Ein interessanter Übungstag

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Fridolfing - Viel gelernt haben die Feuerwehrler bei einem interessanten Übungstag. Es stand ein sehr anspruchsvolles Fahrsicherheitstraining auf dem Programm.

Am Samstag, den 20.04.2013 führte die Feuerwehr Fridolfing zusammen mit Fahrlehrer und Ausbilder Stephan Schmid ein Fahrsicherheitstraining für alle Maschinisten durch.

Angefangen wurde mit einer Theoriestunde im Gerätehaus. Hier wurde vor allem auf das Sonder- und Wegerecht besonders eingegangen. Aber auch Fahrphysik und toter Winkel bei den großen Einsatzfahrzeugen wurden erläutert. Im Anschluss wurde mit dem ersten Teil der praktischen Ausbildung begonnen. Dieser fand ebenfalls am Gerätehaus statt. Anhand Absperrbänder und Pylonen wurde der tote Winkel markiert. Anschließend wurde mit den ersten Fahrprüfungen begonnen. Wenden in drei Zügen in einen 12 x 12 Meter großen Feld, seitlich einparken oder auch rangieren um 90 Grad standen auf dem Programm.

Eine größere Herausforderung für viele war dann das Abschätzen der Fahrzeugbreite. Hier mussten die Fahrer zuerst die geschätzte Fahrzeugbreite vom Fahrersitz aus mittels zwei Pylonen und Stangen angeben. Alles zwischen 2,60 Meter und 2,80 Meter war in Ordnung. Anschließend musste vorwärts sowie rückwärts durchnavigiert werden. Wer hier eher zu knapp kalkuliert hatte, kam bei einer Fahrzeugbreite von 2,55 Meter doch leicht ins Schwitzen.

Gestärkt vom Mittagessen ging es am Nachmittag weiter mit dem zweiten Teil der praktischen Ausbildung. Diese fand im Gewerbegebiet Kaltenbrunn statt. Als erstes wurden Gefahrbremsungen auf trockenen Untergrund bei verschiedenen Geschwindigkeiten (von 30 km/h – 50 km/h) durchgeführt. Ein jeder war hier erstaunt, um wie viel sich der Bremsweg bei doch geringem Unterschied der Fahrgeschwindigkeiten verlängert. Richtig spannend wurde es, als eine mit Seifenlauge genässte Rutschplane zum Einsatz kam. Mit ca. 30 km/h angefahren, war an ein Stehenbleiben oder Ausweichen nicht zu denken.

Übungstag bei der Feuerwehr

Schön zu erkennen war hier allerdings der technische Fortschritt der Einsatzfahrzeuge. Das LF10/6 , welches etwa 20 Jahre jünger ist als das TLF oder DLK, konnte hier doch den einen oder anderen Meter gutmachen. Als Abschlussprüfung wurde das Ausweichen mit plötzlichen Hindernissen trainiert. Von Vorteil war hier, dass alle Fahrzeuge über ABS verfügen. Dadurch konnte trotz einer Vollbremsung immer noch um das Hindernis gelenkt werden. Einstimmig war man sich am Schluss einig, dass dies ein durchwegs sinnvoller und interessanter Übungstag war, welcher sich in naher Zukunft wiederholen soll.

FDL/Hans Lamminger

Quelle: chiemgau24.de

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