Sechs Tage gefangen

Gletscherspalten-Mann nach Bayern verlegt

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Am Schrankogel fiel der 70-Jährige in eine Gletscherspalte. Retter konnten ihn nach sechs Tagen befreien.

Wien/Innsbruck/Schmidmühlen - Der Rentner aus Bayern, der sechs Tage in einer Gletscherspalte in Tirol überlebt hat, ist in eine Klinik in der Oberpfalz verlegt worden.

Ein Krankenwagen habe den 70-Jährigen am Montag in ein Krankenhaus nahe seiner Heimat Schmidmühlen gebracht, sagte der stellvertretende Direktor der Universitätsklinik Innsbruck, Volker Wenzel, der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag.

Der Extrembergsteiger war Anfang August beim Wandern auf einem Gletscher in den Stubaier Alpen rund 20 Meter in eine Spalte gestürzt. Dass der pensionierte Handwerker dort bei rund Null Grad fast eine Woche nahezu unverletzt überlebte, feierten seine Retter damals als Wunder. Seitdem wurde der Mann in der Innsbrucker Klinik behandelt.

Der 70-Jährige müsse noch wegen Erfrierungen an den Füßen weiterbehandelt werden, sagte Wenzel. Außerdem sei er noch recht schwach, da er bei seinem Abenteuer in den Bergen sehr viel Muskelmasse verloren habe: „Aber im Kopf war er immer völlig klar.“ Der deutsche Arzt erwartet keine Folgeschäden. Die Belastung der Nieren durch das mineralienarme Gletscherwasser, das der Rentner zum Überleben in der Spalte trank, sei wieder behoben.

dpa

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