Er wollte seine Ehefrau mit Autounfall töten

Flüchtiger Verdächtiger (†29) tot bei Götz aufgefunden

Ein PKW steht nach einem Unfall auf der Autobahn 8 bei Leipheim. Zwischen dem Unfall und einem geflüchteten Verdächtigen aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg besteht vermutlich ein Zusammenhang. Nach Angaben der Polizei vom 27.07.2020 wird ein 29 Jahre alte Mann verdächtigt, am 26.07.2020 ein Auto auf der A8 absichtlich in einen Unfall verwickelt zu haben, um so seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz umzubringen.
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Ein Auto steht nach einem Unfall auf der Autobahn 8 bei Leipheim. Zwischen dem Unfall und einem geflüchteten Verdächtigen aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg besteht vermutlich ein Zusammenhang. Nach Angaben der Polizei vom 27.07.2020 wird ein 29 Jahre alte Mann verdächtigt, am 26.07.2020 ein Auto auf der A8 absichtlich in einen Unfall verwickelt zu haben, um so seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz umzubringen.

Günzburg/Schwaben -  Der mit Haftbefehl des Amtsgerichts Memmingen gesuchte 29-jährige Tatverdächtige wurde am 30. Juli, gegen etwa 10.10 Uhr tot im Außenbereich der Gemeinde Kötz aufgefunden

Update, 4. August: 29-jähriger dringend Tatverdächtiger tot aufgefunden


Die Pressemitteilung im Wortlaut

Bei der Einsatzzentrale der Polizei ging die Mitteilung ein, dass sich eine tote Person in einem Heustadel befinde. Die Örtlichkeit liegt etwa acht Kilometer vom Fluchtort, dem Bezirkskrankenhaus Günzburg, entfernt.


Da die Identität des Mannes und die Todesursache zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig feststanden, ordnete der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Memmingen eine Obduktion des Leichnams an. Diese wurde heute von der Rechtsmedizin Ulm durchgeführt, aufgrund eines DNA-Abgleichs steht seither fest, dass es sich um den 29-Jährigen handelt. Der Tod trat durch Suizid des Mannes ein, Hinweise auf eine Fremdeinwirkung haben sich nach den Obduktionsergebnissen der Rechtsmedizin Ulm und den Ermittlungen der Kripo Neu-Ulm keine ergeben. Der Todeszeitpunkt konnte nicht eindeutig bestimmt werden, vermutlich stand er aber in zeitlichem Zusammenhang mit der Flucht des Mannes.

Pressemitteilung Polizei Schwaben

Update, Mittwoch (29. Juli): Flüchtiger Verdächtiger eventuell im Bereich Erding gesichtet

In der Nacht von Sonntag auf Montag flüchtete der wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau mit Haftbefehl gesuchte Mann aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg. Seitdem fehlt von dem Flüchtigen jede Spur.

Bei der Polizeiinspektion Günzburg ging nun ein Hinweis aus der Bevölkerung ein, wonach sich der Gesuchte eventuell im Landkreis Erding aufhalten könnte. Dies berichtet nun das Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Im Kreis Erding wurde er nach Zeugenangaben am Montagabend, den 27.07.2020, gegen 23 Uhr im Bereich der Gemeinde Wörth gesehen. Zu diesem Zeitpunkt soll er mit einem blauen Schlafanzugoberteil, einer Hose (die nicht näher eingegrenzt werden kann) und weißen Frotteeslippern (ähnlich solchen, die in Hotels Verwendung finden) bekleidet gewesen sein.

Wer hat den Mann ebenfalls gesehen oder kann Angaben zu seinem aktuellen Aufenthaltsort machen?

Vorbericht, Dienstag (28. Juli): Verdächtiger türmt in Schlafanzug aus Klinik Günzburg

Aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg ist in der Nacht auf Montag ein Patient geflohen. Der 29 Jahre alte Mann leide an einer akuten Psychose, teilte die Polizei mit. Wer ihm begegne, solle ihn nicht ansprechen, sondern die Polizei verständigen. „Wir suchen weiterhin aktiv nach dem Mann“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.

Der 29-Jährige steht im Verdacht, am Sonntag am Steuer eines Autos absichtlich einen Unfall verursacht zu haben, um seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz umzubringen. Das Amtsgericht Memmingen erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Der Mann soll das Auto auf der A8 bei Leipheim absichtlich auf einen Lärmschutzwall gesteurt haben. Der Wagen überschlug sich. Seine 28 Jahre alte Ehefrau wurde verletzt und kam zunächst in ein Krankenhaus. Der Verdächtige blieb unverletzt, ließ die Frau auf der Autobahn zurück und lief davon, wurde dann aber festgenommen.

Weil die Ermittler Hinweise auf eine psychische Erkrankung des 29-Jährigen haben, wurde er nach dem Unfall in dem Bezirkskrankenhaus untergebracht. Von dort flüchtete er in der Nacht auf Montag.

Polizei fahndet Flüchtigem wegen versuchten Mordes. Dieser war nach dem Unfall aus dem Auto gesprungen und wurde noch nicht wieder eingefangen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass von dem 29-Jährigen keine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Wer ihn sieht oder seinen Aufenthaltsort kennt, soll ihn aber nicht selbst ansprechen, sondern die Polizei rufen.

mh/Polizei Günzburg/Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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