Stadelbrand: War es der Feuerteufel?

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Halfing - Gut vier Monate war es ruhig, jetzt brannte im östlichen Landkreis Rosenheim erneut ein Stadel. War es der Feuerteufel, der seit einem Jahr sein Unwesen treibt?

Wie die Polizei jetzt mitteilte, geht die Kripo bei einem Stadelbrand bei Halfing von Brandstiftung aus!

Die Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Wortlaut:

Keine Verletzungen bei Anwohnern und Rettern, aber 150.000 Euro Sachschaden wurden beim Brand eines landwirtschaftlichen Nebengebäudes in der Nacht zum Dienstag, 4. Dezember, verursacht. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.

Die Eigentümerin des in Friedenslinde gelegenen landwirtschaftlichen Anwesens hatte das Feuer gegen 2.45 Uhr bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Die Integrierte Leitstelle alarmierte die Feuerwehren Halfing, Bad Endorf, Prien am Chiemsee und Söchtenau. Zudem rückten Kreisbrandinspektoren und der Kreisbrandrat zur Leitung des Einsatzes an.

Als Beamte der Polizeiinspektion Prien und die Einsatzkräfte der Feuerwehren vor Ort eintrafen, stand das etwas abgesetzt zum Haupthaus liegende Nebengebäude bereits vollständig in Flammen. Der aus Holz gebaute Teil der großen Maschinenhalle brannte komplett nieder. Eine integrierte Werkstatt, ein Holzlager sowie ein Traktor und andere landwirtschaftliche Gerätschaften wurden zerstört.

Nach den ersten vorliegenden Erkenntnissen wird der Sachschaden auf etwa 150.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.

Brand einer Scheune

Bereits in der Nacht übernahmen Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache. Das zuständige Fachkommissariat geht nach derzeitigem Erkenntnisstand von einer Brandstiftung aus und sucht Zeugen:

  • Wer hat in der Nacht zum Dienstag im Bereich Halfing, verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen?
  • Sind im Vorfeld verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen, die den Bereich möglicherweise ausgekundschaftet haben?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben, die der Aufklärung der Tat dienen?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/200-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Eine ungeheuerliche Brandserie

Los ging im östlichen Landkreis Rosenheim alles vor knapp einem Jahr: In der Nacht auf den 30. Dezember 2011 wurde der Brand einer Maschinenhalle in Stephanskirchen, Ortsteil Füssen, gelegt. Der Sachschaden wird auf über 500.000 Euro geschätzt.

Brand in Kronstauden

In der Nacht auf den 29. Februar wurde dann der Brand einer Maschinenhalle in Vogtareuth, Ortsteil Weikering, gelegt. Der Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Brand von Maschinenhalle

In der Nacht auf Dienstag, 13. März, wurde der Brand einer Lagerhalle in Prutting, Ortsteil Nendlberg, gelegt. Der Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Der vorerst letzte aber auch verheerendste Brand wurde dann in der Nacht auf Montag, 23. Juli, in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Forst am See, Gemeindegebiet Prutting, gelegt. Hier entstand ein Sachschaden von rund einer Million Euro.

Großbrand bei Prutting

In Zusammenhang mit den Bränden in Vogtareuth und Prutting wurde nach einem silberfarbenen 3er BMW Touring mit schwarzer Dachreling gesucht. Ein solches Fahrzeug wurde bei den Bränden in Weikering und auch in Nendlberg von Zeugen gesehen. Beim Bauernhausbrand in Forst am See wurde ein schwarz gekleideter Radfahrer mit schwarzer Mütze und schwarzem Rucksack gesehen. Außerdem soll auf einer Wiese am Hofstätter See ebenfalls ein silberfarbenes Auto gestanden haben.

Seit gut vier Monaten war es im östlichen Landkreis Rosenheim jetzt ruhig, bis in die vergangene Nacht. War es erneut der Feuerteufel?

Martin Vodermair

Quelle: rosenheim24.de

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