Feuerwehrbedarf

Haben die Gemeinden zu viele einzelne Feuerwehren?

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In vielen Kommunen gibt es für jeden Ortsteil eine eigene Feuerwehr.
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Landkreis – Kleine und große Kommunen haben oftmals viele eigenständige, traditionsreiche Feuerwehren. Oftmals für jeden Ortsteil steht eine Wehr mit eigenem Gebäude, Fahrzeugen und Ausstattung. Ist es zu viel des Guten?

Eine Beispielgemeinde mit etwas mehr als 3000 Einwohnern hat insgesamt fünf verschiedene Feuerwehren. Eigenständig, mehr oder weniger gut und modern ausgestattet, mit Wünschen für Sanierung oder Neubau eines neuen Feuerwehrhauses und Materialbedarf. Die Bürgerschaft diskutiert, ob es nicht auch möglich sei, einige Feuerwehreinheiten zusammenzulegen, statt jeder Einzelnen alle Wünsche zu erfüllen?

„Schlechte Idee“, findet Kreisbrandrat Richard Schrank. Er warnt davor, die vielen verschiedenen Feuerwehren in den Kommunen zu reduzieren. „Hier wäre klar die vorgesehene Hilfsfrist von zehn Minuten in Gefahr“, so Schrank. Es sei erforderlich, dass eine nahegelegene Feuerwehr zügig am Einsatzort sein könne, betont Schrank. „Man kann von einem zentralen Standort bei weitem nicht alles abdecken, auch die Ausrüstung der einzelnen Wehren ist teilweise aufeinander abgestimmt“.

Bei Reduzierung fallen Freiwillige weg

Rosenheims Kreisbrandrat Richard Schrank sieht es als erforderlich an, die Feuerwehren in der Menge beizubehalten. „Natürlich sind die Gemeinden hier in der Pflicht, sich um eine Mitfinanzierung für Ausstattung und Gebäude einzusetzen, doch es gleicht fast einem Bauhof mit ehrenamtlichen Helfern, es werden schließlich für eine Kommune wichtige Aufgaben von den Feuerwehrlern übernommen“, so Schrank weiter gegenüber wasserburg24.de.

Ei ne Reduzierung oder Zusammenlegung würde laut Kreisbrandrat die Bereitschaft, sich für den ehrenamtlichen Dienst bei Feuerwehren zu engagieren, sehr schwächen. „Viele sind schon seit etlichen Jahren in der Feuerwehr des eigenen Ortsteils und haben nicht weit von der Alarmierung bis zum Feuerwehrhaus, extra weiter zu fahren, weil es die heimische Wehr nicht mehr gibt, würden die Wenigsten tun“, ist sicher der Kreisbrandrat sicher.

Brandschutz sei aber Pflicht der Kommunen und der im Landkreis Rosenheim erarbeitete Feuerwehrbedarfsplan habe herausgestellt, dass die Struktur und Anzahl der Feuerwehren absolut passe, so Schrank im Gespräch mit wasserburg24.de. „Wir können und dürfen auf keine Feuerwehr verzichten“, betont Schrank abschließend und zeigt sich begeistert vom Engagement der vielen Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen, die sich ehrenamtlich engagieren, um anderen Menschen im Bedarfsfall zu helfen. „Gestrichen wird hier nichts“, so Schrank.

Jeder Ortsteil hat seine eigene Feuerwehr: Ist das zu viel des Guten?

Quelle: rosenheim24.de

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