Hahn-Attacke in Rohrdorf:

Bauer bricht Schweigen: "Mein Hahn war das nicht!"

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Der Hahn (Symbolbild) eines Rohrdorfer Bauern soll der kleinen Vroni diese Verletzungen im Gesicht beigebracht haben. Dessen Besitzer weist dies zurück.

Rohrdorf - Lange hat der Bauer zu den Vorwürfen geschwiegen. Sein Hahn soll zwei Keinkinder attackiert und verletzt haben. Jetzt nimmt der Landwirt über seinen Anwalt Stellung.

Der betroffene Rohrdorfer Landwirt und seine Familie werden vertreten durch den Traunsteiner Rechtsanwalt Dr. Stefan Gilch. Über diesen ließen sie rosenheim24.de nun eine Erklärung zukommen. Einen persönlichen Kontakt mit der Redaktion hatten der Bauer - trotz Nachfrage bereits beim ersten Bericht über den Angriff auf Vroni S. - abgelehnt.

Der Bauer bedauert in dem Schreiben nun die Verletzungen der beiden Kinder, weist es aber zurück, dass sein Hahn der Verursacher gewesen sei. Der Hahn sei inzwischen auf Kosten der Familie andersweitig untergebracht. Man reagiere also durchaus auf die Vorwürfe, obgleich sie nicht nachgewiesen seien.

Im Hinblick auf Vronis Narben, die ihr nach dem Vorfall bleiben werden und die die Familie mithilfe des Schmerzensgeldes chirurgisch entfernen lassen wollte, heißt es: Das Mädchen sei nicht von sachgerechter medizinischer Versorgung abgeschnitten. Es sei davon auszugehen, dass dafür die Krankenkasse aufkommen werde.  

Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme im Wortlaut (pdf)

Wie berichtet, hatte die Versicherung des Bauern der kleinen Vroni (damals 16 Monate alt) vergangenes Jahr erst 5000 Euro Schmerzensgeld gezahlt. Dieses forderten sie aber mit Zinsen von den Eltern zurück, als in einer Gerichtsverhandlung der Gockel des Rohrdorfer Bauern nicht als "Täter" identifiziert werden konnte. Am Tag zuvor hatte der Hahn laut Aussage einer weiteren Rohrdorfer Mutter ihren Buben Alexander (damals zwei Jahre alt) attackiert und im Auge verletzt. Auch dieser Mutter hatte die Versicherung des Bauern 1000 Euro Schmerzensgeld bezahlt. Beide Mütter sagen, die Bauersfamilie hätten ihnen gegenüber kurz nach dem jeweiligen Vorfall zugegeben, dass der Gockel der Übeltäter gewesen sei.

Die verletzte Vroni nach der Hahn-Attacke:

Kleines Mädchen wurde von Hahn angegriffen

Quelle: rosenheim24.de

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