"Dieser irre Lkw-Fahrer wollte mich umbringen"

Lkw-Raser von B12 stimmt Auslieferung nicht zu - So geht es jetzt weiter

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Freyung-Grafenau/Brünn - Ein waghalsiges Überholmanöver auf der B12 hat für einen tschechischen Lkw-Fahrer fatale Folgen. Ihm wird in Deutschland versuchter Mord vorgeworfen. Doch noch sitzt der Fahrer in einem tschechischen Gefängnis.

Einem tschechischen Lkw-Fahrer drohen nach einem riskanten Überholmanöver auf einer Bundesstraße in Bayern ernste Konsequenzen. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen; deshalb soll ihm in Deutschland der Prozess gemacht werden. Noch befindet sich der Lkw-Fahrer jedoch nach seiner Festnahme in Tschechien vor rund zwei Wochen ebendort in U-Haft. Wie die PNP am Donnerstag berichtet, hat der Lkw-Fahrer laut Passaus Oberstaatsanwalt Walter Feiler jedoch einer Auslieferung nicht zugestimmt.

Förmliches Auslieferungsverfahren wird durchgeführt

Aus diesem Grund müsse nun ein förmliches Auslieferungsverfahren durchgeführt werden, wobei die Auslieferungsvorraussetzungen geprüft werden müssten. Die Gerichte in Tschechien müssen nun innerhalb von 60 Tagen nach seiner Verhaftung über eine mögliche Auslieferung des Mannes nach Deutschland befinden.

Ende Februar hat eine Nachstellung der Szene auf der Strecke stattgefunden. Die Ermittler erhofften sich dadurch weitere Erkenntnisse, beispielsweise wie knapp es zwischen Lkw und einem entgegenkommenden Bus tatsächlich war. Laut Bild-Bericht ergab die Rekonstruktion. dass zwischen dem Lkw und dem Schulbus lediglich 28 Zentimeter Platz waren. Wie die PNP nun jedoch berichtet, liege das Gutachten der Rekonstruktion laut Oberstaatsanwalt Feiler noch nicht vor.

Hintergrund

Fast eineinhalb Monate ist es her, dass ein Dashcam-Video auf Facebook für Furore sorgte. Zu sehen ist dort ein Lastwagen der tschechischen Spedition Mikostar, der am Ende einer zweispurig ausgebauten Strecke bei Freyung-Grafenau einen anderen Lkw kurz vor einer Rechtskurve überholt.

Nichts kann den Fahrer aufhalten. Er ignoriert rigoros die Sperrlinie und schert auch nicht wieder ein, als ihm ein Schulbus und vier Autos dahinter entgegenkommen. Erst als er den Lkw erfolgreich überholt hat, schert er wieder auf seiner Spur ein und fährt unbehelligt durch die Geschehnisse seine Fahrt Richtung Tschechien fort.

In dem entgegenkommenden Bus, einem Schulbus, saß Fahrer Franz Heinzl (52). Ihm saß auch über einen Monat nach dem Vorfall noch der Schrecken in den Knochen. „Dieser irre Lkw-Fahrer wollte mich umbringen! Ich bin froh, dass ich noch lebe“, sagte Busfahrer Heinzl gegenüber der Bild. Nur zehn Minuten zuvor habe er 42 Schüler in Freyung abgesetzt. „Dieser Verrückte gehört nie mehr in einen Lkw, der ist eine Schande für unseren Berufsstand.“

mh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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