Stundenlanges Warten auf die Pannenhelfer

  • schließen
  • Weitere
    schließen

München - Wegen der anhaltenden Kältewelle sind die Pannendienste zunehmend überfordert. Obwohl die gelben Engel im Dauereinsatz schuften, kommt es oft zu stundenlangen Wartezeiten.

Massenhaft bleiben Fahrzeuge mit leerer Batterie und sogar ausgeflocktem Diesel liegen. Nach Angaben der ADAC-Zentrale in München gehen zu Spitzenzeiten deutschlandweit 36 000 Notrufe binnen einer Stunde ein. „Eine unvergleichbare Situation“, sagte eine Sprecherin. „Alle Helfer sind im Dauereinsatz.“ In den kommenden Tagen ist nicht mit einer Entspannung zu rechnen.

Lesen Sie auch:

Pannenhelfer: Alle acht Sekunden ein Einsatz

Vorrang haben laut dem ADAC stets Gefahrensituationen, zum Beispiel auf Autobahnen. Darum sind die Wartezeiten in Ballungsräumen wie München, in denen die Betroffenen auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen können, in der Regel länger. Häufig kommen die Gelben Engel erst nach Stunden, teils erst am nächsten Tag. Laut einem Sprecher der Münchner Polizei sind in etlichen Fällen schon Beamte je nach Möglichkeit als Pannenhelfer eingesprungen.

Die 50 häufigsten und dümmsten Autofahrer-Ausreden bei TÜV Süd

Die 50 häufigsten und dümmsten Autofahrer-Ausreden bei TÜV Süd

Immer häufiger stoßen Dieselfahrzeuge bei dem Dauerfrost an ihre Grenzen. Die Paraffine im Kraftstoff werden im Dieselfilter ausgeflockt. Die Folge: Der Motor springt nicht an oder geht nach wenigen Metern Fahrt wieder aus. Der ADAC rät, das Auto entweder in einer Garage zu parken oder wenigstens windgeschützt. Außerdem sollte der Tank immer möglichst voll sein, damit sich kein Kondenswasser bildet. Früher haben Dieselfahrer oft ein paar Liter frostsicheres Benzin dazugetankt. Techniker warnen dringend davor, so etwas bei modernen Dieselmotoren zu tun. Das wesentlich explosivere Benzin könne zu schweren Schäden führen.

Der größte Schwachpunkt ist jedoch die Batterie. Besonders gefährdet sind Fahrzeuge, die nur eine tägliche Wegstrecke von bis zu 15 Kilometern absolvieren. „Wenn das Gebläse, die Stand- und Sitzheizung laufen, kann die Batterie auf dieser kurzen Strecke nicht mehr aufladen“, sagt ADAC-Technik-Experte Hubertus Paulus. Er rät, entweder auf dem Rückweg eine längere Strecke zu fahren, bis die Motortemperatur angestiegen ist. Oder die Batterie zu Hause an ein externes Ladegerät anzuschließen.

sri

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser