Einheimische skeptisch

Goldene Badewanne als Touristenmagnet

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Die gusseiserne, weiß-goldene Wanne des regionalen Künstlers Matthias Braun soll mehr Touristen nach Randersacker locken.

Randersacker - Eine goldene Badewanne solls richten: Damit will die Gemeinde Randersacker bei Würzburg mehr Touristen anlocken. Einheimische sind von dieser Idee aber nicht begeistert.

Mit einer vergoldeten Badewanne als Brunnen will die Gemeinde Randersacker bei Würzburg Touristen locken - manche Einheimische sehen das schräge Kunstwerk allerdings kritisch.

„Das sollte etwas Besonderes sein“, sagte Bürgermeister Dietmar Vogel am Mittwoch. Die gusseiserne, weiß-goldene Badewanne des regionalen Künstlers Matthias Braun erinnert an den berühmten Barockarchitekten Balthasar Neumann. Er schuf unter anderem die Würzburger Residenz, die heute Unesco-Weltkulturerbe ist.

Im Weinort Randersacker steht ein von Neumann gebauter Gartenpavillon. „Wenn man sich theoretisch in die Wanne reinlegen würde, hätte man die Blickachse zum Pavillon“, erläuterte Bürgermeister Vogel. Ein goldener Schriftzug weist den ungewöhnlichen Brunnen denn auch als „Balthasars Badewanne“ aus.

Das Kunstwerk war bereits vergangene Woche eingeweiht worden. Die „Main-Post“ berichtete von gemischten Reaktionen, gelegentlich sei zu hören gewesen: „Des g'fällt mir gar net.“ „Aber die große Mehrheit hat gesagt: Passt“, betonte Vogel. „Ich sage immer, wenn im chinesischen Reiseführer der Brunnen drinsteht neben Residenz und Festung Marienberg, dann haben wir gewonnen. Und ich bin überzeugt, das wird passieren.“

dpa

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