Großeinsatz der Rettungskräfte in Füssen/Reutte

Kletterer will Fäkalien verbrennen - und löst Waldbrand aus

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Füssen/Reutte - Beim Versuch, seine Notdurft zu verbrennen, hat ein Kletterer aus Bayern in Österreich am Samstag (23. Februar) einen Waldbrand ausgelöst. Der Großeinsatz der Polizei und Feuerwehren aus Österreich und dem Allgäu dauerte sechs Stunden.

Im Bezirk Füssen/Reutte auf dem Höhenzug linkerhand des Lechs zum Faulenbacher Tal hat ein Kletterer aus Schwaben einen Waldbrand verursacht. Erst nach sechs Stunden konnte der Brand von den Einsatzkräften aus Bayern und Österreich unter Kontrolle gebracht werden.


Leichtsinn löst Waldbrand bei Füssen aus

Der 32-Jährige aus Bayern war am Samstagvormittag beim Klettern, als er seine Notdurft in dem Waldstück verrichtete. Anschließend wollte er die Fäkalien verbrennen. Dies stellte sich auf dem trockenen, beinahe strohartigen Waldboden als fataler Fehler heraus, so die Polizei Füssen in einer Pressemitteilung.

Der aufkommende Wind entfachte binnen kürzester Zeit ein Waldflächenbrand von etwa 50 x 60 Metern. Der Kletterer konnte das schnell ausbreitende Feuer nicht mehr löschen und alarmierte die Notrufzentrale.


Großaufgebot an Feuerwehr kann Brand nach sechs Stunden löschen

Die Feuerwehr und Polizei aus Füssen waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und koordinierten mit ihren Leitstellen die notwendigen Löscharbeiten. Aufgrund des steil abschüssigen und unwegsamen Geländes waren Feuerwehren aus Reutte, Pinswang, Füssen und Kempten mit Spezialgerät erforderlich. Zudem waren ein bayerischer und ein österreichischer Polizeihubschrauber eingebunden.

Nach rund sechs Stunden konnte laut Auskunft der Polizei gegenüber dem Bayerischen Rundfunk der Brand schließlich vollständig gelöscht werden. Der Mann wird sich nun wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten müssen. Der Fall wurde der zuständigen Staatsanwaltschaft übergeben.

mh/Polizei Füssen

Quelle: rosenheim24.de

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