Serie: Graffiti in Wasserburg

Von Comic bis Hetzspruch: Polizei ermittelt immer

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Bei den Ermittlungen gibt es Unterschiede. Manchmal bleibt es nicht "nur" bei Sachbeschädigung.
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Wasserburg - Die einen leben ihre künstlerische Ader aus, die anderen hetzen gegen Mitmenschen. Was tut die Polizei gegen Graffiti, Schmierereien und Hetzparolen?

Die Kommunen, der Landkreis sowie der Staat als Eigentümer vieler Gebäude, Brücken und Parkhäuser stellen stets Anzeige, die Ermittlungen werden ernst genommen.

"Der Inhalt ist entscheidend" heißt es von Jürgen Thalmeier vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Egal ob Gebäude, Zug oder öffentliche Elemente, es wird unterschieden, ob sich die Sprühergebnisse auf Comicbilder beschränken oder ob sie menschenrechtsverletztende Aussagen zeigen. "Bei Comics oder Schriftzügen, mit denen man sein allgemeines Befinden zum Ausdruck bringt, ohne jemand anderen zu beleidigen, wird wegen Sachbeschädigung ermittelt" so Thalmeier gegenüber wasserburg24.de. Neben Geldstrafen könnte es bis zu zwei Jahren Gefängnisstrafe geben.

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Wenn der Inhalt und die Aussagekraft jedoch andere beleidigen, verletzen oder Unwahrheiten betitelt, werde zudem wegen Beleidigung oder übler Nachrede ermittelt. "Wenn der Inhalt konkret rechtes Gedankengut spiegelt oder sich jemand konkret gegen Ausländer äußert, bewegt man sich absolut nicht mehr im normalen Rahmen, dann wird wegen Volksverhetzung ermittelt", heißt es aus dem Polizeipräsidium. "Sprühaktionen und Schmierereien sind kein Spaß, es kann für den Verursacher empfindliche Strafen geben", so die Polizei. Eine Freiheitsstrafe mit bis zu fünf Jahren Gefängnis seien bei Volksverhetzung keine Seltenheit.

Quelle: rosenheim24.de

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