bremsung rutschte das Gerät vom Blech und fiel auf den harten Straßenbelag“, so die 42-Jährige weiter. Mit dem kaputten Gerät sei sie zum Handy-Shop gegangen, aber für eigenes Verschulden wirke die Garantie selbst bei Neugeräten nicht.

Immer mehr Neugierige ziehen wir in den Bann mit der wasserburg24.de-Diskussion, die sich gerade in der Altstadt abspielt. „Ich gehöre leider wirklich zu den Menschen, die auch während dem Toilettengang und sogar auf dem Klo nicht die Finger vom Handy lassen können“ beichtet eine 16-Jährige. Dabei sei es sehr schnell passiert, dass das Gerät in die Kloschüssel gefallen sei, gibt die Schülerin zu. „Aber zum Glück hat das Smartphone nicht viel Wasser abbekommen, ich kann es auch weiterhin benutzen“ freut sich der Teenager.

Waschmaschine, Toilette, Autodach. Das Handy lebt wahrlich gefährlich in der Region.

Doch laut internationaler Studien passieren den Deutschen deutlich weniger Handy-Pannen als den Griechen oder gar den Engländern. In Großbritannien sollen jährlich ungefähr 100.000 Handygeräte ins Klo purzeln, will eine Hochschule herausgefunden haben.

Was tun im Ernstfall?

Auch so manchen Tipp haben die Experten parat.

So wird uns von einem Mitarbeiter eines Handyshops aus Wasserburg geraten, ein kurzzeitig nass gewordenes Handy trocken zu föhnen und es erst nach einer Wartezeit von ungefähr 12 Stunden wieder einzuschalten. „Dann haben sich meist viele Wasserreste aus dem Gerät verabschiedet und es funktioniert im besten Fall wieder“, erklärt der Handyexperte. Noch besser sei freilich das Abschließen einer Handyversicherung, heißt es aus dem Handyshop. Hier würden viele eigens verschuldete Schäden übernommen, eine Reparatur oder ein Geräteaustausch meist unbürokratisch gezahlt.

Viele Versicherer bieten Smartphone-Versicherungen an und sichern Gefahren wie Displaybruch durch einen Sturz, Schäden durch Flüssigkeiten oder den Verlust durch Einbruchdiebstahl oder Raub ab.

Die Studie

wasserburg24.de vergleicht die deutschlandweit durchgeführte Studie mit dem Ergebnis der eigens gemachten Umfrage in der Wasserburger Altstadt.

Insgesamt hat wasserburg24.de-Reporterin Regina Mittermair 50 Handybesitzer zu den Handy-Pannen befragt.

Deutschlandweite Umfrage

  • Unfallrisiko Nummer eins – Fall in die Toillette (12 %)
  • Dicht gefolgt von dem Vergessen des Gerätes auf dem Autodach (10 %)
  • Dahinter auf Platz drei Mitwaschen in der Waschmaschine (9 %)

Bei der Studie kam heraus, dass scheinbar Frauen und Singles das eigene Handy nicht so oft kaputt machen würden, als Männer. Ebenfalls leichter passiere Menschen unter 45 Jahren sowie Eltern von Kleinkindern ein Handy-Missgeschick.

Haustierhalter haben es der Studie zufolge nochmals schwerer, dem Handy ein langes Dasein im Haushalt zu gewähren. Manche Haustiere würden ein liegengebliebenes Smartphone gerne kaputtkauen, hieß es im Abschlussbericht der Studie.

Wie sieht es in Wasserburg aus?

Von den 50 befragten Handynutzern aus der Region hat jeder Dritte ein Handy-Missgeschick zugegeben.

  • 8 Wasserburger erzählten, dass das Handy schon in der Toilette versenkt wurde. (16 % der Befragten)
  • 5 der auskunftswilligen ließen das Handy auf dem Autodach liegen und fuhren los (10 % der Befragten).
  • 3 der Befragten hatten Erfahrungen mit der Waschmaschine mit Handy als Inhalt in der Trommel. (6 % der Befragten)
  • 1 Mann erklärte, er habe sein Smartphone mit in den Wäschetrockner gesteckt, um seine Hose zu lüften. Die Haustiere nahmen alle in Schutz. Dies sei noch nicht vorgekommen, dass sich das eigene Haustier am Handy vergriffen hätte.

Braucht ein Handy geregelten Schutz?

Eine Handyversicherung hat nach eigenen Angaben nicht einmal ein Drittel der befragten Wasserburger abgeschlossen. 

Lediglich für 14 Handybesitzer stellt eine Geräteversicherung einen wichtigen Schutz dar. 12 Bürger möchten sich zukünftig eventuell Details zur Handyversicherung ansehen, die restlichen 24 Umfrage-Beteiligten aus der Altstadt sehen die Handyversicherung als unnütz an.

„Wenn es mal zu einem Schaden kommt, dann gibt es in den Versicherungsverträgen bestimmt irgendeine Klausel, die eine Kostenübernahme ausschließt“ wettert ein Bürger.

Quelle: rosenheim24.de

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