Mehr Sicherheit für Mensch und Tier

Geniale Idee aus Bayern: "Wuidi" soll Wildunfälle reduzieren

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Deggendorf - Drei Unternehmer aus Bayern wollen unsere Straßen speziell in der Herbstzeit sicherer machen. Mit der App "wuidi" sollen sowohl Autofahrer als auch Wildtiere geschützt und die Zusammenarbeit zwischen Autofahrern und Jägern verbessert werden. 

Das Team um Jozo Lagetar, Alfons Weinzierl und Alexander Böckl gründete 2016 die Initiative "wuidi" mit dem Motto: "Gemeinsam Wildunfälle vermeiden! Das ist unsere Mission". 

Zusammen mit Partnern wie Behörden, Verbänden, der Polizei und Fahrschulen will die Initiative "wuidi" zur Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen beitragen und im Falle eines Wildunfalls zu einer effizienten Abwicklung des Vorgangs verhelfen. 

Mit der App werden Autofahrer vor (für Wildunfälle bekannte) Straßenabschnitten gewarnt. Auf Grundlage der Unfallbilanz der Polizei und mit Erfahrungsberichten der Jäger konnte "wuidi" so viele potentielle Schwerpunkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausmachen. Des Weiteren wird die App kontinuierlich weiter vervollständigt. Jäger können in ihrem Revier zum Beispiel neue Gefahrenstellen melden. Aber auch Autofahrer, welche eine Route häufig befahren, haben die Möglichkeit, spezielle Zonen zu kennzeichnen. 

Orts- und zeitabhängig Warnung vor Wildwechsel

Die App soll somit Autofahrer bei der Fahrt durch betroffene Gebiete orts- und zeitabhängig vor Wildwechsel warnen, sodass Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit dementsprechend anpassen können und ihre Aufmerksamkeit erhöht wird. 

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Initiative ist die verbesserte Kommunikation zwischen Autofahrern und Jägern. Sollte es wirklich zu einem Wildunfall kommen, bietet die App eine Art "Anleitung" zur Vorgehensweise. Auch wird der entsprechende Jäger per Benachrichtigung informiert und kann die Unfallstelle per GPS exakt orten. So wird vermieden, dass das Tier unnötig leiden muss. Denn oft haben speziell auswärtige Autofahrer Probleme, die genaue Örtlichkeit zu beschreiben. 

Über 15.000 Gefahrenabschnitte bereits markiert

Über 51.000 Autofahrer und über 1.000 Jäger nutzen bereits die kostenlose App für Android und iOS. Die App kann sich via Bluetooth mit dem Auto verbinden und benötigt lediglich ein GPS-Signal - eine Bedienung während der Fahrt ist laut den Betreibern nicht nötig. Bis jetzt konnten über 15.300 Gefahrenabschnitte registriert und die Gefahr für Mensch und Tier minimiert werden. 

Quelle: rosenheim24.de

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